Pathfinder Abenteuerpfad: Im Schatten der Grauen Jungfer

Teil 2 des Abenteuerpfades Der Zerbrochene Stern

Nachdem das Orakel vor kurzem an dieser Stelle den ersten Teil des Abenteuerpfades „Der Zerbrochene Stern„, „Jenseits des Weltuntergangs„, besprochen hat können wir uns heute den zweiten Teil widmen, welcher den Titel trägt „Im Schatten der Grauen Jungfer„. Dieser knüpft – wie man es von einem Abenteuerpfad erwartet – an der Handlung des Vorgängers an, und führt diese weiter, und damit auch die Charaktere weiter in die Geheimnisse der Stadt Magnimar hinein. Schauen wir uns mal an ob das Heft etwas taugt.

Zur Gestaltung und Präsentation könnte ich fast meine Anmerkungen zum Almanach der Magie Golarions zitieren, denn es handelt sich auch hier wieder um ein sehr schön gestaltetes PDF, mit allen Vor- und Nachteilen und Abneigungen. Inklusive Umschlag hat das PDF einen Umfang von 100 Seiten, und der Text läßt sich per Copy & Paste problemlos in Textdokumente übertragen, für den Fall das man etwas für seine Notizen überarbeiten möchte oder seinen Spielern ein Handout erstellen möchte. Der Rezensent erhielt zwei PDFs des Abenteuers, einmal „komprimiert“ (78 mb), einmal „normal“ (160 mb), aber außer der Dateigröße war für mich als Laie kein unterschied auszumachen.

Aufgeteilt ist der Band in sieben Kapitel, dazu noch das Vorwort und die Vorschau auf die kommende Ausgabe. Das Vorwort ist für unsere Zwecke eher vernachlässigbar, und so wenden wir unseren Blick auf das erste „richtige“ Kapitel, dem eigentlichen Abenteuer „Im Schatten der Grauen Jungfer“. Hier sind die Charaktere auf der Suche nach der dritten Scherbe des Zerbrochen Sterns unterwegs, nachdem sei im ersten Teil der Kampagne schon die ersten zwei Teile gefunden haben. Dieses mal geht es in einen thassilonischen Ruinenkomplex in der Moddermarsch südlich von Magnimar. Dort geraten sie allerdings auch an die Überreste der Grauen Jungfern, welche in den Nachwehen der Ereignisse des (nie auf Deutsch erschienenen) Abenteuerpfades Curse of the Crimson Throne aus der Stadt Korvosa vertrieben wurden und nun auf Rache sinnen. Natürlich endet das Abenteuer mit einem Dungeon und einer Begegnung mit einer falschen Runenherrscherin.
Nach dem Abenteuer werden zwei NSCs vorgestellt, mit Werten, Hintergrund und einer Besprechung ihrer Rolle innerhalb der Kampagne zusammen mit einer Nebenqueste. Das nächste Kapitel enthält eine Reihe magischer Gegenstände die für dieses Abenteuer (und vermutlich auch für die Kampagne) relevant werden können. Zwei Hintergrundartikel – einmal über die Grauen Jungfern und einen über den Gott der Schmiede, Torag – ein Bestarium mit einer Reihe von neuen Monstern, der zweite Teil der Geschichte die ich nicht gelesen habe und vier Kurzmissionen auf den Innenseiten des Umschlages runden das Heft ab.

Fazit:
Ich bin mir nicht sicher was ich von diesem Band halten soll. Das Abenteuer ist handwerklich gut gemacht, die ergänzenden Quellenmaterialen unterstützen den Spielleiter und bieten dem Ganzen noch mehr Tiefe, aber im Grunde scheint es sich bei diesem Abenteuer – und beim ganzen Abenteuerpfad – nur darum zu drehen Dungeons aufzusuchen und den McGuffin mitzunehmen. Wem das Spaß macht kommt beim Zerbrochenen Stern auf jeden Fall auf seine Kosten, verglichen mit Abenteuerpfaden wie Königsmacher, Reign of Winter oder auch nur Rise of the Runelords wirkt das ganze eher uninspiriert und eintönig. Übersetzungsfehler sind mir nur wenige aufgefallen, aber wer auch immer aus „no mere mountaintop bust would serve“ im deutschen „daher genügte ihr auch keine Bürste in Form einer Bergspitze“ machte: Vielen Dank, Caninus hat den ganzen Abend noch weiter gekichert.

Mit freundlicher Unterstützung in Form eines Rezensionsexemplars von der Ulisses-Spiele GmbH und dem F-Shop.

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