Monsterkompendium der Inneren See

Eine Pathfinder-Rezension von Infernal Teddy

Ich gebe es zu, mittlerweile erwarte ich nach dem eher enttäuschenden Monsterkompendium nicht viel von diesem Quellenbuch für die Pathfinder-Spielwelt Golarion, welches auf den vorangegangenen Hardcoverband aufbaut. Auf der anderen Seite sollte ja ein Buch, welches sich speziell auf Golarion einlässt, kein Problem mit meinem wichtigsten Kritikpunkt haben, nämlich das die Monster und ihre Kulturen so fade erscheinen, weil sie so generisch gehalten sind. Schauen wir also, ob das Monsterkompendium der Inneren See meine Bedenken zerstreuen mag.

Dank Ulisses Spiele liegt uns dieses Buch in PDF vor, welches seine 68 vollfarbigen Seiten in 16,3 MB verpackt. Layout und Artwork entspricht dem Standard, welches wir von einem Paizo-Produkt erwarten. Hier gibt es eigentlich nicht sonderlich viel zu sagen, Paizo hält sich hier – wie immer an den von ihnen selbst geschaffenen Standard, sowohl vom Layout als auch vom Artwork her.

Das Monsterkompendium der Inneren See eröffnet mit einer eher ungewohnten Einleitung – nämlich aus der Feder eines Charakters von innerhalb Golarions, einer Gelehrten namens Yllaria Aurnosa. Diese beschreibt in diesem Buch zehn Monstervölker, welche nicht im Monsterkompendium dargestellt wurden. Diese Völker sind die Charau-Ka (Affenmenschen aus dem Mwangibecken, welche im Weltenbuch: Innere See vorgestellt wurden), Derros (Verdorbene Zwerge, welche mit Alchemie und verdorbener Wissenschaft sowohl die Oberfläche unter ihre Kontrolle bringen wollen, als auch sich selbst in die Lage versetzen, dem Licht der Sonne zu trotzen), Girtablilus (Skorpionenmenschen, welche im Monsterkompendium III vorgestellt wurden, und in den südlichen Wüsten Golarions Ruinenstädte beherrschen und ihren alten Religionen nachgehen), Kiemenmenschen (Nachkommen der Azlanti, welche sich nach dem Untergang ihres Reiches an das Leben unter Wasser angepasst haben, zu finden in Ausbauregeln III: Völker), Minotauren (Die klassischen Labyrinthbewohner die wir aus Legenden kennen), Ogerartige (Beschrieben im Monsterkompendium II, und ein Haufen inzüchtiger Kannibalen, wie bereits in Erwachen der Runenherrscher gesehen), Strigae (Humanoide, welche geflügelten Dunkelelfen ähneln und mit Dämonen verwechselt werden. Entstammen Ausbauregeln III: Völker), Urdefhane (Blinde Extraplanare, welche im Unterreich zuhause sind und im Monsterkompendium II zu finden sind), Zentauren (Keine Überraschungen hier, abgesehen davon das wir hier auch Zentaurenritter bekommen) und Zyklopen (Einst eine hochentwickelte Zivilisation auf dem südlichen Kontinent, bevor sie zu den barbarischen Stämmen wurden, die sie heute sind). Dabei folgt das Buch dem Schema, welches vom vorherigen Kompendium vorgegeben wurde. Im Innenumschlag findet sich vorne noch ein Index mit allen in diesem Band enthaltenen Monstern mit Seitenverweisen, und hinten das Coverbild ohne Schriftzüge.

Fazit:
Das Monsterkompendium der Inneren See ist tatsächlich interessanter als sein Vorgänger in Hardcover, aber nicht um viel. Dem Buch gelingt es, unter Nutzung des Golarion-Settings, die enthaltenen Monster spannender und lebendiger zu zeichnen als es dem Monsterkompendium gelungen ist, aber dennoch beliebt das Buch eine Sammlung von Monsterstatblöcken mit ein wenig Hintergrund drumherum – was schade ist, den gerade mit den gewählten Völkern hätte man so viel mehr machen können. Jedes einzelne dieser Monster hätte alleine schon ein Buch vom Umfang dieses Kompendiums füllen können, wenn man nur bereit gewesen wäre, dem Hintergrund mehr Raum einzuräumen, statt noch mehr eher unnötigen Statblöcken. Wem das Monsterkompendium gefallen hat wir hier mehr vom selben vorfinden, alle anderen sollten sich etwas interessanteres zu lesen kaufen.

Mit freundlicher Unterstützung in Form eines Rezensionsexemplars von der Ulisses-Spiele GmbH und dem F-Shop.

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