The Fallen World Chronicle Anthology

Die Mage: the Awakening-Antholgie, besprochen von Infernal Teddy

Die Welt wie wir sie kennen ist eine Täuschung, ein Gefängnis für unseren Verstand, für unsere Seelen. Diese Welt ist eine Gefallene, und darüber liegt die wahre Welt, eine Welt aus Magie. Schade nur, das sie uns verschlossen ist, uns auf ewig gestohlen wurde.

Ich kaufe mir im Moment die neuen Editionen der Spiele der neuen Welt der Dunkelheit zusammen, der Chroniken der Dunkelheit wie man sie heute nennt, und zu jedem Grundregelwerk lege ich mir auch die entsprechende Anthologie zu. Wir hatten uns schon über Truth Beyond Paradox zur M20 unterhalten, und über Interface zu Demon: the Descent. Heute schauen wir uns die Anthologie zu Mage: the Awakening an, The Fallen World Chronicle Anthology.

Gekauft hatte ich die Anthology als Print on demand Taschenbuch über DrivethruRPG. Vom Format her ist es ein Trade Paperback, nicht das klassische Taschenbuch, und 135 Seiten stark. Das Layout ist recht einfach gehalten, ohne mehr Artwork als der „Mage Totenschädel“. Insgesamt sind zwölf Kurzgeschichten enthalten, von denen vier bereits in Quellenbüchern zu Mage erschienen sind (Wobei ich selbst nur zwei davon vorher kannte).

Die erste Geschichte, The Hanged Woman, von Wood Ingham, ist auch einer der Beiden die ich erkannt habe. Ursprünglich aus dem Quellenbuch Legacies: the Sublime, skizziert die Geschichte eine Reise in die Erinnerungen einer jungen Magierin, welche in ihrer Musik ihre Macht und ihre Zuflucht gefunden hat. Die zweite Geschichte, Open Carry von Matthew McFarlandd, folgt einem Magus, welcher einem Geist, einem Spirit nachstellt, welcher immer wieder Menschen als Mordwerkzeuge nutzt. Wie Magier mit einander umgehen, und wie eine Maga mit einem Eindringling im Gebiet eines Conciliums umgeht – und das Magi nicht unbeingt gute Menschen sind – wird in The Intruder Tristan von J. Tarwater beschrieben. Die nächste Geschichte, Crimson Lips von Eddy Webb, gibt dem Leser ein gewisses „Noir Vibe“ beim lesen, und zeigt zwei Magi auf der Suche nach einem Wesen, welches von Fragen lebt – gefährlich für ein Mitgleid der Eleventh Question, einer Legacy welche immer die richtigen Fragen kennt. Aber die Magi der Diamond Orders sind nicht die Einzigen, welche in dieser Anthologie einen Auftritt bekommen, auch die Seers of the Throne haben ihren Auftritt – und zeigen in Obedience von Geoff Skellams auch, was es kosten kann wenn man den Herren der Welt dienen will. The Storyteller, von Rick Chillot, stammt ursprünglich aus Intruders: Encounters With the Abyss. Ein Magus webt sich in die Träume und Geschichten eines Jungen ein, beim Versuch eine Entität zu vernichten, welche aus dem Abgrund stammt, welcher sich zwischen der Gefallenen und der Supernal Welten spannt. Für Fans des Boston-Quellenbuchs gibt es die Geschichte The Unmurdered Man von Malcolm Sheppard, in der wir nochmal einen Besuch beim ehemaligen Hierarchen von Bosten machen, und einen Hinweis auf das Gleichgewicht zwischen den Erzamgi bekommen. Eine ganz andere Art von Geschichte ist The Wheel, von John Newman, präsentiert eine Skulptur, ein Artefakt, welches vor langer Zeit einem finsterem Zweck mit atlantischen Runen geweiht wurde. Wood Ingham meldet sich mit Imaginary Skin wieder zu Wort, und zeigt eine Gruppe Magi, welche eine Gruppe intelligente Cryptids entdeckt hat und sich nun überlegen muss wie sie damit umgehen. Wer sehen will, wie Magi um Einfluss kämpfen während sie den Mysterien der Welt nachgehen sollte sich den Sorgerechtsstreit in Eric Zawazdkis Custody Battle genauer anschauen. Eine sehr viel persönlichere Geschichte ist The Tahmanawis Stick von Geoff Skellams. Ein Thyrsus, ein Schamane, trifft auf einen Mann, welcher auf der Flucht ist vor Spirits, welche einen sehr unnatürlichen Wald bewohnen, und die einen Anlass zur… Beschwerde haben. Die letzte Geschichte der Anthologie, The Human Heart von Malcom Shepppard, ist nur zwei Seiten lang, und spricht darüber, welchen Preis Magie haben kann wenn man nicht vorsichtig ist.

Fazit:
The Fallen World Chronicle Anthology präsentiert mit seinen zwölf Geschichten eine vielseitige Sicht auf die Welt der Dunkelheit, in der sich die Magi von Mage: the Awakening bewegen. Jede Geschichte zeigt eine eigene Facette der Welt auf, und gibt dem Leser ein Gefühl für einen anderen Teilbereich des Spiels. Dave Brookshaw, der Line Developer für Awakening hat hier eine gute Anthologie zusammengestellt, auch wenn man vielleicht weniger Geschichten aus den Quellenbüchern hätte nehmen müssen. Nicht so gut wie die Actual Play Threads die Brookshaw auf rpg.net gepostet hat, Broken Diamond und The Soul Cages, aber ein guter Einsteig ins Setting.

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