Fünf Spiele, die ich gerade gerne leiten würde

Ein Friday Five mit Infernal Teddy

Ich habe mal wieder einen dieser Anfälle die ich immer mal wieder habe, nämlich das ich lust habe, mehrere Spiele gleichzeitig spielen zu wollen. Spielen oder leiten. Also, hier sind fünf grobe Kampagnenideen, die mir gerade im Kopf umhergehen, die ich gerne leiten würde, die ich aber auch gerne spielen würde. Beziehungsweise ich würde gerne diese System (auch mal) als Spieler erleben. Wer hier schon länger mitliest kennt ja das Format dieser Artikel, jede Menge komischer Ideen halt…

I.) Ars Magica
Ich hatte ja bereits vor unserem Umzug nach Mannheim angefangen, mich für Ars Magica zu begeistern, aber seid ich auf dem örtlichen Stammtisch des Tanelorn-Forums immer wieder von tollen Kampagnen und so erzählt bekomme… sagen wir einfach mal, es hat mich gepackt. Aus Spielersicht weiß ich im Moment nicht genau, was ich würde spelen wollen, entweder einen diplomatisch veranlagten Tremere, oder eben doch Irene von Leiningen von den Tytalus. Beides reizvolle Konzepte für mich.
Auf der anderen Seite des Schirms geht mir gerade eine Idee durch den Kopf für eine Gruppe junger Magi aus dem Rhein-Tribunal, welche einem alten Magus „gespendet“ werden, der gerade das Recht errungen hat, einen neuen Konvent zu gründen. Er bekommt sogar die Erlaubnis der Kirche, in der Nähe von Münster zu siedeln – er muss sich nur vorher für den Bischof um eine Feenproblem im Wald vor der Stadt kümmern…

II.) Wraith: the Oblivion / Orpheus
Wraith ist ja – zusammen mit Mage: the Ascension – immer noch mein Lieblingsspiel aus der Welt der Dunkelheit, allerdings leider eines, welches ich selbst nie spielen konnte. Und Orpheus ist ein mehr als würdiger nachfolger dazu – den ich auch nie spielen konnte. Ich weiß nicht, was ich mir für einen Charakter für Wraith ausdeken würde, das würde viel zu sehr von der geplanten Kampagne abhängen, aber bei Orpheus habe ich glücklichereise bereits eine Antwort zur Hand: Amanda Stelling.
Als Spielleiter schwebt mir im Moment etwas eher… größeres vor. In der Größenordnung „Wahrscheinlich für drei oder mehr Jahre“. Nämlich dem Metaplot von Wraith folgen, von Anfang an bis zu Endes of Empire und dem Untergang von Stygia, dann auf Orpheus umzuschwenken und dessen Plot durchzuspielen, um danach wieder auf Wraith umzuschwenken, und dann dazu beitragen, eine neue Unterwelt aufzubauen – falls Grandma noch was davon übrig gelassen hat, versteht sich.

III.) Werewolf: the Apocalypse
Werewolf war, ehrlich gesagt, nie so ganz mein Spiel. Es wird zu oft sehr linear und geistlos gespielt, und das ist, wenn ich ein Spiel in der Welt der Dunkelheit spiele, nicht meins. Zumal ich an einigen Punkten im Hintergrund anstoß nehme, und die Ankündigungen zur kommenden neuen Edition so klingen als würden meine Kritikpunkte noch weiter verschärft werden. Als Spieler würde ich also wahrscheinlich doch wieder einen Corax spielen, oder einen Gurahl. Wenn es denn wirklich einen Garou sein müßte, dann wohl einen Silent Strider.
Als Spielleiter habe ich allerdings eine Idee die ich irgendwann mal angehen möchte, quasi eine alternative Timeline. Einer der Prämissen der Revised Edition war ja, das die Stargazers sich von der Garou Nation abgespaltet hatten, weil sie um Hilfe mit ihren heiligen Stätten gebeten hatten, und keine bekamen. In meiner Version dagegen würden die Garou hilfe zusagen, und zunächst ein paar Kriegsrudel losschicken. Gleichzeitig würde in Nordamerika ein junges Rudel seine Rite of Passage begehen, und mit einem „verschwundenen“ asiatischem Spirit als Totem zurückehren, als prophezeite Retter…

IV.) Dark Dungeons
Dark Dungeons ist ein Retroclone meiner Lieblingsversion von D&D, BECMI bzw. RC. Alles, was man zum spielen benötigt, in einem einzigen schicken Hardcover. Na gut, im Gegensatz zum Rules Cyclopedia ist kein Setting mit dabei, dafür aber direkt schon Regeln zur Unsterblichkeit. Als Spieler würde ich jetzt einfach 3w6 in die Hand nehmen, und lächelnd spielen was sich daraus ergibt. Old School halt.
Was das leiten angeht, da wäre ich wohl auch eher oldschoolig im Moment. Ein kleines Dorf in einem Hexfeld, eine Handvoll Missionen, welche sich die Spieler aussuchen könnten, von denen mindestens eines sie in die erste Ebene des nahegelegenen Megadungeons führen würde… Wildnisexploration, Dungeonexploration, und die Möglichkeit, nach und nach ein eigenes Reich aufzubauen und zu einem Gott zu werden.

V.) Mage: the Awakening
Ich bin mir immer noch nicht sicher, welche Edition von Awakening mir besser gefällt, erste oder zweite, aber mein bevorzugter Charakter wäre im Moment wohl ein Mastigos des Adamantium Arrows, welcher Diplomatie als Herausforderung ansieht, die er zu meistern versucht. Oder ein Guardian of the Veil, welcher sich zur Eleventh Question heranarbeiten möchte.
Was ich allerdings leiten möchte sind die beiden historischen Epochen aus Dark Eras, The Sundered World (Paleo Mage) und To the Strongest (Magi im Alexanderreich). An ersteres gefällt mir die Idee, in den Trümmern de Zeit herumzuspielen, welche vom Fall von Atlantis noch verstreut sind zwischen der Zeit der Präantike. Und bei zweiterem hat man die Entstehung der sogenannten Atlantischen Orden, die Eroberungszüge Alexanders und – vielleicht ebenso spannend – die Diadochenkriege nach dessen Tod.

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