Todesstille

Roman 106

Ein Dorf mit verlassener Burg am Rande der Rotaugensümpfe im Bornland wird einer Gruppe Borongeweihter vom Bronjaren geschenkt, weil dessen Bruder ebenfalls Borongeweihter werden soll und mit der Gruppe zieht. Nachdem diese das Dorf erreicht hat, stellt sich jedoch heraus, dass in der Burg seltsames vorgefallen sein muss. Auf dem Boronsanger existieren keine Gräber der Burginsassen, einige Dorfbewohner hören nachts Schreie und Wehklagen und dann finden die Boronsgeweihten auch noch eine geheime Kammer mit arkanen Schriften.

Die ehemaligen Insassen sind auf unbekanntem Weg zu Geistern geworden, die nun einen Weg suchen weiter in die materielle Welt einzudringen und denen die neuen Bewohner der Burg gerade recht kommen.
Die Dorfbewohner reden nicht über die Ereignisse von vor einigen Jahren, als die Burgbewohner im Krieg gefallen sind und so müssen sich die Boronsgeweihten auf machen und auf anderen Wegen Erkenntniss gelangen, wer tote Raben unter den Türmen vergräbt.
Hinzu kommen ein strenger Winter, eine Norbadensippe und ein nahes Goblinlager, welche die Situation noch weiter verkomplizieren, da zunächst die Goblins für die seltsamen Vorfälle verantwortlich gemacht werden und ein Abbild der Burg in der Nähe des Lagers, das trotz Betonung der Goblins, dass es sie schützen würde, zerstört wird. Dadurch festigt sich die Bindung der Geister weiter und es tauchen erste Todesfälle auf.
Die Lage spitzt sich immer mehr zu und letztlich wissen die Geweihten nicht mehr, ob sie die Namenlosen Tage überleben werden.

Das Buch beschreibt im groben drei Handlungsstränge. Zunächst jenen des Bronjarensohnes, der Borongeweihter werden möchte und der restlichen Geweihten mit abwechselndem Fokus auf dem Jungen und einer jungen, recht redseligen Geweihten; Dann aus Sicht zweier Leibeigener, die von ihren Höfen fliehen mussten, da sie sich lieben, aber dieses nicht gestattet ist und die zufällig die Burg erreichen. Einige Abschnitte beschreiben auch die Sicht der Geister und ihrer Gedanken.
Das Buch ist am Anfang relativ spannend gestaltet, da man als Leser wenig weiß und versucht wie auch die Potagonisten dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Auch die Abschottung der Dorfbewohner, das Auftauchen der Norbarden und Goblins, sowie die Beziehungen zwischen den Borongeweihten lesen sich sehr gut. Spitzen sich die Ereignisse dann jedoch immer mehr zu, gewinnt man als Leser mehr und mehr den Eindruck, dass der Autor nicht recht wusste, wie er das ganze beenden sollte und so findet man sich schließlich am Ende des Buches wieder mit einem unbefriedigtem Geist zurück gelassen.
Die Geschicht hangelt sich zwar an aventurischen Begebenheiten auf, aber das Gefühl wirklich in Aventurien zu sein, will sich nicht recht einstellen.

Der Roman erhält daher 3/5 Punkten.

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