Dune: Sandworms of Dune

Eine Romanrezension von Infernal Teddy

Mein Jahresprojekt für dieses Blog für 2014 war eine so vollständig wie mögliche Reihe von Rezensionen der Dune-Romane, sowohl der ursprünglichen Roman von Frank Herbert als auch der Fortsetzungen, Prequels und Prequels der Prequels von seinem Sohn Brian Herbert und dem berühmt-berüchtigtem Star Wars-Autor Kevin J. Anderson. Ich gehe dabei innerhalb des Settings chronologisch vorgehen, sprich nicht in der Veröffentlichungsreihenfolge. Erinnern wir uns also: “A beginning is a very delicate time…”

Legends of Dune:
Butlers Djihad
The Machine Crusade
The Battle of Corrin

Schools of Dune:
Sisterhood of Dune

Prelude to Dune:
Das Haus Atreides
Das Haus Harkonnen
Das Haus Corrino

Dune:
Der Wüstenplanet
Der Herr des Wüstenplaneten
Die Kinder des Wüstenplaneten
Der Gottkaiser des Wüstenplaneten
Die Ketzer des Wüstenplaneten
Die Ordensburg des Wüstenplaneten

Heroes of Dune:
Paul of Dune
The Winds of Dune

Dune 7:
Hunters of Dune

So, wir sind fast am Ende der Reihe. Die zweite Hälfte des Abschlusses der Dune-Reihe, zumindest wenn man die Werke von Kevin und Brian als Teil von Dune werten mag – ich neige immer noch dazu, große Teile davon als schlechte Fanfiction abzutun,aber es sind doch ein paar gute Bücher dabei, wie die Prelude to Dune-Trilogie, oder dem ersten Band von Dune 7, welchen wir als letztes an dieser Stelle besprochen haben. 612 Seiten umfasst dieser letzte Band der doch recht epischen Sage. Schauen wir also, was uns erwartet.

Sandworms of Dune eröffnet mehr oder weniger da, wo wir unsere Protagonisten am Ende von Hunters of Dune verlassen haben. Seid dem Ende von Die Ordensburg des Wüstenplaneten sind mittlerweile einundzwanzig Jahre vergangen, und die Bewohner des Nichtschiffes Ithaca sind immer noch auf der Flucht vor dem unbekannten Feind. Sheeana und ihre Bene Geserit haben wieder begonnen, Gholas alter, verlorener Helden aus der Geschichte heranzuzüchten, trotz starkem Widerstands innerhalb der Gemeinschaft, während Duncan Idaho weiterhin ihre Flucht vor dem Netz ihrer Verfolger lenkt. Es finden sich aber immer wieder Beweise dafür, das ein Saboteur sich unter ihnen befindet, was sie sogar dazu zwingt, auf einer bewohnten Welt Vorräte zu sammeln, wo sie auf Versprengte der Diaspora stoßen – einer Welt auf der fliehende Bene Geserit Sandforellen ausgesetzt haben um gegen den Willen der Bewohner einen neuen Wüstenplaneten zu bilden. Durch einen Unfall mit den Würmern innerhalb der Ithaca wird allerdings klar wer die Saboteure sind: einige der Bewohner des Schiffes sind von Gestaltwandlern ersetzt worden.

Auch im Alten Imperium spitzt sich die Lage zu. Der Ghola des Thleilaxu-Meisters Waff hat im Auftrag der Navigatoren der Gilde Sandwürmer modifiziert, um auf einem Wasserplaneten zu Seeungeheuer zu werden, und gleichzeitig eine Substanz zu produzieren, welches er als Ultraspice bezeichnet, eine um ein Vielfaches stärkere Ersatzdroge. Murbellas neue Schwesternschaft stemmt sich gegen die Flutwelle der Maschinenschiffe, mit denen der wieder in Erscheinung getretene Allgeist, Omnius, versucht die Menschheit auszulöschen. Doch ihre Bemühungen werden von der schieren Menge der Angreifer zunichte gemacht – davon, und von den Machenschaften der neue Gestaltwandler und ihrem Anführer Khrone, welche die letzten Machtgruppen des Alten Imperiums gegeneinander ausspielen und gleichzeitig ihre Bemühungen untergraben, in der Hoffnung im bevorstehenden Konflikt die wahren Sieger zu sein. Auch Khrone hat einen Ghola eines alten Helden, nämlich Paul Atreides, und Omnius und sein ewiger Gefährte, der Roboter Erasmus, planen, ihren Kwisatz Haderach gegen den antreten zu lassen, von dem sie überzeugt sind, er befände sich an Bord der Ithaca. Omnius gelingt es, die Ithaca in seine Gewalt zu bringen, und erzwingt die Entscheidung. Alles steht buchstäblich auf Messers Schneide als sich zwei vollwertige Kwisatz Haderach gegenüber stehen, gerade als die Maschinenflotte sich bereit macht, die Ordenswelt der neuen Schwesternschaft auszumerzen…

Fazit:
Puh. Okay, mit der Dune-Sage sind wir jetzt durch. Im Prinzip gilt für Sandworms of Dune alles, was ich auch schon zum Vorgänger gesagt hatte – es ist ein gelungener Abschluss der Reihe, wenn man alles, was Brian und Kevin geschrieben haben, als Teil von Dune akzeptiert. Für Leser, welche sich wünschen die Beiden würden aufhören den Leichnamen von Frank Herbert zu schänden, ist wie auch schon beim Vorgänger der Bezug auf ihre Prequel-Romane zu stark im Vordergrund. Dune 7 ist eindeutig nicht der Abschluss den Frank Herbert selbst geschrieben hätte, aber für das, was wir haben, ist es okay. Dennoch merkt man auch hier immer wieder ein wenig das Kevin nun mal ein Star Wars-Autor ist – ich warte eigentlich nur auf einen „Brückenroman“, welcher Dune mit Star Wars verknüpfen soll. Allerdings sind wir noch nicht ganz fertig mit unserer Betrachtung von Dune, ein Buch fehlt noch – aber dazu kommen wir bald…

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