Tuzak Mortis

Roman 153

Der dritte und abschließende Teil der XMortis Reihe. Leider steht (vermutlich bald stand) diesem Blog nur dieser Teil zur Verfügung, weswegen kein Bezug zu den ersten beiden Teilen gegeben werden kann – wohl aber natürlich eine Aussage dazu ob es verständlich ist.

Madajin wollte eigentlich eine gemütlich Schiffspassage nach Tuzak unternehmen um sich dann in seiner Heimat zur Ruhe zu setzen, doch irgendwie kommt es dann doch anders. Zuerst ist das Schiff kein nettes kundenfreundliches Schiff, sondern will die zahlenden Gäste auch noch auf dem Sklavenmarkt in Jergan verscherbeln, und als Madajin dann auch noch den rettenden Einfall hat um aus dem Schiff zu kommen, wird er gleich über Bord geschleudert und nimmt auch noch jemanden mit sich.
Aber immerhin ist dieser jemand weiblich, wie Madajin feststellen muss als er an der Küste Maraskans zu sich kommt. Weiblich und überaus hübsch. Nur leider mies gelaunt, weil sie ebenfalls ja über Bord gerissen wurde.
Nach einer etwas unschönen Begegnung im maraskanischen Dschungel treffen die beiden auf eine lokale Widerstandsgruppe, bei der sich ihnen einer der Widerständler anbietet sie bis nach Tuzak zu bringen. Doch auch in Tuzak ist es bei weitem nicht so ordentlich und nett wie sich Madajin das vorgestellt hat. Zunächst sucht er nämlich zusammen mit Rajida, die sich zu seinem Verdruss mehr für ihren Urwaldführer zu interessieren scheint, seinen ehemaligen Mentor auf. Der nach einigen Anekdoten einwirft, dass seit einiger Zeit Menschen in Tuzak ermordet werden. Menschen, die er kennt. Und deshalb bittet er seinen ehemaligen Schüler dem nach zu gehen. Eigentlich will Madajin nicht, aber Rajida ist interessiert und sagt zu. Doch hat sie vielleicht aus einem anderen Grund zugestimmt das zu untersuchen? Und warum ist Ephrajin immer noch in der Stadt und nicht bei seiner Rebellengruppe und beginnt sich auch dafür zu interessieren?

Der Roman ist leichte Kost für zwischendurch, wartet aber auch mit der einen oder anderen Überraschung auf. Die Charaktere sind sind recht vielschichtig – gut, das war zu erwarten bei einem Charakter der schon die Hauptfigur in zwei anderen Romanen war, aber eben auch die nur in diesem Band auftauchenden, wie eben Rajida oder Ephrajin.
Was der Roman vor allem macht ist dem Leser das Leben auf Maraskan näher zu bringen. Und zwar nicht durch langweilige Beschreibungen, sondern einfach durch die Aktionen der Figuren in der Stadt und vor allem die unterschiedliche Sichtweise von Madajin als ‚lange von Maraskan weg‘, Rajida als ’noch nie auf Maraskan gewesen‘ und Ephrajin als ’schon immer dort gewesen auch in den schlimmen Zeiten‘. Die politischen Ereignisse in diesem Band haben natürlich auch tatsächlichen Bezug in der aventurischen Geschichte, der Roman ist also praktisch Geschichte zum mitlesen und erleben.
Das Ende des Bandes ist allerdings etwas unbefriedigend, hat man doch das Gefühl, der Autor versucht sich ein Hintertürchen offen zu halten, falls er doch noch den Hauptakteur weiter verwenden möchte und lässt deswegen viele Stränge offen.

Wer noch etwas mehr über die Hintergründe des Romans erfahren möchte, dem sei der Werkstattbericht ans Herz gelegt

Fazit
Wer die ersten beiden Teile gelesen hat, wird sich sicherlich auch über diesen Band freuen (genaueres kann wie gesagt auf Grund von fehlenden Kenntnissen über die ersten beiden Teile dazu nicht gesagt werden). Wichtiger ist aber wohl, dass auch bei völliger Unkenntnis das Lesen und vor allem Verstehen dieses Romans kein Problem ist und der Leser direkt in die Geschichte eintauchen kann.

Mit freundlicher Unterstützung in Form eines Rezensionsexemplars von der Ulisses-Spiele GmbH und dem F-Shop.

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