Mage: the Ascension 2nd Edition, Teil 2

Eine Mage: the Ascension-Rezension von Infernal Teddy

1st Edition:
1: Mage: the Ascension
3: The Book of Chantries
5: Technocracy: Progentiors
6: Digital Web
7: The Book of Shadows
9: Technocracy: Iteration X
10: The Book of Madness
11: Technocracy: New World Order
12: Ascension’s Right Hand

2nd Edition:
13: Mage: the Ascension 2nd Edition Teil 1

20th Anniversary Edition:
20th Anniversary Edition Quickstart
Mage: the Ascension – 20th Anniversary Edition Teil 1 Teil 2 Teil 3

Weitere World of Darkness-Titel:
Halls of the Arcanum

Romane:
The Road to Hell (Caninus)
The Ascension Warrior (Caninus)

Anthologien:
Truth Until Paradox
Truth Beyond Paradox

Nachdem wir uns beim letzten Mal die grobe Settingübersicht angeschaut haben, geht es dieses Mal direkt an den Teil des Spiels, der zum ersten Mal die Spieler involviert: die Grundregeln, und die Charaktererschaffung. Die Grundregeln sind dieselben, welche wir bereits aus anderen Spielen der Welt der Dunkelheit kennen:Würfelpool bilden, Würfelergebnis mit vom Spielleiter vorgegebenen Schwierigkeit vergleichen, und so weiter. Auch die Charaktererschaffung unterscheidet sich nicht sonderlich von der ersten Edition oder M20 – ein paar Fertigkeiten sind anders, oder sind in anderen Kategorien, aber nichts entscheidendes. Wer dazu genauerer Informationen benötigt sollte sich die anderen Rezensionen zu Grundregelwerken anschauen, ebenso den Beispielcharakter den wir mal erstellt haben. Wie auch schon in der ersten Edition sind mit dem Grundregelwerk nur die Traditionen als Spielercharaktere möglich, welche wir ebenfalls bereits ausführlich vorgestellt haben. Ein kurzer Hinweis an dieser Stelle an jene, welche sich jetzt erst überlegen sich dieses Buch zuzulegen: Die Backgrounds Chantry, Familiar, Ressourcen und Sanctum werden zwar in der Zusammenfassung der Charaktererschaffung aufgeführt, sind aber im Buch selbst nicht enthalten. Wer sie braucht findet sie im Book of Shadows. Der Charaktererschaffung folgt das Kapitel über die Spielleitung… Verzeihung, das Storytelling. Wie üblich haben wir es hier mit einer soliden Enführung in das Thema, welches besser und unterhaltsamer geschrieben ist, als (zumindest meiner Erinnerung nach) die entsprechenden Kapitel in Werewolf oder Vampire, und welches auch entsprechend auf die Besonderheiten von Mage eingeht. Kein schlechtes Kapitel, wer aber eine Offenbarung erwartet wird hier enttäuscht werden – und darf sich auf das Spielleiterbuch freuen.

Damit wären wir bei „The Machine“ angekommen, dem dritten Buch des Grundregelwerks, welches sich mit den eigentlichen Systemen von Mage auseinandersetzt, angefangen mit dem System für Magick. Das Magiesystem hat sich gegenüber der ersten Edition deutlich gewandelt, und ist jetzt sehr viel flüssiger und spieltauglicher als es das System der ersten Edition war, aber es ist immer noch schwierig einzuschätzen, welche Effekte man mit welchem Wert in welcher Sphäre erzeugen kann. Üblicherweise würde ich an dieser Stelle auf die tatsächlichen Unterschiede eingehen und erklären was sich hier geändert hat, aber da haben wir bereits in der Besprechung zur M20 darüber gesprochen – die Regeln sind fast identisch. Das neunte Kapitel wendet sich den „Settingregeln“ zu – Wir haben hier die regeln zum Ausgeben von Erfahrungspunkten, und wie der Spielleiter es gestalten soll, wenn ein Charakter seine Magie verbessern möchte, Regeln für andere übernatürliche Bewohner der Welt der Dunkelheit, die Regeln für Spirits und eine erste Einführung in die Umbrareiche und die Reise dorthin. Abgerundet wird es durch eine Vorstellung des Digital web, und ein paar Paragraphen zu „magische Gegenstände“. Das letzte Kapitel gibt uns dann die Regeln für Actionsequenzen und – natürlich – auch die Kampfregeln. Das Buch endet mit dem Anhang, welches die übliche Auswahl an Antagonisten enthält, zusammen mit einer Auswahl an Talismans und „wichtiger“ Orte innerhalb des Settings.

Fazit:
Man muss ganz klar sagen das die 2nd Edition von Mage: the Ascension eine deutliche Verbesserung gegen über der ersten darstellt, und zwar in jeder Hinsicht. Das Setting wird besser erklärt, die Regeln sind verständlicher, und die Konflikte weniger klar in Schwarz und Weiß unterteilt. So kann man hier bereits schon deutlich erkennen das sich die Sicht auf die Technokratie gewandelt hat, weg vom bösen Schurken hin zu „Wohlmeinend aber fehlgeleitet“. Auch die Traditionen sind weniger klar und scharf definiert, sondern ebenso Grau wie ihre Gegenparts. Die Magieregeln sind eine DEUTLICHE Verbesserung gegenüber dem Vorgänger. Wenn es nicht schon die M20 gäbe würde ich hier ganz deutlich sagen das wir es hier mit der besten Version von Ascension zu tun haben.

Verwendbarkeit mit M20:
Natürlich muss man an dieser Stelle sagen das es keinen Grund gibt, sich die 2nd Edition zuzulegen wenn man sich schon die M20 besorgt hat. Dafür sind sich die beiden Editionen mechanisch zu ähnlich – 2nd Edition war halt das Goldene Zeitalter für Ascension, und dementsprechend hat Satyros seine Jubiläumsausgabe darauf aufgebaut. Man sollte sich das Buch also höchstens noch zulegen wenn man seine Sammlung vervollständigen möchte.

Nächstes Mal schauen wir uns den Spielleiterschirm an, zusammen mit dem Material, welches aus der 2nd Edition rausgeschnitten werden musste.

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