Die Sterne der Tiefen – Markus Heitz

Und wieder ein Spielbuch aus der Feder von Markus Heitz, ich werde ja richtig verwöhnt! Dieses mal sind wir allerdings nicht in Ulldart, wie beim letzten mal, sondern befinden uns im „Geborgenen Land“, scheinbar die Welt in der seine Bücher aus der Reihe „Die Zwerge“ angesiedelt sind – die ich ebenso gelesen habe, wie seine Ulldart-Bücher. Ich weiß, ich weiß, irgendwann muss ich das nachholen. Hausaufgaben, sozusagen – wobei Kenntnisse der Romane nicht vonnöten ist, um dieses Spielbuch zu verstehen, oder auch nur um Spaß daran zu finden.

Das hier vorliegende Buch ist das zweite in der Reihe um das Geborgene Land, steht aber von der Handlung alleine. Zwar ist die Rede davon, dass eine berühmte Zwergenfestung gefallen sei, aber auch das hat auf dieses Spielbuch keinen Einfluss. Die Handlung lässt recht gut zusammenfassen: Das Oberhaupt der Zwergenstadt, in der die Spielfigur wohnt, ist vergiftet worden, und der Spieler muss losziehen, um das einzige Heilmittel zu besorgen – das, soviel sei verraten, am besten in Trolldung gedeiht. Bäh. Unterwegs stößt der Spieler auf Orks, Trolle, Menschen und verräterische Zwerge, die vielleicht sogar aufklären können, WER hinter dem Anschlag auf das Clansoberhaupt steckt. Handlungstechnisch ist dieses Abenteuer abwechslungsreicher aber auch kampflastiger als das ebenfalls von mir besprochene Buch „Todesbote“.

Regeltechnisch unterscheidet sich „Die Sterne der Tiefen“ nicht von „Todesbote“ – im Prinzip eine gute Sache. Alles, was in meiner Rezi dazu gesagt wurde, lässt sich auch hier wiederholen: ein schnelles, einfaches System ohne größere Macken. Eine Sache ist mir allerdings aufgefallen, die ich beim vorherigem Buch wohl übersehen habe: es wird nicht ganz klar, ob man einmal einen Würfel wirft, und den auf Spielfigur UND Gegner überträgt, oder ob man für jeden einzeln würfelt. Das könnte vielleicht beim nächsten Buch etwas klarer formuliert werden.

Joar, wieder eine runde Sache, die spaß macht, wieder ein Spielbuch, das uneingeschränkt empfohlen werden kann. Ich habe bei diesem Buch etwas länger gebraucht als bei „Todesbote“, was für eine etwas höhere Komplexität spricht, aber ansonsten sind die Bücher auf gleichem Niveau. Auch hier wieder ein Tipp meinerseits: da dieses Buch kampflastiger ist als „Todesbote“ würde ich hier Lebensenergie auf Maximum erhöhen. Mir hat „Todesbote“ etwas besser gefallen als „Die Sterne der Tiefen“, aber das liegt daran, dass ich bekennender Zwergenschädelsammler bin. Und die Romane mag ich immer noch nicht lesen…

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