Söldner, Skalden, Steppenelfen

NSCs für Spielleiter Part Three

Wie schon letztes Jahr gab es auch dieses Jahr zur Spiel 2014 einen Meisterpersonenband. Der dritte inzwischen. Wie schon seine beiden Vorgänger ist auch dieser Mitglied der purpurnen Reihe, was ja die Farbe der reichen und schönen im MA gewesen ist – so jedenfalls die Erklärung vom ersten Band.
Und ebenso wie die Vorgänger ist auch dieser Band in Vollfarbe. Alle Charaktere und sonstige Abbildungen sind somit bunt und farbig. Und wieder macht es damit natürlich das pdf etwas größer als es sonst die DSA pdfs sind. Statt der fast 100Mb des zweiten Bandes allerdings nur 78Mb. Da es ja nun schon der dritte Band ist, stellt sich natürlich vor allem eine Frage: Wie viele wirklich sinnvolle NSCs finden sich denn darin überhaupt noch? Schauen wir uns das doch ein mal an:

Wie schon in den beiden Bänden vorher gibt es hier Meisterpersonen, die den Spielern in Abenteuern über den Weg laufen können und auch ihre eigenen Abenteuervorschläge mitbringen. Auch hier gibt es wieder 64 Personen mit dieses Mal 8 Magiern bzw magischen Traditionen und 5 Geweihten. Die überwiegende Mehrzahl ist also wieder das profane Volk. Unterscheiden kann man die Charaktere wie gehabt an den Symbolen im Header jeder Seite (Buch,Schwert und Axt, Amboss, Krone, Baum, Handschuhe und Göttersymbol), die lustigerweise noch immer nicht erklärt werden. In diesem Band finden sich nun im Gegensatz zu dem erstem Band, der Personen des Mittelreichs enthielt und dem zweiten, welcher Personen des Südens bebilderte, Meisterpersonen des Nordens, und zwar von Weiden bis in die eisigen Einöden und Thorwal bis zum Bornland.

Wieder wird jede der 64 Personen auf drei Seiten vorgestellt und auch hier nimmt das Charakterbild von den drei Seiten ein gutes Stück ein, ebenso wie die Wertekästchen, welche sich zu den Personen finden und in manchen Fällen nicht nur die Standardvariante zeigen, sondern auch erfahrene Vertreter oder Veteranen. Diese Werte, zusammen mit den durchaus hübschen Bildern sind natürlich das Herzstück des Bandes, da man mit diesen dann im Abenteuer auch agieren kann ohne vorher lang und breit Charaktererschaffungen durchgespielt zu haben (und seinen Spielern ein „hier, so sieht die aus“ präsentieren kann). Ebenso finden sich hier beispielhafte Ausrüstung und die Kampfwerte der einzelnen Talente.
Den Rest der drei Seiten füllen dann weitere Details zum NSC, wie etwa eine nette kleine Geschichte, welche das Ganze lebendiger wirken lässt und quasi eine Variante des generischen NSCs zum Leben erweckt, und natürlich die Abenteuervorschläge, von denen es bei jedem NSC zwei gibt. Außerdem findet sich eine Namensliste – und wir wissen ja alle wie das mit der Namensfindung in Abenteuern läuft – und Tipps wie man diesen NSC darstellen kann. Wiederum besonders interessant ist was der NSC in Konfliktsituationen tut, zu denen es ja vermutlich zwangsläufig auf die eine oder andere Art und Weise mit den Helden kommen wird. Auch gibt es bei jedem NSC zwei dunklen Kästen in denen noch mal zusätzliche Informationen. Dies sind zum einen Dienste, welche angeboten werden, und zum anderen etwas aus dem Umfeld des NSCs, wie etwa bornländische Titulatur oder Fallen des Fallenstellers. Im Anhang befinden sich wieder Charaktereigenschaften für Beschreibungen von Personen im Abenteuer, eine Seite zum Auswürfeln des Aussehens (Kleidung gibt es dieses Mal nicht), eine Übersicht über Namen und Seelentiere, welche dieses Mal mit etwas mehr Text auch vom Hintergrund her erklärt werden.

Nun stellt sich aber die Frage vom Anfang wie sinnvoll die enthaltenen Meisterpersonen sind. Das hängt natürlich immer von der jeweiligen Gruppe ab, aber bestimmte NSCs werden dennoch wohl eher selten in irgendwelchen Abenteuern auftreten und dieser Band hat davon durchaus ein paar, so das er beim durchblättern schon irgendwo wirkt, als wären den Autoren nicht mehr genug für 64 NSCs eingefallen. Natürlich unterschieden sich Ritter und Ritterin (und wenn man drüber nachdenkt kommt man bestimmt auch noch auf 5 weitere Varianten), aber braucht man so etwas? Und wer benötigt bitte einen Yeti-NSC? Oder eine Nachtalbin, wenn man nicht gerade spezifisch mit diesem Thema spielt? Andererseits bringen ja auch diese Abenteuervorschläge mit sich und so sind sie natürlich nicht völlig überflüssig, sondern eben recht exotisch.

Fazit
Wie auch schon die vorangegangenen Bände ist auch dieser natürlich hauptsächlich für Spielleiter gedacht, die sich damit ihre Abenteuer aufpeppen möchten und diese bekommen durchaus brauchbare NSCs und interessante Plotideen geboten. Spieler können mit diesem Band jedoch auch etwas anfangen. Und zwar ihrem eigenen Charakter etwas mehr Hintergrund verschaffen, durch ausgestaltete Freunde, Verwandte oder auch Feinde.

Mit freundlicher Unterstützung in Form eines Rezensionsexemplars von der Ulisses-Spiele GmbH und dem F-Shop.

2 Kommentare zu Söldner, Skalden, Steppenelfen

  1. Hallihallo,

    ich find es ja super, dass ihr immer so fix mit euren Rezensionen seid und somit schnell eine erste Einschätzung neuer Publikationen im Netz ist.

    Aber bitte, bitte, bitte: Lest doch eure Rezensionen wenigstens einmal vorher durch oder lasst die Word-Korrekturfunktion drüberlaufen. In dem obigen Text sind so viele Schreibfehler, Kommafehler und Sätze, die unvollständig sind, dass das Lesen einfach mühsam ist. Viele davon könnte man bestimmt vermeiden, wenn einfach nochmal eine zweite Person rüberschaut. Und Fehler wie „hir“statt „hier“, fehlende Leerzeichen nach den Kommata usw. findet auch eine Rechtschreibprüfung.

    Trotzdem danke für die obige Rezension – mein Geschmack sind die Bände eher nicht, aber insgesamt kommen sie ja anscheinend recht gut an. Den Yeti-NSC find ich jetzt spontan irgendwie witzig. Da bin ich mal gespannt auf die Vorschläge, wie man den ins Abenteuer einbaut.

    LG
    Curima

    • Ach ich kann den Reiz des Buches schon verstehen. Es schaut halt hübsch aus und wenn man selbst etwas schreibt, eignen sich die Bücher ja wirklich gut. Für mich sind sie allerdings auch nicht wirklich etwas, aber ich bin zeitbedingt ein Anhänger von Fertigabenteuern. Dafür braucht man solche Bücher natürlich in der Regel nicht. (Wie begehrt die sind sehe ich gerade auf ebay: Ich verkaufe meinen ersten Band, der noch bei amazon erhältlich ist und würde mich nicht wundern, wenn da hinterher mehr für gezahlt wird, als der eigentliche Preis..).

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