FATE of the Vampire Slayer?

Ein Friday Five von Infernal Teddy

Manchmal kommen die Ideen für diese Artikel aus den merkwürdigsten Quellen. Caninus und ich haben uns über unsere Systemübersicht zum Dresden Files RPG unterhalten, und da meinte sie „Damit müsste man doch eigentlich ganz gut auch Buffy machen können, oder?“ – „Klar. Müsstest halt für die Vampire ein neues Template machen, wahrscheinlich vom White Court ausgehend, aber…“ – „Welche Aspekte hätte Buffy wohl…?“ Tja, und das führte dann zu diesem Artikel. Wir haben versucht, bei der Auswahl von Aspekten quasi die „ikonischen“ Versionen der Charaktere zu nehmen, statt uns auf eine bestimmte Staffel zu konzentrieren. Außerdem haben wir uns auf zwei Aspekte pro Charakter konzentriert, High Concept und Trouble. Wahrscheinlich werdet ihr den einen oder anderen Charakter etwas anders sehen – wenn ja würden wir gerne eure Interpretationen sehen.

I.) Buffy
High Concept: Generation MTV Vampire Slayer
Buffys High Concept war am schwersten festzunageln – was macht denn Buffy Summers aus, abgesehen davon das sie die Jägerin ist? In unseren Augen ist es ihre respektlose Klappe – sie ist vom Charakter her irgendwo zwischen Californian Valley Girl und snarky Gen-Xer. Eben ein Kinder der neunziger, ein MTV-Opfer. Einfacher ließ es sich nicht zusammenfassen.
Trouble: „…with family and friends“
Buffys Trouble ist ein direktes Zitat von Spike, über den wir weiter unten nochmal reden werden. Zugegeben, Buffy wäre oft auch ohne ihre Freunde, die „Scooby Gang“, aufgeschmissen gewesen, aber seien wir doch ehrlich: Oft genug ist es auch ihre enge Bindung an ihre Freunde und ihre Familie, die sie angreifbar, ja verwundbar machen. Eben eine Komplikation, welche die meisten anderen Slayer nicht hatten.

II.) Willow
High Concept: Nerdy teeny techno-witch
Willow festzulegen war schwer. Auf der einen Seite ist sie – neben Giles – der große „Nachforschungscharakter“, auf der anderen ist sie nach ein paar Staffeln auf einmal der Zaubercharakter, der Buffy mit Magie unter die Arme greift. Wir haben hier einfach versucht, mit diesem Aspekt beides abzudecken, zumal sie auch derjenige unter den Scoobies ist, der sich am ehesten mit Computern wohlfühlt.
Trouble: Addicted to magic
Das war zwar auch das Thema einer ganzen Staffel, aber wenn man sich Willows Charakterentwicklung im Laufe der Serie so anschaut, so fällt auf, dass sich dieses Problem schon recht früh andeutet. Willow neigt sehr früh dazu, alle Probleme die sich ihr stellen mit Magie lösen zu wollen, und das ist nicht immer für ihrem Vorteil. Da war dieses Trouble das nächstliegendste.

III.) Xander
High Concept: The scoobie’s straight man
Innerhalb der Scoobies ist Xander der Straight Man – seine Freunde sind Werwölfe, Hexen, die Jägerin… seine Freundin ist einige Staffeln lang eine ehemalige Rachedämonin… und er ist der einzige Normalo innerhalb dieser Gruppe. Das ist eigentlich sogar das, was ihn definiert – er lässt dadurch, dass er normal ist, die anderen gut aussehen. Und manchmal ist löst er dadurch das Problem.
Trouble:Monster Magnet
Nein, nicht die Band. Aber wenn es jemanden gibt, der die Monster und Dämonen in dieser Serie wie magisch anzieht, dann ist es nicht Buffy. Willow sagt es in einer Folge – [Anmerkung Caninus: Something blue, Staffel 4, und eigentlich heißt es demon magnet, aber dann funktioniert das Bandwordspiel nicht mehr] – sogar selbst. Und es gab ja noch diese Gottesanbeterin-Lehrerin in der ersten Staffel. Und habe ich seine Freundin erwähnt? Wenn jemand aus der Gruppe die Monster anlocken kann (ob er will oder nicht) dann ist es Xander Harris.

IV.) Giles
High Concept: British librarian Watcher
Giles ist einfach. Was definiert ihn? Er ist einer von zwei britischen Charaktere in der Serie. Er ist Buffys Watcher. Und er wohnt für die ersten Staffeln quasi in der Bibliothek der Schule. Viel mehr gibt es eigentlich zu diesem Aspekt nicht zu sagen. Außerdem – die einzigen Gelegenheiten zu denen Anthony Steward Head nicht wie ein Bibliothekar aussieht ist, wenn er einen Schulleiter spielt, oder einen Schuldeneintreiber
Trouble: Buffy is my Slayer
Der Eindruck, den ich immer aus der Serie gewonnen habe ist, dass Buffy für eine Jägerin sehr… unkonventionell ist, was für Giles immer wieder zu einem Problem wird. Buffy ist impulsiv, lässt sich ihr Privatleben nicht nehmen, und ist echt schlecht darin, Befehle entgegen zunehmen. Jedes mal wenn Giles glaubt, er weiß wie sich tickt, macht sie wieder irgendwas vollkommen unerwartetes. She’s trouble 😉

V.) Spike
High Concept: Bad Boy Vampire
Spike ist eine Mischung aus Sid Vicious und Billy Idol. Seine vampirische Seite würde ich mit dem White Court als Grundlage versehen, und dann darauf aufbauen – die Vampire bei Buffy sind definitiv keine Red Courts. Vielleicht „Demon Court“? Aber Bad Boy trifft es – er hat keinen Respekt, er hält sich an keine Regeln, und ihm ist eigentlich alles egal, so lange er seinen Spaß hat.
Trouble: Addicted to strange women
Spikes Problem sind die Frauen. Alle Frauen, denen sich Spike im Laufe der Serie verbunden fühlt sind bestenfalls als… merkwürdig zu bezeichnen. Das fängt mit Drusilla an, geht mit Harmony mit ihrem Einhorn-Tick weiter, über Willow, die ihn tröstet als man ihn einen Chip eingesetzt hat und er niemanden mehr beißen kann, und endet ziemlich final mit Buffy, in die er sich auch noch verliebt. Ja genau, das kann ja gar nicht schief gehen…

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