Hidden Lore and Storytellers Screen

Eine Mage: the Ascension-Rezension von Infernal Teddy

1st Edition:
1: Mage: the Ascension
3: The Book of Chantries
5: Technocracy: Progentiors
6: Digital Web
7: The Book of Shadows
9: Technocracy: Iteration X
10: The Book of Madness
11: Technocracy: New World Order
12: Ascension’s Right Hand

2nd Edition:
13: Mage: the Ascension 2nd Edition Teil 1 Teil 2

20th Anniversary Edition:
20th Anniversary Edition Quickstart
Mage: the Ascension – 20th Anniversary Edition Teil 1 Teil 2 Teil 3

Weitere World of Darkness-Titel:
Halls of the Arcanum

Romane:
The Road to Hell (Caninus)
The Ascension Warrior (Caninus)

Anthologien:
Truth Until Paradox
Truth Beyond Paradox

Es ist ja in unserem Hobby zur Tradition geworden das man einem Spielleiterschirm etwas beilegt, damit das Ding auch wirklich gekauft wird. Mal handelt es sich dabei um ein oder mehrere Abenteuer, mal ist es eine Sammlung an vorgefertigten Charakteren, mit denen man losspielen kann bzw. als NSCs verwenden kann. Und manchmal hat man eine Sammlung an Material, welches aus dem Manuskript für das Grundregelwerk aus Platzgründen rausgeschnitten werden musste, aber zu wichtig oder interessant ist als das man es wegwerfen möchte. Fallbeispiel: der Spielleiterschirm zur 2nd Edition von Mage: the Ascension (Und vertraut mir, je weniger über den Schirm der ersten Edition gesprochen wird, desto besser…), welcher mit einem kleinen Heft mit dem Titel Hidden Lore ausgeliefert wurde.

Storytellers Screen
Der Spielleiterschirm ist, wie die meisten solchen Schirme, aus dünner Pappe, und auf vier Panele im Portrait-Format verteilt. Die Spielerseite ist auf Hochglanz gedruckt, mit der lilanen Seidentuch-Optik, welche die Cover von Ascension ausmachen. Darauf verteilt sind die Symbole der einzelnen Sphären, und einige Karten des Mage-Tarots (Möchte das eigentlich jemand besprochen sehen?). Dazu noch – was mich am meisten stört – der Mage-Schriftzug und der Titel „Storytellers Screen“, was eigentlich nicht auf den Schirm selbst draufgehört hätte. Auf der Innenseite haben wir die üblichen Tabellen und Hilfestellungen, mit zwei Panele, welche sich zum größten Teil mit den Magieregeln beschäftigen, während die anderen beiden Panelen sich mit den Kampf- und Schadensregeln zusammenfasst.

Hidden Lore
Hidden Lore ist ein Softcoverband mit 72 Seiten Umfang. Über Layout und Artwork gibt es nicht viel zu sagen das wir bisher nicht schon erwähnt hätten, außer das ich beim Artwork öfter den Eindruck hatte, wir hätten es hier mit den Überresten zu tun, welche in keinem Produkt der ersten Edition reingepasst haben. Der text des Buches teilt sich auf vier Kapitel auf, zusammen mit einer einseitigen Einleitung. Das erste Kapitel, Lore, ist ein echtes Sammelsurium an Material, welches wohl aus Platzgründen aus dem Grundregelwerk ausgeschnitten wurde. Nichts davon ist ein echter Verlust, gleichzeitig ist es schön, das Material doch noch zur Hand zu haben. Wir haben hier eine Reihe von Vorschlägen für alternative Kampagnenarten, inklusive Optionen für die Kampfregeln. Dann haben wir eine Auswahl neuer Rotes für die verschiedene Traditionen und Kurzbeschreibungen berühmter Magi (Auf die man, ehrlicherweise gut auch verzichten kann). Das zweite Kapitel ist etwas, das ich ja im Grundregelwerk der zweiten Edition vermisst hatte – ein Mini- oder Beispielsetting. Allerdings ist es nicht, wie in der ersten Edition, San Fransisco (Leider), sondern Seattle, mit einer kleinen Chantry und deren Umgebung, die dort lebenden Magi, und eine Sammlung an Abenteuerideen (Eine indirekte Fortsetzung findet sich auch im Quickstart zur M20). Kapitel Drei sit eine Sammlung an Werkzeugen für den Spielleiter, mit Rotes für die Nephandi, den Maroudern, und für die Technokratie. Dazu kommt noch eine kurze Zusammenfassung und Übersicht über den Ascension War, und wie die Fraktionen agieren. Das letzte Kapitel besteht aus einer Sammlung Kopiervorlagen, nämlich einseitige Zusammenfassungen, was die einzelnen Sphären können bzw. welche Bereiche der Realität unter die jeweilige Sphäre fallen, und was man mit der jeweiligen Stufe der Sphäre überhaupt kann.

Fazit:
Auch wenn ich immer mal wieder von meinen Spielern über die Jahre nahegelegt bekommen habe, einen Spielleiterschirm zu benutzen damit ich mal bescheißen kann, statt alle mit meinem Würfelpech zu langweilen, ich bin kein Fan davon, erst recht nicht, wenn es im Portrait-Format daherkommt. Die Tabellen sind aber hier tatsächlich nützlich, vor allem die zum Magiesystem, man kann es also gerne neben sich auf den Tisch legen zum leiten.
Hidden Lore dagegen ist tatsächlich recht brauchbar, hauptsächlich wegen den vielen Rotes, welche man seinen Spielern als Beispiele an die Hand geben kann, wenn diese noch keine Erfahrung mit dem Magiesystem haben. Das wichtigste an diesem Buch sind aber auf jeden Fall die Sphärenzusammenfassungen aus dem vierten Kapitel, diese würde ich bei jeder Mage: the Ascension-Runde kopieren und auf dem Spieltisch auslegen, damit jeder Spieler darauf Zugriff hat. Alles in allem ist das Bundle ein „very nice to have“, aber kein absolutes Muss für die ambitionierte Mage-Runde.

Verwendbarkeit mit M20:
Sowohl der Spielleiterschirm als auch Hidden Lore selbst sind auch mit der M20 erstaunlich praktisch – die Magie funktioniert ja immer noch nach den selben Regeln, mit ein oder zwei Anpassungen, so das der Schirm nach wie vor seine Gültigkeit besitzt, und auch die Sphärentabellen machen sich am Spieltisch immer noch gut, wie ich bei meiner leider Zuende gegangenen M20-Runde festgestellt habe. Wer günstig drankommt hat auch heute noch mit diesem Bundle praktisches Werkzeug an der Hand.

Nächstes Mal schauen wir uns ein etwas anderes Produkt an, ein… historisches Dokument, nämlich The Fragile Path – Tales of the first Cabal.

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