Die Rose der Unsterblichkeit – Schwarze Perle

Roman 141

Der Auftakt zur Romanreihe über die Entdeckung Uthurias hat auch gleich das Uthuria Logo auf seinem Cover geschenkt bekommen. Außerdem eine der Hauptfiguren – den Ex-Gladiator Alrik vor einem von Tentakeln bewegtem Meer. Dieser Roman ist schon einer der die weitere Preissteigerung mitgemacht hat und nun knapp 12€ statt den vorher 10 € kostet.

Al’Anfa macht sich bereit mal wieder die besten der Besten zu sein. Doch das ist nicht ganz einfach. Expeditionen müssen also her um an fremden Gestaden Ruhm zu erlangen und diesen dann mit nach Hause zu bringen. Und was passt da besser als eine Fahrt über das südliche Meer in Richtung des sagenhaften Kontinents. Denn das Güldenland ist den Al’Anfaner Herrschern schon zu bekannt und beachtet um noch für ihren Zweck genutzt werden zu können.
Also wird eine Flotte zusammen gestellt, göttergefällige 12 Schiffe sollen es werden, und auf die Reise geschickt. Besonders Beachtung findet hierbei das Schiff der Familie Kugres. Denn dort tummeln sich die seltsamsten Gestalten. Ein Ex-Gladiator mit Eisenzähnen (jener auf dem Cover), der aber trotz oder vielleicht wegen seiner Kampferfahrung ruhig und besonnen ist, eine junge Efferdgeweihte, die noch nicht so richtig viel von der Welt gesehen hat, aber weiß wo sie hin möchte, eine Mohasklavin die im Dienst der Universität mitreist und von allen noch am ehesten versteht um was es geht, ein junger trotteliger Forscher, der mit ziemlicher Sicherheit Pechmagnet und Stubenhocker bekommen hat, ein kleines Mädchen, dass von ihrer Tante auf die Reise geschickt wurde um einem Familienfluch zu entkommen, eine Boroni mit Keuschheitsgelübte und natürlich der „Chef“ des Schiffes, ein Kugres, der eigentlich viel lieber sein Leben mit Drogen und Sex betäuben würde als auf die Reise zu gehen. Und diese nun nicht wenigen Hauptpersonen – ja.. nennen wir es Heldengruppe – kommen schon vor ihrer Reise in aufregende Abenteuer.

Dieser Roman ist sicherlich einer der ungewöhnlicheren bei DSA, handelt es sich doch um die vielschichtigen Handlungen von mehr als einer Hauptperson, genauer gesagt um eben eine Art Heldengruppe, die aber trotz allem alleine und nur durch die Situation mit den den jeweils anderen agieren. Die Figuren selbst sind tatsächlich so, wie sie in jeder x-beliebigen Runde auch aufgetaucht hätten sein können, man mag fast die Werte und Charakterpakete hinter den Figuren im Text erahnen können. Das macht sie natürlich irgendwo zu starken Klischees ihres jeweiligen Gebiets, aber das ist eher förderlich, denn abträglich. Somit spart sich der Autor jede Menge überflüssige Beschreibung über tiefe Charakterzüge, die ja nie auf ganz Dere irgendwer erahnt hätte, sondern kann eben auf die für die Handlung wichtigen Eigenschaften eingehen.
Da nun das Thema im Grunde Al’Anfa ist, wird auch mit den .. Themen Al’Anfas nicht sonderlich gespart, so sind gerade Sex und Drogensucht ein oft nebenher laufender Handlungsstrang, der aber eben auch typisch ist. Könnte dennoch für den einen oder anderen Leser zu viel werden.
Der Spannungsbogen orientiert sich natürlich grob an dem was dann die Spieler von „zu fremden Gestaden“ auch erleben können und bietet somit eine Anregung wie ein Spielleiter dies ausgestalten könnte – und als Leser hat man nebenbei das Glück, dass was für den Tisch konzipiert wurde sich eben auch im Buch spannend liest, weil es nette Abwechslungen zwischen Action und internen Machtspielen gibt.

Fazit:
Wer sowieso vor hatte die Uthuria Kampagne zu leiten sollte sich diesen Roman definitiv zulegen. Einfach um Ideen für die tatsächliche Reise, die in manchen Punkte ja dem Spielleiter überlassen ist,zu erlangen. Aber auch Leser, die sonst nichts mit Uthuria am Hut haben (wollen) werden wohl mit der locker, leichten Art der Handlung ein paar vergnügliche Lesestunden verbringen können. Einzig für Leser, die absolut keine Ahnung von DSA haben könnten die Handlungshintergründe weniger ersichtlich sein, aber das tut dennoch dem Lesevergnügen wohl kaum Abbruch.

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