Das Leben eines Gezeichneten – Teil 5

Staub und Sterne - Teil 4

13 Boron
Offensichtlich hatten alle überlebt. In einigen Fällen vielleicht leider. Der Aufseher jedenfalls war zufälligerweise und wohl zu seinem Unglück an besagtem Abend dort gewesen und jetzt nicht mehr in der Lage jemandem Fragen zu beantworten – zumindest den meisten nicht, aber es dürfte ein recht hohes Risiko sein an einem solchen Ort einen Geist zu rufen, daher ließ ich von dieser Idee ab. Ich fragte Bhukar, wohin er gerne gehen würde, immerhin ist er schon mal
hier gewesen, wenn auch in einer misslichen Lage. Bhukar schlug vor, nicht wie ich dachte nach Nordwesten, sondern nach Südosten zugehen, in die Richtung, in die der Dämon verschwunden war. Ich muss irgendwie einen merkwürdigen Eindruck gemacht haben, denn er fragte mich unverfangen, ob es mich nach Nordwesten ziehen würde. Ich antwortete mit einem undefinierbaren Laut, da auch Adaque daneben stand, und ich das ungerne zugeben würde. Sie warf mir immer so merkwürdige Blicke zu.
Nach Ewigkeiten bequemten sich auch die beiden anderen aus der Miene und wir liefen wieder einmal durch den roten Wüstenstaub, der inzwischen schon hässliche rote Flecken auf meiner schwarzen Robe hinterlassen hatte, die wohl so ohne weiteres nicht mehr verschwinden würden, nach Südosten. Aber als wäre ich Flecken nicht gewohnt.
Der Aufseher schien ein Amulett, ein Horn und technische Pläne der Miene bei sich gehabt zu haben. Warum auch immer er Pläne seiner, vermutlich mitentworfenen, Mine mit sich herumtrug. Vielleicht sein Meisterstück oder ähnliches. Das Amulett jedenfalls zierte ein großes G in Zahjad. Kein Dämonenzeichen also, nur ein Buchstabe. Die Elfe schlug in einem Anfall von Humor vor, dass es für Gold stehen könnte, aber ich konnte nicht darüber lachen.
Gegen späten Nachmittag konnten wir in der Ferne eine Kuppe erkennen. Ein recht seltsames Gebilde, da der Boden im Allgemeinen flach ist hier oben. Nachdem wir näher herangetreten waren, stellte es sich als großer Ring heraus, auf dem in großen Abständen Polylithen standen, die nach eingehender Untersuchung allerdings ähnliche Merkmale aufwiesen wie die Ringe in der Mine, die die Arbeiter in Schranken hielten. Adaque, offensichtlich unbefangener wollte durch
die unsichtbare Schranke, die die Polylithen erstellten, gehen, doch sie wurde durch starke Schmerzen davon abgehalten. Ebenfalls neugierig, ob es auch für Magier gälte, trat ich eine Schritt vor, und es passierte ähnliches. Ein kurzer heftiger Schmerz und ich fand mich einige Schritte zurück wieder.
Während die anderen überlegten, ob es sinnvoll sei dort durchzugehen, und der Maraskaner versuchen wollte das Amulett zu benutzen, obwohl er es mir gegeben hatte und ich damit offensichtlich keinen Fortschritt erzielt hatte, versuchte ich es an einer anderen Stelle erneut. Dieses Mal mit Erfolg. Doch um welchen Preis? Der Schmerz war schlimmer als vorher, aber nicht auf eine durchdringende Art, sondern auf eine alles-Leben-entziehende. Nach zwei weiteren Schritten wurde mir schwarz vor Augen, und als ich wieder zu mir kam, lag die Elfe schief neben mir und versuchte mich zu wecken. Offenbar unterlag sie einem Axxeleratus,
denn sie war kaum zu verstehen. Langsam, alle Knochen schmerzend und völlig ohne jeglichen Wunsch etwas anders als schlafen zu wollen, erhob ich mich um mich umzusehen. Ich war inmitten einer Senke gelandet, die noch weiter hinab führte. Tatsächlich sehr viel weiter, denn die Elfe verschwand im rötlichen Staub des Bodens, der bisher eher kniehoch gewesen war.
Ich sah mich nach den restlichen Mitgliedern der Truppe um. Bhukar sprang mit Anlauf durch die Barriere und heulte laut vor Schmerz. Der Armreif leuchtete hellrot auf und schien die Haut zu verbrennen. Die beiden Restlichen stritten sich darum, ob Adaque nun über die Barriere treten sollte oder nicht, während ich mich, zugegebenermaßen langsam, auf den Weg machte um Bhukar zu untersuchen. Er schien bis auf den Arm, der kein schöner Anblick war, unverletzt zu sein. Und ich verband notdürftig die verbrannten Stellen, wohl wissend dass dies wenig
Nutzen bringen wird.
Nach einiger Zeit entschloss sich auch Adaque die Barriere zu queren, aber diesen Umstand bemerkte ich kaum, denn Bhukar hatte einen weiteren Fetzen Erinnerung erhalten. Einen schier unglaublichen, der aber einiges erklärte. Bhukar war nicht wie angenommen vom Drachen gesandt, sondern war er höchst selbst. Offensichtlich gebannt in diesen Körper, durch Verlust der Erinnerung und den Verlust seines Karfunkelsteines. Wie schon berichtet wollte er Liscom
das Handwerk legen.
Aber er verlor… und nicht nur seine Erinnerung, auch sein Karfunkelstein wurde ihm abgenommen. Und ohne kann er sich nicht in seine wahre Gestalt zurück verwandeln. Ich gebe zu, dass ganze klingt ziemlich unglaubwürdig, aber ich habe die Aura gesehen. Bhukar denkt, dass Liscom hier in der Wüste jetzt jemanden entführt hat, muss damit zusammenhängen, dass er Borbarad wieder zum Leben erwecken will. Eine interessante Aufgabe. Und, natürlich aus rein theoretischer Sicht, interessiert es mich schon, wie er dies bewerkstelligen will.
Nichts desto Trotz machten wir uns auf den Weg in Richtung Heimstatt des Magiers. Durch den roten Staub hindurch in ein üppig grünes Tal. Eine recht sonderbare Aussicht, mitten in der Wüste. Ein bisschen irritierend, ein bisschen irreal, aber das war der Rest der Wüste ebenfalls. Es wirkte fast wie meine Heimat im Dschungel nahe Brabak. Nur die Echsen, die über dem Tal kreisten, störten gewaltig den Eindruck der Landschaft.
Natürlich musste der Maraskaner wieder mit ‚klugen‘ Ideen daher kommen. Man könne ja, wenn denn Bhukar sich bereit erkläre, auf den Echsenwesen zum in einiger Ferne liegenden, offensichtlichen Turm des Magiers fliegen, um ihn zu überraschen. Weil vor dem Tor ganz bestimmt Wachen ständen, und man da eh nicht hineingelangen könne. Das jedenfalls waren seine Worte. Manchmal frage ich mich, wie ein Mensch mit solchem Verstand überhaupt irgendwo hin gelangen kann. Warum sollte denn Liscom in einem durch eine Halbwüste, schreckliche von Geistern übersäte Schluchten, zwei Tage Vollwüste ohne Wasser und Nahrung und Schutzring aus Polylithen – gesichertem Turm Wachen vor seiner Tür aufstellen? Das wäre eine völlig bescheuerte Idee und Verschwendung von Ressourcen. Aber der Maraskaner ließ sich nicht eines besseren belehren, und natürlich hatte ich am Ende Recht.
Bhukar ging darauf ein und er bekam seine Echse. Was weiter passierte tangierte mich nur am Rande, denn ich war schon auf dem Weg zum Turm mit Adaque und der Elfe, und letztlich auch Bhukar. Der Turm, der auf einer Felsnadel steht, kann über eine breite Brücke erreicht werden, und war mit einem großen Tor vom Rest der Welt hier unten abgeschottet, auf dem ich Dämonen und andere Dinge eingezeichnet erkennen konnte. Etwas weiter entfernt schien ein Aufzug nach
unten ins Tal zu führen, mit dem man vermutlich den Fuß der Nadel erreichen konnte.
Die Elfe wirkte einen Zauber um die Anwesenheit von Lebewesen hinter dem Tor zu erspüren und teilte uns die Existenz von vier Wesen mit. Noch während wir überlegten, wie wir durch das Tor, oder am besten auf anderem Wege in den Turm gelangen könnten, preschte der Maraskaner, vermutlich genervt vom offensichtlichen Scheitern seiner Flugaktion, zum Tor und entriegelte es mit Phexeskunst.
Ohne groß auf unsere Anwesenheit zu warten, rannte er weiter in den Turm hinein, und auch diese Handlung trug ihm keine Erfolg ein, denn schon kurze Zeit später erklangen Schreie aus dem Turm, worauf wir uns auf dem Weg machten, ihm zu helfen, oder seine Überreste (in meinem Fall), sollte er in eine magische Falle gelaufen sein, den Turm hinunter zustoßen. Manchmal wundere ich mich, ob die Menschen an sich in solchen Situation nicht aus schierer Neugierde und Sensationslust zu einem solchen Geschehen laufen, denn grundsätzlich besagen Schreie ja nicht, dass es ein lustiger Abend ist, auf den man sich zu bewegt. Unter Rücksichtnahme sowohl meiner angeschlagenen Gesundheit und meiner astralen Kräfte bewegte ich mich langsamer auf den Eingang zu als die anderen. In einen Kampf zu geraten war noch nie mein Herzenswunsch. Ich bin nicht direkt schlecht in solcherlei Dingen, aber es liegt mir einfach nicht, sinnlos Blut über den Boden zu verteilen, schon gar nicht wenn es meines ist.
Der Kampf war praktisch zu Ende als ich im Turm ankam. Zwei der Schlangenmenschen lagen tot am Boden, aber das eigentlich interessante war eben dieser. Der Boden war von einem nun etwas schmutzigen Mosaik bedeckt, dass ein Heptagramm und Echsen zierten. Bewundernd und abgestoßen zugleich trat ich heran um es genauer zu untersuchen, musste aber feststellen, dass dafür einiges an Zeit verstreichen würde, die wir nicht zu Verfügung hatten. Den Turm weiter hinein erreichten wir eine Treppe, die ins erste der vermutlich drei Stockwerke führte. Der Raum in dem die Treppe endete war behangen mit Bildern, die Schlachtszenen darstellten. Seltsamerweise begann Adaque die Bilder abzuhängen, und mein Verdacht, sie könne eine Diebin sein, bekam Nahrung. Aber sie wollte wohl nur schauen, ob dahinter Löcher wären um durchzuspähen. Als hätte ein Magier das nötig. Aber wenn es ihr Gewissen beruhigt – warum nicht.
Der nächste Raum den wir betraten war wundervoll eingerichtet. So wie ich es mir doch häufiger gewünscht hatte. Bis auf das Bild an der Wand gegenüber. Es zierte das Objekt der Begierde von Liscom in diesen Tagen, und nun wusste ich auch wer die Erscheinung neulich in der Wüste gewesen war – ER. Ich begann mir nun doch große Sorgen zu machen, wohin das wohl führen könnte, und erlag einem schrecklichen Gedanken: Wenn ich jemanden zum Leben erwecken wollte, der schon lange tot ist, dann würde ich am ehesten versuchen, dass dort zu machen, wo er verstarb. Und das war definitiv nicht hier im Turm. Sondern im Nordosten. Und dann hätten wir ein großes Problem. Morgen ist der 14. Boron, und ich weiß nicht wann die Konstellation eintreten wird. Es könnte sehr früh am 16 passieren. Ich hoffe, dass ich mit meiner Vermutung falsch liege und doch irgendwo über unseren Köpfen, oder unter unseren Füßen der Magier zu finden sei, glaube aber nicht mehr recht daran. Er hätte die Flugechse direkt bemerkt und intervenieren können.

Hmm… der einzige Raum der hier noch zur Untersuchung blieb, stellte sich als Küche heraus. Und zwar als Küche mit Inhalt. Also Koch, vermutlich. Und inklusive Armreif. Der Maraskaner wollte den Koch verhören, aber so etwas hab ich bisher noch nicht erlebt. Nach meinen Erfahrungen in der Mine schien es ja offensichtlich so, dass diese Menschen alleine Ehrfurcht vor meiner schwarzen Kleidung haben, also hätte es vermutlich genügt, dass ich den Mann freundlich befrage. Zumindest schien seine Art der Antwortwahl ebenfalls darauf zu schließen, dass er uns beileibe keine Steine in den Weg legen wollte. Aber offensichtlich musste er den Mann quälen um Antworten zu erhalten. Vielleicht ein persönliches Bedürfnis? Wer kann das schon sagen…
Ich ging also zusammen mit der Elfe, die nur halb mitgehört hatte, und augenscheinlich ebenfalls nicht glücklich darüber war, die Treppe weiter hinauf, um mich unversehrt in den Schlafgemächern wieder zu finden. Und was für Gemächer. Das alles hier muss tausende von Dukaten gekostet haben, und alleine der Aufwand, alles bis hierher zu bringen.. – vorausgesetzt natürlich, dass er es nicht von einem Dämon hat stehlen lassen – nun ja, ich werde sehen wie sich die Sache weiter entwickelt. Oberhalb der Schlafräume befanden sich nach unserer Ansicht nur noch der Lagerraum zur Bewaffnung des Turmes und die Turmspitze, alles in allem eher uninteressant verglichen mit dem Rest des Gebäudes.
Wieder unten in der Küche, trafen wir nur noch Adaque an, die neben dem schlafenden Koch saß und allerlei Essen in sich hineinstopfte. Fast widerlich… Auf die Frage wo denn wohl der Hund stecken würde, meinte sie, in der offensichtlich Annahme, dass sei etwas gutes, dass er nach unten gegangen sei, um die letzte der ehemals vier Schlangen zu töten. Schön blöd. Alleine in unbekannte Räume eines Turms zu gehen, der einem offensichtlich nicht sehr
freundlichen Burschen gehört. Freundlich im allgemeinen… im speziellen hoffe ich, dass vielleicht niemals feststellen zu müssen.
Der Maraskaner kam uns allerdings schon auf halben Weg nach unten wieder entgegen und stammelte etwas von einem Dämon im Keller, mit roten Augen und so… Also machten sich Adaque, die Elfe und ich auf den Weg in den besagten grausigen Keller, um festzustellen, dass dort tatsächlich ein Wesen mit roten Augen stand… allerdings eine Gargyle, also eine Chimäre, kein Dämon. Nicht unbedingt ungefährlicher deshalb, aber von den Auswirkungen weniger
katastrophal. Der Raum in dem sich das Ding befand, wurde zum Lagern einiger Gegenstände verwendet, und man konnte direkt vor uns einen Durchgang erkennen, in den sowohl Adaque als auch ich uns aufmachten, nur um festzustellen, dass es ein weiter Lagerraum ohne Ausgang, aber dafür inzwischen mit lebender Tür geworden war. Wir mussten leider auf die Hilfe der Elfe warten, die das Tier zusammen mit Adaque erledigte, allerdings Adaque gleich mit… also fast. Ich
konnte sie dann doch stabilisieren, bis Bhukar von seinem Posten am Eingang zu uns kam und sie einigermaßen wiederherstellte. Noch zwei weitere ebenso fensterlose Räume befanden sich hier in diesem Geschoß. Zum einen ein Lagerraum mit einer Treppe nach unten, und ein
weitere Lagerraum, allerdings mit einer wahrlich riesigen Auswahl an alchemischen Zutaten. Die natürlich alle bis auf die Elfe gleich wieder einsammeln mussten. Ich wies darauf hin, dass das unter Umständen eine äußerst dumme Idee sei, denn manche Flüssigkeiten sich an der Luft spontan entzünden könnten. Also beschränkten sich die beiden auf feste glänzende Materialien. Was eine Verschwendung.
Irgendwas schien im Raum mit der Treppe gewesen zu sein. Zumindest hat die Elfe eine Luftbewegung wahrgenommen. Eine merkwürdige Sache.
Die Treppe hinunter erschien eine weitere Gargyle, die die Elfe ebenfalls mit ihrem Bogen niederstreckte. Wobei das eher das falsche Wort ist, denn sie bleiben ja einfach stehen, wenn sie getötet worden waren.
Der Raum jedenfalls war in höchstem Maße für mich von Interesse. In der Mitte klaffte ein großes Loch und schräg dahinter befand sich ein silbernes Pentagramm im Boden. Weitaus mehr die Aufmerksamkeit auf sich zog allerdings ein kleiner Tentakel aus dem Loch vor unseren Füßen. Aus dem schnell mehrere wurden. Der Elfe und Adaque schien das nicht geheuer und sie flohen wieder die Treppe hinauf.
Ich bin sehr stolz auf mich. Ich hab es tatsächlich geschafft, die Beherrschung über den Dämon zu erlangen. Ich hatte offensichtlich mehr Glück als mir zustehen sollte. Aber darüber werde ich mir später Sorgen machen. Gerade als der Dämon bereit war den Hund zu zerreißen, verlor er den Befehl und wandte sich mir zu… ein bisschen Schade fand ich das schon, muss ich zugeben…
Aber gut, ich schickte, aus Ermangelung besserer Ideen, die in irgendeiner Art und Weise nützlich wären, den Dämon zurück nach Hause. Ein recht imposantes Schauspiel so eine Bannung. Aber offensichtlich vom Hund, den Bhukar inzwischen wieder gehfähig gemacht hatte, als weiterer Angriff gewertet, versuchte er den schwindenden Dämon mit seinen vermutlich nutzlosen Säbelchen zu erfassen, die natürlich sofort eiskalt wurden. Und ich weiß nun wovon ich spreche! Er konnte sie allerdings rechtzeitig zurückreißen, bevor er sie verlor.
Nachdem sich der Dämon nach hause begeben hatte, untersuchte ich den Raum etwas gründlicher, und fand, neben einigen magischen Artikeln auch ein Buch über Chimärenerschaffung, die mich persönlich aber nie gereizt hatte. Das Heptagramm in der Mitte des Raumes, auf der Falltür, durch die der Dämon kam, diente offensichtlich dazu, den Dämon innen zu halten, nicht etwas zu beschwören, oder vermutlich auch um etwas zu beschwören.
Ein Schrank aus Metal und sehr massiv schien Bhukars Interesse zu wecken, so dass wir uns alle darum versammelten und der Hund ihn schließlich mit Goldleim öffnete. Drinnen war einzig ein Bündel Kräuter, aber Bhukar konnte die Spur seines Steins aufnehmen, die auf eine Geheimtür in der Wand deutete, die so auch schnell zu finden war.
Die ganze Sache erkläre ich mir so, dass Liscom durch die Tür getreten ist und den Dämon losgelassen hat, den Stein mitgenommen, und dann wieder verschwunden ist, während die Elfe die Gargyle tötete. Großartige Sache…
Ich muss unbedingt schlafen, ich hab einfach keine Lust mehr auch nur einen Schritt vor den anderen zu setzten, und offensichtlich ermöglichte diese Tatsache, oder die Nähe – und diese Option beunruhigt mich bei weitem deutlich mehr – einen klareren Empfang, der Stimme in meinem Kopf. Das ist nicht gut. Sie sagte ‚mein Weg sei ein anderer‘ und ich solle die Rückkehr unterstützten. Leicht durcheinander und verwirrt folgte ich den anderen weiter hinunter, nicht
mehr wirklich wahrnehmend was um mich herum passierte, da ich nicht wusste – ach, nicht weiß – was man in einer solchen Situation tun sollte. Wieder halbwegs gesammelt, die Stimme zunächst ignorierend, stand ich in einer Folterkammer im unteren Geschoss.
An der Wand stand ein Aufbewahrungsbehälter für Utensilien in dem eine Phiole mit einer weißen Substanz lagerte, die ich an mich nahm. Der einzige andere Raum in diesem Geschoss stellte sich als der Aufbewahrungs- und offensichtlich Fütterungsraum für den Dämon heraus. Es lagen sogar noch einige Reste in der Ecke.
Die Treppe weiter hinunter gelangten wir zum Boden des Tals. Die Erde unter unseren Füßen leicht festgetrampelt, und der Praiosaufgang nahe gingen wir zu den entfernt liegenden Hütten hinüber.

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