Wir sind unbequem geworden

Ein Statusbericht von Infernal Teddy

Freunde, geneigte Leser, Rollenspieler.

Vermutlich ist einigen von euch aufgefallen, das es bei uns seid einiger Zeit keine Rezensionen zu Das Schwarze Auge mehr gibt. Vielleicht habt ihr euch darüber sogar ein wenig gewundert. Wir haben uns auch gewundert, da wir bis dahin in regelmäßigen Abständen immer wieder vom Ulisses Verlag neues Material bekommen haben, sowohl zu DSA, als auch zu Pathfinder und den verschiedenen Tabletops, welche der Verlag im Angebot hat, wie Battletech oder Warmahordes. Nachdem wir also zwei Monate lang nichts gehört und nichts bekommen hatten, fragten wir vorsichtig an, ob es ein Problem gäbe.

Gab es wohl.

Als Antwort teilte man uns mit, da wir uns ja über die „Lawine“ von DSA 5-Produkte beschwert hätten, habe man uns aus dem Verteiler für Rezensionsmaterial gestrichen. Und zwar für alles. Nicht nur DSA.

Ich hole da jetzt mal etwas aus.

Wie ihr ja wahrscheinlich wisst besteht der Kern von Neue Abenteuer aus zwei Personen. Zum einen meine Wenigkeit, Infernal Teddy, der DSA nicht mag, und deswegen auch keine DSA-Rezensionen schreibt (Außer wenn es um Musik geht). Zum anderen Caninus, die DSA mag und deswegen auch die Rezensionen dazu schreibt. Ihr seht, die Rollen sind bei uns, was das angeht, ganz klar getrennt. Allerdings schreibe ich auch ab und an Artikel über Dinge, die ich in unserem Hobby beobachte und die mir auffallen. Ab und an wird daraus ein Rant. Mein letzter solcher Artikel beschäftigte sich, wie ihr hier nachlesen könnt, mit der aktuellen Veröffentlichungspolitik zu DSA 5. Der Artikel ist – im Gegensatz zu seinem Vorgänger – recht schnell auch wieder in der Versenkung verschwunden, also trotz der ansehnlichen Zahl an Kommentaren nur ein Sturm im Wasserglas. Aber man hat uns darauf hin „den Hahn abgedreht“.
Wir waren ziemlich überrascht – etwas naiv vielleicht, aber da es bisher keine offiziellen Reaktionen auf Artikel gab, die wir veröffentlicht hatten, ob positiv oder negativ, kam das für uns aus heiterem Himmel, zumal unsere Rezensionen in der Regel positiv waren. Wir haben natürlich inzwischen (vor zwei Wochen) angefragt ob man sich einigen kann, ob man vielleicht weiter zusammenarbeiten könnte.

Worauf es bis heute keine Reaktion gab.

Was heißt das jetzt für euch und für uns? Nun, konkret heißt das, das es von uns in Zukunft keine Rezensionen mehr zu Produkten aus dem Hause Ulisses geben wird, zumindest nicht in dem Ausmaß, wie es bisher der Fall war. Wir werden die wenigen Sachen noch abarbeiten, die wir noch „auf Halde“ haben, und dann war es das. Wenn es noch Rezensionen geben wird, dann weil wir etwas privat gekauft haben, und es gut fanden. Es wird hier also in Zukunft wieder mehr Meinungs- und Gedankenartikel geben, mehr Spielmaterial, und mehr Rezensionen zu Produkten aus unserem Privatbestand – wir bekommen also wahrscheinlich die Engel-Rezensionen dieses Jahr noch fertig, und ich kann endlich mit den Mage: the Ascension-Rezensionen weitermachen. Unser Artikelausstoß wird zurückgehen, aber wir hoffen, wir können euch auch weiterhin mit interessanten Artikeln versorgen.

Wir möchten uns an dieser Stelle beim Ulisses Verlag für die gute Zusammenarbeit in den letzten dreieinhalb Jahren bedanken. Gleichzeitig möchten wir uns ebenfalls bei allen anderen Verlagen und Privatpersonen bedanken, die uns in diesem Zeitraum mit Rezensionsmaterial versorgt haben, und hoffen darauf, auch weiterhin mit allen gut zusammenarbeiten zu können.

Für das Team von Neue Abenteuer,

– Infernal Teddy

36 Kommentare zu Wir sind unbequem geworden

  1. Hm, ist das erste Mal, dass ich davon höre. Aber wenn ich mir Punkt 4 aus besagten Artikel so anschaue, dann habe ich zumindest Verständnis für Ulisses. Ich weiß nicht, ob man das so machen muss, wie es Ulisses jetzt getan hat, aber du hast da schon ne grobe Kelle geschlagen, um nicht zusagen du warst offen beleidigend. Schmähkritik sozusagen 😉 Keine Ahnung, ob das nicht vielleicht auch eine Rolle gespielt hat und das mit der „Lawine“ war einfach die einfacherere Begründung.

    Wenn es tatsächlich nur die „Lawine“ war, nun ja. Reziexemplare kosten den Verlag ja auch Geld und es scheint nicht so, als wollte man damit irgendwie Einfluss auf Eure Meinung nehmen.

    • Anmerkung zu den Reziexemplaren:
      Es handelt sich um rein um pdf-Produkte. Echtes zum Anfassen gibt es inzwischen nur noch selten von Verlagen – eben wegen der erstmal fälligen Kosten und Risiken – kann man auch verstehen.
      Denn pdfs kosten den Verlag kein zusätzliches Geld, da sie beliebig vervielfältigt werden können ohne das Zusatzkosten entstehen. Die einzigen Kosten sind der Inhalt und die sind ja für den Verkauf so oder so entstanden.

      • Die pdfs die ihr bekommt musstet ihr ja nicht kaufen und daher geht dabei dem „Hersteller“ direkt betrachtet erst mal ein potentieller Umsatz flöten. Jedoch sind die Produktbesprechungen dann ja letztendlich hoffentlich eine (neutral formulierte?) Werbung für den Verlag die mehr Umsatz generiert als der durch das verschenkte Produkt verloren gegangene. So geht dem Verlag jetzt erst mal eine bislang ja scheinbar gut frequentierte Werbemöglichkeit flöten 😉

        • Also ehrlich. Ich denke, die Angst vor Umsatzverlust durch die Streichung Neue Abenteuer von der Rezensionsverteiler kann man wohl ausschließen, zumal die Maßnahme ja auch nicht unbedingt dazu angetan ist, aus den beiden zufriedene Ulisseskunden zu machen.
          Ich wünsche mir im übrigen keine „neutral formulierten“ Produktbesprechungen sondern Rezensionen, welche die Meinung der Schreibers zum Produkt wiedergeben. Dabei ist klar, dass es eine subjektive Meinung ist, die sich nicht mit meiner eigenen Meinung decken muss. Das Lesen einer schlechte Kritik kann auch zu einer persönliche Kaufempfehlung werden, wenn man die angeführten Argumente selbst anders bewertet.
          Ich finde es toll, dass die Verlage Material für Rezensionen zur Verfügung stellen, aber sie sollen auch damit umgehen können, wenn bei einer Produktbesprechung auch mal Kritik zurückkommt.

          • Krassling // September 1, 2016 um 18:13 //

            Genau. Meine persönliche Meinung ist also, das Abenteuer ist Mist, weil keine Zwerge drin vorkommen. Sehr hilfreich. Genau solche „Rezensionen“ benötigen wir. Es ist wohl symptomatisch für unsere Zeit, dass wir jede persönliche Ausfälligkeit schon für gediegenen Journalismus halten.
            Nimm diesen Kommentar einfach als meine persönliche Meinung und nicht als neutral formulierte Äußerung zur Sache. Dann kannst du vermutlich auch wieder was positives draus machen.

      • Na ja, ganz umsonst nicht, denn irgendwer muss sich darum kümmern, dass Ihr mit den Dingern versorgt werdet, was Arbeitszeit kostet. Das ist am Ende unter Umständen sogar mehr als der alleine Preis für das gedruckte Buch. Aber klar immer noch deutlich billiger als das Buch auch noch per Post verschicken zu müssen.

    • Ich muss grad mal nachfragen: Was ist „Punkt 4“? Der vierte Absatz? Den finde ich als unbedingter Vertreter der Netiquette ehrlich gesagt relativ harmlos. Sicher, er pinselt jetzt nicht gerade Ulisses Honig ums Maul, sondern sagt sehr deutlich, dass ihm eine Veröffentlichungspolitik nicht passt, aber „offen beleidigend“ funktioniert in den Weiten des Netzes nun wirklich anders (nein, ich werde jetzt nicht vormachen, wie das in Deutschland absolut nicht ginge *g*).
      Das ist nun wirklich ein Niveau an Kritik, mit dem man als Verlag leben können muss und es macht auf mich absolut keinen guten Eindruck, wenn durch einen relativ zivilisierten Rant von jemandem, der nix mit den DSA-Rezensionen eines Blogprojekts zu tun hat, sich jemand so auf den Schlips getreten fühlt, dass man das Projekt als ganzes aus dem Reziexemplarverteiler nimmt.

  2. Hm, ganz ehrlich, nach so einem Rant-Artikel wie du ihn geschrieben hast würde ich euch als Verlag auch nicht supporten. 🙂 Ich fühlte mich beim Lesen schon etwas angenervt, manchmal sogar ein bisschen beleidigt, was mir selten passiert. Ich konnte auch bei keinem der Punkte wirklich zustimmen. Von da her kann man das Ulisses nicht verübeln. War ne gute Entscheidung von denen.

  3. Ist ja wirklich interessant das sie sich von dem kurzen Artikel auf den Schlips getreten fühlen. Meiner Ansicht nach tun sie sich damit keinen gefallen, eure Rezis waren schon des öfteren kaufentscheidend für mich..

  4. @Cifer und Jan und Garbosch: Liegt hier vielleicht in Missverständnis vor? Der Artikel hinter dem verlinkten Wort „Rant“ ist schon älter und aus März 2015. Der hat auch nummerierte Absätze und einen Punkt 4. Ausschlaggebend für die Rezensionsexemplarseinstellung war anscheinend aber der Artikel „Die aventurische Lawine“ aus Juni 2016, der Link verbirgt sich hinter dem Wort „hier“ („wie ihr hier nachlesen könnt).

  5. Lasst mich mal mit einer alten Bauernweisheit beginnen: Man beißt nicht die Hand, die einen füttert!
    Zumindest wird diese Weisheit die Entscheidung von Ulisses in erheblichem Maße beeinflusst haben.

    Und obwohl ich das Sprichwort als klugen Rat meinem Kind mitgebe, kann ich mich aber selbst als Blogger nicht daran halten. Denn eine Rezension muss sich kritisch mit dem Produkt auseinandersetzen. Eine Rezension ist keine Lobhymne auf ein kommerzielles Produkt (es sei denn, dieses verdient es wirklich!). Aber von einem Verlag ausgeschlossen zu werden, nur weil man seine Meinung zu deren Produktlinie (und nicht mal zu den Produkten selbst) veröffentlicht, erntet bei mir nur Kopfschütteln und Unglauben.

    Dabei fande ich das gerade Ulisses mit der Betreuung von André Wiesler, der ja auch aus der Fan-Szene stammt, gerade mit den neuen Wegen zwischen „normalen“ Veröffentlichungen und Crowfunding einen guten Ansatz gefunden hat, um auf die Szene einzugehen. Schade das gerade dieser Verlag jetzt unabhängige Blogger einschränkt. Sehr schade sogar.

  6. Erwarte ich denn wirklich Geschenke (gleich welcher Art) von Leuten, deren System auf meiner Seite als mehr oder weniger untauglich kritisiert wird?

  7. Natürlich vergibt man Kritikern Material, weil man überzeugt ist, dass man ein gutes Produkt hat und eine gute Besprechung erwartet – aber man weiß auch, dass der Kritiker nicht in dem eigenen Sinne schreiben kann oder muss. Für den Fall gilt dann die alte Weisheit: »Es gibt keine schlechte Kritik, solange der Name richtig geschrieben wird.«

    Ehrlich, Theater erteilen nur selten Kritikern Hausverbot, selbst denen, die notorisch schlecht schreiben, gibt man noch eine Freikarte für die Premiere. Denn der Schaden, Leute auszuschließen, ist größer.

    Wie es sich nach den bisherigen Aussagen darstellt, habe ich kein Verständnis für Ulisses’ Entscheidung. Wer von seiner Sache überzeugt ist, stellt sich auch kritischen Schreibern. Wer nur Gefälligkeitskritiker haben möchte, bringt sich in Verruf – und letztlich auch die verbleibenden Kritiker, die sich schon jetzt immer mal mit dem Vorwurf auseinandersetzen müssen, dass sie ein Produkt nur gut rezensieren, weil sie es geschenkt bekommen haben.

    • Das ist genau richtig. Auch eine schlechte Kritik bedeutet ja nicht, dass Leute deshalb nicht Interessiert an einem Produkt sind. Verschiedene Leute, verschiedene Geschmäcker. Wer bei neueabenteuer eine schmähkritik liest kann sich damit trotzdem ein breiteres Bild von einem Produkt machen und danach dann eine Kaufentscheidung treffen.

      Umgedreht, nur weil etwas gut rezensiert wird, heißt es nicht, dass es gut ist. Leute wie Engor bspw haben ( nicht nur bei mir ) den Eindruck erweckt, prinzipiell sehr (viel zu) positiv zu schreiben. Eine seiner letzten Rezensionen mit 3 Sternen ( für Rüstkammer oder Kompendium? ) hat in meinen Spielrunden (Plural) nur geeintes Kopfnicken produziert:
      Falls sogar er „nur“ 3 Punkte gibt muss es ein wirklich schlechtes Produkt sein.

      So ist einfach nur eine Kontaktstelle verlorengegangen, von der aus überhaupt Leute zusätzlich mit Produkten konfrontiert werden können und also überhaupt realisieren, dass es bestimmte Produkte gibt.

      Kein smarter move.

  8. Hm, wer rezensiert dann eigentlich noch DSA Produkte? Neben Engor, der ja wirklich alles macht, und Nandurion bleibt dann ja nicht mehr viel übrig… Arkanil hat ja auch eher den Betrieb eingestellt und andere nehmen sich dann eher einzelne Sachen raus. Ich war hier gerne und habe die Rezi’s gelesen…

    Ich hoffe mal das es kein Zeichen für den schlechten Verkauf von DSA5 ist, den so ne Aktion deutet darauf hin, dass jemand Nerven zeigt und die Sache nicht so läuft wie sie soll. Auch die Reaktion euch von _allen_ Produkten von Ulisses, samt Pathfinder, auszuschließen deutet auf eine Überreaktion hin. Das sich da keiner mehr meldet wundert mich nicht, Kommunikation ist nicht die Stärke von Ulisses. Komischer Laden.

    Gut aber, dass ihr das öffentlich gemacht habt, dann kann sich jeder ein Bild machen. Ich lese euch gerne und dann macht eben mehr eigene Sachen!

    • Wir zum Beispiel von teilzeithelden.de. Überraschend ist aber, dass Ulisses so sehr auf der PDF-only-Policy ist, dass sie sogar unsere Verlosung nur mit PDFs bestückt haben. Das soll nicht wertend gemeint sein, rein faktisch hat es mich verwundert.

  9. Ihr habt etwas richtig gemacht. Bringt doch einfach mehr über alternative Systeme!

  10. Wieso Ulisses keine Exemplare mehr an Neueabenteur verschickt wissen wir ja scheinbar nicht, aber wenn jemand über mein Produkt einen Artikel schreiben würde, in dem steht dass die Leute denen mein Produkt gefällt scheisse sind, dann wäre dieser jemand der letzte den ich unterstützen würde.

    Es ist ja völlig in Ordnung so einen Artikel zu schreiben, nur braucht man dann eben nicht auf Ulisses-Unterstützung hoffen.

    • Dieser jemand rezensiert ja kaum für DSa, auch wenn die Seite ihm natürlich ein Forum gibt (weil er 50% der Autoren ausmacht). Liest man sich hingegen die Rezensionen, ist es nicht, dass sich Verriss and Veriss reiht und alles mit Beleidigungen garniert wird.

      Das macht es eigentlich doppelt unüberlegt: Ulisses verprellt eine Seite, die seit 6 Jahren wohlwollend die eigenen Produkte bespricht, nur weil sie auch mal der anderen Meinung einen Raum gibt. Ob dieser ›Rant‹ aus dem Ruder gelaufen ist oder nicht, darüber scheinen schon hier die Auffassungen auseinanderzugehen. Letztlich hätte man auch gelassen reagieren können – die Bestrafung scheint mir hier die falscheste Reaktion.

      • Nicht zu vergessen: Der wirklich etwas fragwürdige Rant ist *drei Jahre alt.* Der wäre mittlerweile glaube ich selbst juristisch gesehen verjährt und sollte vielleicht nicht Maßstab für eine aktuelle Entscheidung sein, während der aktuelle Rant nun wirklich zahm ist.

  11. Herrjeh, im Endeffekt haben sich hier beide Seiten redlich Mühe gegeben, das Tischtuch zu zerschneiden – Ulisses, weil vermutlich einer einzelnen Person dort an einem schlechten Tag ordentlich der Hut hochgegangen ist, bei neueabenteur, weil leider dem Internet-Trend gefolgt wurde, einer wilden Kritik den Stempel „Rant“ zu geben und damit als Freibrief für einen Text zu sehen, den man zu meiner Jugend schlicht und richtig „Ausgekotze“ genannt hätte.

    Wie so oft im Internet-Zeitalter wünsche ich Ulisses bzw. der vermuteten einzelnen Person dort ein dickeres Fell und die Erkenntnis, dass ein paar „Rants“ noch nichts Ungeheuerliches darstellen und vor allem die Rezensionen das mehr als wettmachen, neueabenteur bzw. Infernal Teddy wünsche ich ein besseres Händchen beim nächsten Rant – oder besser, keinen Rant mehr zu verfassen, sondern eine solide Kritik ohne pauschale Vorwürfe und Gleichmacherei der DSA-Spieler. Oder, alternativ, einfach mal die Schreibfinger ruhen zu lassen, auch wenn einem etwas so richtig auf den Keks geht. Man muss seine Gedankenwelt nicht immer mitteilen.

  12. Wo wir gerade bei Wünschen sind:
    Ich würde mir wünschen, dass sich Blogger, die gerne auch mal Rezensionen schreiben, von der Abhängigkeit von Rezensionsexemplaren frei machen. Dann gibt es eben nur Rezensionen zu Produkten, die man sich wirklich gekauft hat und kein sich ewig füllendes Lager von Throphäen, die nach Außen hin einen etwas faden Beigeschmack vermitteln (zu recht, könnte man aus der diesem Artikel zugrunde liegenden Verzwickung schlussfolgern).

    • Infernal_Teddy // August 29, 2016 um 19:50 // Antworten

      Das wird hier auch passieren, wie oben schon gesagt. Ich hab da am Wochenende diese orangene Box gekauft…

      • Lass mich raten, die Neu Man Ära? 😉 Wenn ja müssen wir endlich mal einen Termin finden um das gemeinsam zu zocken. Ggf werde ich auch fürs/im Wizard’s Well eine Einführungsrunde leiten.

  13. Torben von Gareth // August 30, 2016 um 00:42 // Antworten

    Jaja, der Verlag Ulisses bzw. seine Geschäftsleitung …
    Neutral ist ja nicht möglich, wenn man das zu besprechende geschenkt bekommt. Aber für mich erklärt sich dadurch, warum so viele DSA-Produkte der letzten Monate so tolle Bewertungen bekommen. Muss man sich bei Ulisses per Rezension einschleimen und schon gibt’s das nächste PDF umsonst?
    Ein jeder denkt darüber, was er kann (gilt männlich wie weiblich).

    • Ich denke nicht, dass jeder Rezensent, der ein Exemplar geschenkt bekommt, tendenziell positiv darüber berichten wird. Natürlich ist man erstmal dankbar und freut sich auf das Produkt, immerhin sind praktisch alle Rezensenten von etablierten Rollenspielsystemen auch Fans davon. Aber letztendlich hat man ja auch einen Ruf zu verlieren, denn wer sollte sich die Renzensionen eines Autors oder einer Autorin durchlesen, wenn er davon ausgeht, dass darin immer alles nur positiv erscheint?

      Meiner Erfahrung nach gibt es viele Verrisse auch bei Freiexemplaren. Aber natürlich gibt es verschiedene Meinungen, und was einem Rezensenten sehr gut gefällt, hat bei mir manchmal einen deutlich weniger guten Eindruck hinterlassen. Ich finde aber man sollte in so einem Fall sehr sehr vorsichtig damit sein, dem Autoren irgendwas zwischen starken Tendenzen bis hin zu Falschheit zu unterstellen.

      Abschließend zu „Fans“, was ich eingangs schrieb: Solche haben immer einen besonderen Blick, Rezensionen sind oft mit viel Vorwissen verfasst („Diese Info widerspricht allerdings der aus Regelbuch B S.398“), wobei plötzlich Details sehr schwerwiegend werden, wohingegen wiederkehrende Eigenheiten nicht mehr zu deutlichen Abwertungen führen können (bspw. viele Rechtschreibfehler, fehlende Bilder oder Erklärungen von Begriffen). Also: Ein völlig unvoreingenommener, unbeleckter Rezensent würde wohl anders bewerten, aber der hätte auch sehr wenig Ambitionen, überhaupt eine Rezension zu etwas zu verfassen, das ihn bislang nicht interessiert hat.

    • Ich darf mich doch auf das Allerschärfste gegen diese Behauptung verwahren. Ich sehe auch keinen Grund hier mit Pauschalbeleidigungen gegen alle Menschen ins Feld zu ziehen, die sich gerne intensiv und öffentlich mit einem Produkt auseinandersetzen.
      Dein Problem beruht vermutlich auf einer fehlenden Wahrnehmung der Perspektive. Gewisse Dinge, die man (berechtigterweise) an DSA-Produkten schlecht finden kann, sind nun mal systeminhärent. Wenn ich ein Fanboy (also ein typischer aktiver DSA-Spieler) bin, dann gilt hier eben its not a bug, its a feature. Eine vermeintlich zu gute Bewertung beruht also eher auf dem suspension of disbelief (vgl. Rant Punkt 3). Wenn ich den verweigere, dann sind vermutlich die meisten Produkte erst mal Mist. Das wäre aber für eine Rezension zu einem Einzelprodukt nicht hilfreich. Und wohin es führt, wenn man sich in sehr unhöflicher Weise zu einer Sache äußert, die sachlich sogar nachvollziehbar sein mag, hat Teddy ja gemerkt.

      Ich finde den Beitrag zum Produktausstoß im Übrigen inhaltlich tatsächlich sehr nachvollziehbar. Was mich jedoch stört ist die ausgesprochen unhöfliche Art diese Punkte darzulegen. Das muss nicht sein. Ich sehe keine Grund dafür sich derart beschimpfen zu lassen. Eine sachliche Kritik, selbst wenn sie mangelhaft ausgeführt wäre, ist das eine. Einfach nur alles sch* finden und sich gut dabei fühlen ist das andere. Irgendjemand hier hat es Auskotzen genannt. Wieso glauben eigentlich so viele Leute, dass es ein gottgegebenes Recht auf Reziexemplare gibt? Warum darf ich als Verlag auch bei einem kritischen Feedback nicht dennoch erwarten, dass man respektvoll und höflich miteinander umgeht?
      Ich behaupte nicht, dass die Menschen bei Ulisses jederzeit Vorbilder der Tugendhaftigkeit sind. Aber so wirklich wundern kann ich mich über deren Entscheidung nicht.

  14. Chaosmeister // August 30, 2016 um 13:05 // Antworten

    Was mich am meisten wundert ist ja das Teddy doch gar keine DSA Reviews macht sondern Caninus. Und der/die hat sich ja nun nicht negativ über die Flut geäußert. Also weil ein Author der von sich aus zugibt ein Problem mit DSA zu haben und sich negativ äußert auf dem gleichen Blog schreibt wie jemand der DSA Rezensiert und anscheinend mag stellt Ulisses den Versand von Reviewexemplaren ein? Steht ihnen frei das zu tun, eine fragwürdige Entscheidung ist es trotzdem.

  15. Vielleicht liege ich auch daneben, aber ich muss bei der ganze Sache an ein Spruch von meinem Vater denken. Ich beziehe die Aussage auch nur auf Ulisses. „Getroffener Hund bellt“.

  16. Als alter DSA-Fan finde ich die Reaktion von Ulisses sehr enttäuschend. Der Verlag setzte das Maß für DSA5 ganz klar: einfacher, einsteigerfreundlicher und schneller sollte DSA sein. Dass eine Veröffentlichunngspolitik, in der in jedem Regionalband neue Regeln, Sonderfertigkeiten und Professionen vorgestellt werden, dem nicht gerecht wird, ist keine Schmähkritik, sondern durchaus berechtigt.

    In DSA 4.1 hatten die meisten Regionalbände keinen „Crunch“, sondern beschränkten sich auf die Beschreibung der Region, ihrer Kultur, ihrer Mysterien usw. Das hatte für mich den Vorteil, dass ich die Bände über die Regionen, die wir gerade nicht bespielten, zu Hause lassen konnte.
    Abgesehen von Ausrutschern wie „elementare Gewalten“ musste ich mich auch nicht darüber ärgern, dass mein Charakter einen Vorteil, der zu ihm passen würde, nicht hat, weil das Buch nach ihm erschienen ist.

    Am Ton des rants kann man sich natürlich stoßen, doch ich finde, man sollte da ‚drüber stehen – gerade als Verlag.

    Die Tirade aus 2015 war eher misslungen, doch um die geht es ja gerade nicht.

  17. Bei Vorteilen, die es zum Zeitpunkt der Charaktererschaffung noch nicht gab, da das Buch noch nicht erschienen ist, ist es nach meiner Erfahrung meistens kein Problem, den jeweiligen Vorteil nachträglich zu kaufen und dann zu behaupten, daß man ihn schon immer hatte.

    Ich habe mich auch ein bißchen geärgert, daß z. B. im Aventurischen Kompendium keine Beispielswerte für die im Grundregelwerk noch nicht abgedeckten Kulturen (z. B. Gjalskerländer) erschienen sind. Ich hätte mir auch einen so umfassenden Professionsteil wie in Wege der Helden (z. B. Werte für alle Krieger- und Militärakademien sowie Schwertgesellenstile, nicht nur eine Auswahl)gewünscht.

    Allerdings hat die Ankündigung, daß sämtliche Regelergänzungen und Crunch-Elemente dann auch gratis im offiziellen Wiki abrufbar sein sollen, dieses Problem zu großen Teilen gelöst, da man sich jetzt nicht jede Regionalbeschreibung nochmal kaufen muß.

  18. Michael äußert sich nochmal länger im Verlagsforum zu der Sache:

    http://www.ulisses-spiele.de/forum/viewtopic.php?f=87&t=10026&p=168252#p168252

    Nur zur Vollständigkeit und maximaler Transparenz. Hinter dem Link (weiter oben im Threadfaden) findet sich dann auch das sehr viel kürzere Facebookpost.

  19. Bitter. Also kann ich mir Rezis zu Pathfinder, World of Darkness und Battletech wohl in die Haare schmieren. Schade, das es so aus dem Ruder gelaufen ist. Die Szene ist schon klein genug und die Kritiker/Blogger habe ich immer als gutes Schmiermittel zwischen Fans und Verlage gesehen. Mir fällt es schon schwer genug, Beiträge zu den oben genannten Systemen auf deutsch zu finden. Und ohne Rezis gebe ich keine >30€ für Hardcover aus.

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