Der Schrecken von Arlingen

Roman 126

Der 126.te DSA Roman spielt in der Markgrafschaft Windhag in der Gegenwart bzw. im Horasreich der Vergangenheit.

Der junge Gelehrte Geron wird in das kleine Dorf Arlingen direkt an der Küste gesandt um dort seltsame Todesfälle aufzuklären. Im Dörfchen angelangt muss er jedoch feststellen, dass er von den Bewohner misstrauisch beäugt wird und nicht etwa willkommen geheißen. Jene glauben nämlich, dass etwas Übernatürliches die Ursache der Morde ist und nicht etwa ein Mensch, wie Geron versucht ihnen weiß zu machen. Nur die Tochter des Wirtsehepaares Roana glaubt ihm und versucht ihm zu helfen. Als ersten Verdächtigen findet er den alten Mann, welcher nahe des Waldrands lebt und dort Holz fällt, doch bevor er richtige Untersuchungen durchführen kann, stirbt eine weitere Person und das Dorf schickt sich an den Holzfäller eigenhändig zu ermorden um dem ganzen endlich ein Ende zu setzen. Geron muss sich nun nicht nur um die Aufklärung des Falls kümmern, sondern auch noch die aufgebrachten Dorfbewohner davon abhalten sich selbst zu zerfleischen.
Abseits dieser Handlung wird Gerons Vergangenheit Stück für Stück in Szenen erläutert. Wie er sein Landgut verlor nachdem sein Vater starb, wie er in Methumis auf die Universität ging, wie dort die rote Keuche ihren Einzug hielt und noch weitere Episoden, welche ihn schließlich in eben jenes kleines Dorf an der Küste unterhalb von Havena führten.

Der Roman ist hauptsächlich aus der Ich-Perspektive von Geron geschrieben, der Stil weißt jedoch darauf hin, dass es eine spätere Erzählung ist, da er manches Mal erzählerisch voraus greift. Die eigentliche Geschichte ist nicht so richtig spannend, da der kundige Leser recht schnell ahnt was hinter der Sache steckt und auch Geron selbst, obwohl er schon eher ein bisschen deppert daher kommt, schon vor dem Finale auf den Täter aufmerksam wird. Interessant jedoch sind die Ereignisse aus der Vergangenheit, sieht man einmal von jenen amourösen (Sex-)Szenen ab, die eigentlich aus den Romanen verschwinden sollten, da sie nicht im mindesten zur Handlung beitragen. Der Autor hat sich mit der Geschichte des Horasreiches auseinandergesetzt und auch die neue Verwicklung mit de Güldenland mit eingeflochten, wenn auch nur am Rande. Der Roman endet offen und so besteht die Möglichkeit, dass es eine Fortsetzung geben könnte.

Fazit:
Ein solider DSA Roman mit einigen Schwächen, die man aber gut überlesen kann.
3/5

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