Dune: The Winds of Dune

Eine Romanbesprechung von Infernal Teddy

Eines meiner Jahresprojekte für dieses Blog ist eine so vollständig wie mögliche Reihe von Rezensionen der Dune-Romane, sowohl der ursprünglichen Roman von Frank Herbert als auch der Fortsetzungen, Prequels und Prequels der Prequels von seinem Sohn Brian Herbert und dem berühmt-berüchtigtem Star Wars-Autor Kevin J. Anderson. Ich werde dabei innerhalb des Settings chronologisch vorgehen, sprich nicht in der Veröffentlichungsreihenfolge. Erinnern wir uns also: “A beginning is a very delicate time…”

Legends of Dune:
Butlers Djihad
The Machine Crusade
The Battle of Corrin

Schools of Dune:
Sisterhood of Dune

Prelude to Dune:
Das Haus Atreides
Das Haus Harkonnen
Das Haus Corrino

Dune:
Der Wüstenplanet
Der Herr des Wüstenplaneten

Heroes of Dune:
Paul of Dune

Und wieder haben wir es mit einem Interludium aus den Federn von Brian Herbert und Kevin J. Anderjerk zu tun, einem Roman welches im Dune-Universum von Frank Herbert. Dieses mal angesiedelt zwischen Der Herr des Wüstenplaneten und Die Kinder des Wüstenplaneten. Das letzte solche Interludium hat ja wie der geneigte Leser nachprüfen kann bei mir…. seien wir mal nett, wenig Anklang gefunden. Es stellt sich also die Frage wie dieses Buch, welches ursprünglich den Titel Jessica of Dune hätte tragen sollen vor meinen Augen besteht. Besprochen wird dieses mal wieder die englische Taschenbuchausgabe.

Das Buch eröffnet wenige Wochen nach dem Ende von Der Herr des Wüstenplaneten. Paul Muad’dib ist auf Arrakis in die Wüste hinausgegangen und hat seine Schwester Alia als Regentin seines Reiches hinterlassen, bis seine Kinder, die Zwillinge Leto II. und Ghanima volljährig sind. Nun ist ein Schiff der Gilde über Caladan eingetroffen, wohin sich Pauls Mutter Jessica zurückgezogen hat, und verkündet die Botschaft vom Tod Muad’dibs. Nun sieht sich Jessica dazu gezwungen, mit Gurney Halleck zusammen dorthin zurückzukehren wo ihre Familie schon einmal beinahe alle verloren hatte: Arrakis. Auf dem Wüstenplaneten hat sich innerhalb eines Monats vieles geändert: Alia hat den wiederauferstandenen Duncan Idaho geheiratet, und beginnt nun einerseits die religiöse Bürokratie zu einem gnadenlosen Machtinstrument auszubauen, anderseits sich immer weiter in Machtspiele zu verstricken. Als dann die Totenfeier für Paul Muad’dib vom ketzerischen Historiker Bronso von Ix gestört wird, Alia beginnt, dem Imperium ihre größenwahnsinnige Pläne aufzudrücken sieht sich Jessica gezwungen, Gurney und Irulan die Wahrheit über Bronso zu verraten – und warum er auf keinen Fall aufgehalten werden darf.

Teil von Jessicas Geschichte ist auch eine Rückblende zu Pauls Jugend, und zu einer Zeit zu der er – ähnlich wie sein Vater Leto vor ihm – für ein Jahr nach Ix geschickt wurde um an der Seite von Bronso, dem Sohn von Rhombur, dem Prinzen von Ix zu lernen. Doch Tessia, Bronsos Mutter und eine Bene Gesserit, wird von der Schwesternschaft entführt, die Wahrheit über Bronsos Herkunft kommt ans Licht, und beide Jungen nehmen Reißaus. Es kommt zu eine Suche durch das Imperium, die mit Rhomburs Tod endet, und einem scheinbar unüberwindbaren Keil zwischen den Häusern Vernius und Atreides treibt – bis Paul selbst seinem Jugendfreund eine gefährliche und scheinbar unmögliche Mission anvertraut.

Fazit:
Es mag erstaunlich sein, aber wir haben es tatsächlich mit einem Dune-Roman zu tun der nicht von Frank Herbert stammt, un mir tatsächlich ganz gut gefällt. Den beiden Autoren gelingt es hier aus einer Randfigur die in Der Herr des Wüstenplaneten kurz Erwähnung findet einen interessanten Charakter zu formen, mit dessen Hilfe sie tatsächlich einige lose Enden verknüpfen, sowohl innerhalb ihrer eigenen Fanfiction als auch zwischen ihren Romanen und den ursprünglichen Büchern. Auf einer Stufe mit der Prelude to Dune-Trilogie, und wesentlich besser als der unsägliche Vorgänger Paul of Dune. Leider setzt dieses Buch allerdings Kenntnis des Vorgängers voraus, so das man ihn nicht uneingeschränkt empfehlen kann. Aber gut, das war jetzt unsere letzte Begegnung mit den Brian und Kevin, zumindest bis wird zum zweiteiligen Ende der Reihe kommen – als nächstes werden wir uns über Die Kinder des Wüstenplaneten unterhalten.

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