Das Leben eines Gezeichneten – Teil 49

Bastrabuns Bann - Teil 5

4 Efferd
Sonne strahlt durch das offene Zimmerfenster, da sich niemand mehr die Mühe gemacht hat es wieder zu verschließen nachdem die ganze Sache erledigt war. Ich wühlte mich aus meiner Decke heraus und räumte meinen Krams zusammen.
„Guten Morgen.“ Taruk setzte sich auf und schaute sich im Raum um. „Bei Tageslicht sieht es gleich ganz anders aus, findest du nicht?“ Er streckte sich und gähnt. „Wo gibt es Frühstück?“
„Hmmm… ja, tatsächlich. Anders.“ Ich warf nochmal einen Blick durch den Raum. Der Boden sah tatsächlich anders aus… inzwischen war das Blut endgültig getrocknet und hatte einen hässlichen brauen Ton angenommen. Das zerstörte Bett warf im Licht der Morgenscheibe einen bizarren Schatten an die Wand und das Loch wirkte noch immer völlig fehl am Platz.\\
„Frühstück wirds wohl unten geben…“
Taruk blickt sich mit einem leichten Lächeln die Beschehrung an. „Dieses Loch sieht wirklich seltsam aus“, bemerkte er, streckte sich dann noch einmal und warf sich eine handvoll Wasser ins Gesicht. „Bleiben wir noch länger oder bist du fertig mit der Bibliothek?“, fragte er dann.
„Ich bin fertig soweit. Klar kann da noch mehr stehen, aber ich habe keine Lust die Nadel da zu suchen…“ Ich schüttelte mich. „Am besten reisen wir direkt weiter, bevor uns noch wer mit einem fehlenden Brückenstein verbindet.“
An der Tür drehte ich mich nochmal um. „Wie sieht das denn jetzt eigentlich mit dem Mädchen aus? Wollen wir sie noch befragen? Oder hier lassen? Und was machen wir mit diesem Horasier, der noch einen unserer Steine hat?“
„Sie nützt uns nichts mehr, denke ich. Aber wenn du sie wiederhaben willst, hol ich sie dir.“ Taruk lächelte grimmig. „Vielleicht tauschen sie sie auch für“, er zeigte auf das blutige Bett, „den da.“ Er dachte einen Moment nach. „Den Horasier könnten wir uns auch noch holen. Überfallen wir ihn, unerwartet, mit aller Härte, und wir holen unseren Stein und alle, die er sonst noch hat.“
„Das sind aber ganz viele Leute da in seinem Lager…“ merkt ich an, während ich zur Tür heraus und nach unten in den Schankraum ging. Dieser war leidlich besetzt mit den Überresten der feiernden Bevölkerung.
Aus einer Ecke des Schankraumes, bewusst weit entfernt von einem gewissen Loch in der Decke, winkte mir Leowulf mit einem Löffel zu. Offensichtlich mit vollen Backen kauend konnte er sich gerade noch zurückhalten etwas zu sagen.
Eine große Schüssel mit Rührei und Brot stand auf dem Tisch, außerdem noch drei Schälchen und Löffel wie Leo sie gerade nutzt um das Frühstück in sich hineinzuschaufeln.
Taruk folgt mir nach unten und begab sich auch an den Tisch. Er füllte seine Schüssel, schaute interessiert auf das Essen und begann zu löffeln. Dann fuhr er fort, Pläne zu schmieden. „Wir haben drei gute Kämpfer, und Connar als Zauberer. Du kannst doch Dämonengeister beschwören, kannst du auch einen rufen, der kämpfen kann?“
„Ähm…“ Ich schob mir erst mal Brei zwischen die Zähne und kaute zuende bevor ich weiter redete. „Ja, kann ich. Aber es ist nicht erlaubt sie so zu benutzen. Und sicherlich wird Leowulf auch nicht unbedingt etwas dafür überig haben, wenn wir die Expedition von Ferne vernichten.“
„Von diesem niederhöllischen Gezücht würde ich dringendst abraten…“ kam in einem viel zu freundlichen Tonfall von Leowulf. „…aber diese Borbaradianerin in der Expedition muss aufgehalten werden.“ Nach einem weiteren großen Löffel Rührei sprach er weiter „Commar, kammst bu“ schluck „beweisen dass jemand sich dem Monster verschrieben hatte wenn er oder sie tot ist?“
„Natürlich nicht. Seine Ideale stehen einem doch nicht auf die Stirn geschrieben. Einzig die Anwendung bestimmter Zauber könnte sie als Anhängerin ausweisen. Aber auch das muss kein Beweis sein. Ist aber letzlich auch egal. Wenn sie die Zauber anwendet, so sind die folgen derart, dass sie damit eh verurteilt werden würden.“
Ich schaute etwas pikiert Leowulfs Essenangewohnheiten an diesem Morgen zu.
„Hmpf… ich würde der Hexe ungern die Gelegenheit geben ihre Zaubertricks zu benutzen“ Ein nachdenklicher Blick wechselte zwischen mir und Taruk. „Meint ihr die kommt persönlich vorbei und versucht den Stein zu bekommen?“
„Soll sie kommen“, erwidert Taruk, noch kauend, „wir sind mehr, wir sind schneller, wir sind besser.“ Er schluckte. „Ich hätte sie gestern Nacht erledigen sollen.“ Er nahm einen weiteren Löffel Rührei, kaute bedächtig und fügte dann hinzu: „Wir müssen diesen Abu Terfas finden.“
Ich schüttelte den Kopf. „Ich glaub nicht, dass sie persönlich den Stein holen würde. Dazu scheint sie mir zu fein zu sein. Wenn werden wieder andere geschickt. Aber finden werden sie ihn eh nicht mehr.“

Einige Wachleute kamen und holten die Leiche des anderen Mannes ab, und ein Beilunker Reiter brachte mir einen Brief von Adaque, der etwas komisches passiert sein soll und um meine Hilfe fragte. Würden wir später machen. Ist ja nicht weit bis zu mir nach Hause.
Taruk wollte den Horasier zu einem Kampf um die Ehre herausfordern und Greifwin begleitete ihn. Leowulf wollte hier bleiben und ich zur Wache gehen und nach der Frau fragen.
Sie sollte gehängt werden. Am nächsten Tag. Schade eigentlich, aber kann man nicht ändern.
Wieder zurück am Gasthaus sattelte ich mein Pferd und trat mit Leowulf zusammen auf die Straße um auf die anderen beiden zu warten. Es dauerte eine Weile, aber dann kehrten sie zurück, konnten aber keinen Erfolg berichten. Das Lager war nicht mehr da… abgebaut und in Richtung Rashdul gezogen.
Also holten auch Taruk und Greifwin ihre Pferde und wir wollten hinterher. Allerdings hatte jemand unter Greifwins Sattel einen Sporn eingekeilt und so mussten wir etwas warten bis er sein Pferd eingeholt und dann ein neues gekauft hatte. Deshalb sattele ich mein Pferd immer selbst.
Etwa gegen Mittag erreichten wir eine Abzweigung der Spur der Expedition und dann eine Art Wäldchen und in mitten dessen eine große Stufenpyramide. Und davor das Lager der Expedition. Wunderbar. Taruk wollte noch immer ein Duell – gut, war ja mein Vorschlag gewesen – und ritt ins Lager. Aber der Kerl schien noch in Mherwed zu sein und so beschlossen wir das Ding einfach vor seiner Nase zu untersuchen und vielleicht das heraus zu holen, welches sich darin befand. Denn das etwas da sein musste, dessen war ich mir sicher.
An der Rückseite der Pyramide entdeckte sowohl ich, als auch Greifwin einen Gang in diese hinein. Meiner schien schlechte Luft zu enthalten und jede Menge tote Insekten, und so zogen wir uns wieder zurück. Taruk musste es allerdings nochmals versuchen und löste wohl eine Art Falle aus, die ihn aus dem Gang warf und mit Russspuren verzierte. Und dann schlich er nochmals hinein und zerstörte irgendetwas, denn er meinte Sand riesele von der Decke… hoffentlich stürzt nicht das ganze Ding ein.
Der andere Gang war auch seltsam. Er enthielt irgendetwas, das einem das Atmen schwer machte… und so versuchte ich es erst mittels Körperlose Reise und dann durch einen Paralysis. Aber es ergab nur, dass er wohl ebenso endete wie der andere.
Ich wollte schon aufgeben, als mein Auge mich auf eine Lücke in der Pyramide aufmerksam machte aus der Skorpione krochen. Taruk und Greifwin kümmerten sich um die Öffnung des ganzen und ich fütterte die Schlange mit einem der Skorpione.
Dieser Gang führt im Gegensatz zu den anderen beiden nach oben und nach einiger Zeit erreichten wir einen Torbogen und eine Raum mit einem Sarkophag.
Ein ziemlich großer Sarkophag, der aber die anderen nicht zu interessieren schien. Ich hieß Taruk an den Deckel zu verschieben und ihn zu öffnen, aber darin befand sich nichts von großem Interesse. Aus den Augenwinkeln sah ich jedoch, dass die Blonde hinein stieg und den Deckel verschloss, während ich den Rest des Raumes durchsuchte.
Es fand sich außer einigen Piktogrammen an den Wänden, die mir unbekannte Zusammenhänge darstellten ebenfalls nichts von Interesse. Also steig ich in den Sakophag und verschloss den Deckel über mir. Dadurch schien ein Mechanismus in Gang gesetzt worden zu sein, denn ich landete unsanft auf dem Rücken in einem Gang weiter unten. Ein Glück das Zauberstäbe unzerbrechlich sind, sonst wäre jener auf meinem Rücken mit Sicherheit zerstört worden.
Ich entzündete das Licht neu und wartete ein wenig ob die anderen mir folgen würden. Nach einigen Augenblicken obsiegte allerdings meine Neugierde was sich noch alles hier finden würde und so ging ich den Gang weiter hinunter und entdeckte eine große mit Statuen an den Wänden gefüllte Kammer. Dann hörte ich ein Rumpeln von hinten und Greifwin kündigte sich an.
Die Statuen stellten alte Tulamiden dar, relativ lebensecht in altmodischen Kleidern, hielten aber sonst nichts Aufregendes bereit. Einzig die Statue vor dem Ausgang an der anderen Seite des länglichen Raumes schien etwas Besonderes zu sein. Dahinter über dem Ausgang, der mit Steinen verbaut war, hing ein kleiner bunter Stein in der Wand.
Greifwin betrat den Raum und stakste direkt auf den unpassierbaren Ausgang zu, nur um dann aus einem mir nicht erfindlichen Grund die Statue davor zu Leben zu erwecken. Augenscheinlich eine Art Wächter, die direkt auf Greifwin losging.  Dann hörte ich von hinten Taruks schwere Schritte, der sich, sobald er den Raum betrat, mit Freuden in den Kampf stürzte.
Ich verlor den Überblick, aber irgendjemand musste das Wesen hart getroffen haben, denn ein kleiner ebenso gefärbter Stein wie über der Tür flog vor meine Füße. Ich hob ihn auf, leckte probeweise daran und hielt ihn dann ins Licht um ihn besser sehen zu können.
Das Wesen brach seinen Kampf mit den beiden ab und wankte auf mich, vielmehr vermutlich auf den Stein zu, so dass Taruk die Gelegenheit nutzte und es niederstreckte.
Was also tun mit dem Stein? Ich ließ mich von Taruk vor der Tür hoch heben und hielt den einen Stein an den anderen, und tatsächlich öffnete sich dadurch die Tür, und dahinter erblickte ich Schriftrollen über Schriftrollen in zahllosen Regalen.
Nachdem mich Taruk wieder abgesetzt hatte, schritt ich zwischen den Regalen entlang und zog probeweise an einer der Rollen. Sie zerbrach sofort zu Staub. Also keine Rollen für mich. Zwischendrin befanden sich jedoch auch einige Tontafeln, die weitaus beständiger zu sein schienen, und die ich akribisch nach Hinweisen für den Bann durchzusehen begann. Greifwin und Taruk kümmerten die Rollen weniger, und sie wanderten weiter in einen anderen Raum.
irgendwann hörte ich von dort polternde Geräusche und raffte schnell die gefundenen Tontafeln – zwei Stück – zusammen und ging mit der schweren Last in Richtung Ausgang in der Annahme das Greifwin und Taruk sich schon kümmern werden.
Greifwin folgte mir auch fast sofort auf dem Fuße, aber Taruk ließ sich Zeit. Zuviel Zeit. Ich setzte die Tafeln ab und ging zurück um nachzusehen.
Im Raum hinter der Bibliothek lang Taruk auf dem Boden und über ihm ein riesiger Skorpion… aus kleineren Käfern. Nicht dass das jetzt falsch verstanden wird. Ich hänge weder an Taruk noch an sonst jemandem aus dieser Gemeinschaft, aber ich sehe ein, dass man für bestimmte Aufgaben andere Personen benötigt. Besonderes jemanden der gut im Umgang mit den Waffen ist und glücklicherweise auch noch ebenso wenig von diesem Götterglauben hält.
Ich versuchte also Taruk weg zu ziehen, aber der Skorpion erwischte mich und ich versank im Dunkel. Dann wurde es grau um mich ähnlich dem Limbus aber dunkler. Ich hörte Flügelschlagen und sah einen verdammt großen Vogel der sich vor mich auf die Klippe setzte. Meeresrauschen drang an mein Ohr und ein abschätziger Blick des Vogels traf mich. Dann dreht er sich abfällig ab und stieg wieder in den Himmel hinauf.
Als ich die Augen wieder öffnete lag ich zwischen den Regalen etwa zwei Schritt von dem Skorpionswesen entfernt. Neben mir Taruk. Ich bemühte mich aufzustehen und mit zitternden Beinen hielt ich mich am Regal neben mir fest. Nur raus hier, schrie alles in mir – nicht wörtlich, denn Auge und Mädchen blieben stumm, aber unzählige Muskeln, Knochen und Fasern in meinem Körper.
Ich raffte die Tafeln auf und schlich hinter beiden her. Irgendetwas stimmte mit dem Gang vor uns nicht, denn der Boden hob sich als Greifwin und Taruk darüber traten, aber alleine ließ er sich passieren. Zurück in der oberen Kammer war eine weitere Tür geöffnet, die eigentliche zum Ausgang tat sich aber im Licht meiner Fackel ebenfalls auf, so dass wir endlich nach draußen in die Nacht wanken konnten.

Dunkelheit. Fast nicht zu unterscheiden von der Dunkelheit im Inneren der Pyramide. Einzig die Geräusche der nahen Büsche und Sträucher im Wind von der Gor verhinderten, dass man sich noch immer eingeschlossen und beengt fühlte. Mein ganzer Körper brannte vor Schmerzen und die Kopfschmerzen waren kaum auszuhalten.
Greifwin schleppte sich nach oben. Langsam, vorsichtig. Blut übernetzte seinen Harnisch, das Schwertgehänge hatte auch was abbekommen. Eine Hand um meine Hüfte gelegt.
„Leowulf!“
Freude durchflutete die Stimme des Streuners.
Ich hustete einmal laut und spuckt etwas undefinierbares aus, bevor ich mich zu Boden fallen ließ und liegen blieb.
Taruk rutschte den Gang mehr oder weniger auf dem Hintern herunter und trat hinaus an die frische Luft. Er war verbrannt, verwundet, geschwächt, doch das Feuer in seinen Augen brannte noch. Außerdem wirkte er etwas abwesend, lächelte aber. „Ein guter Kampf“, stellte er fest, „und eine lohnende Erforschung. Machen wir das wieder zu.“ Er wendete sich dem Eingang zu.
Ich hob meinen Kopf und schaute Taruk ungläubig an. „Du willst.. was? Warum.. denn?“
„Das du dafür noch Energie verschwendest. Lasst uns lieber schnell zusehen, das wir hier weg kommen.“ Greifwin schaut sich um. „Ich geh mal schnell schauen, was Bravaldi macht“ und der Streuner schlich sich in Richtung des Lagers der Widersacher.
„Ich will es zumachen, damit Bravaldi nicht sofort merkt, daß wir schon drin waren. Ich will, daß er auch diesen Skorpion trifft.“ Taruk bleckte die Zähne. „Da hinten, da sollte man ihm eine Botschaft hinterlassen…“
„Und… wie dachtest…, dass zu…zu.. machen?“ fragt ich, nach einem Seitenblick auf den verdammt großen Stein neben dem Eingang.
„Wir haben den Stein da weggenommen, also können wir ihn auch wieder dahin legen.“ Taruk schüttelte den Kopf. „Du hast zuviel Blut verloren, Connar, dein Hirn tut nicht mehr richtig.“ Er wendete sich Leowulf zu. „Hilf mir mal hier!“
Leowulf war zwar nicht dazu zu bewegen die Totenruhe irgendwelcher Gräber zu stören… sie aber wiederherzustellen ist wohl was ganz anderes.
„Ich helf dir Taruk und dann… bei Peraine und Tsa! Was habt ihr da drin gemacht?!“
Zusammen rollten und schoben sie den Stein wieder vor den Eingang.
„Wir haben einen Stein geholt.“ Taruk griff in seine Tasche und präsentierte den erbeuteten Mondstein. „Vorher haben wir eine Mumie in Stücke gehauen und eine andere aus dem Weg geräumt. Und nachher haben wir eine Art Riesenskorpion bekämpft, aber…“ Er stockte. „Was ist aus dem Riesenskorpion geworden? Irgendwann sehe ich nur noch Schwärze!“
„Der… hat dich… niedergemacht…“ Ich hustete wieder und setzte mich auf. „Und dann… haben wir… dich retten wollen… aber hat wohl… nicht so… funktioniert.“
„Ihr hättet mich dort lassen sollen. Wenn er mich besiegt hat, dann habe ich es verdient zu sterben.“ Taruk warf noch einen Blick auf den schweren Verschlußstein, zuckte mit den Schultern und dann schaute er mich genauer an. „Vielleicht sollte ich deine Wunden behandeln…hinterher gehst du uns noch drauf.“
„Vielleicht… solltest du…“
Ich lehnte mich an die Außenwand der Pyramide und blickt nach oben. Tod… ja, heute wohl nicht mehr.
Taruk ging in die Knie und macht sich daran, die schlimmsten Verletzungen zu verbinden. Er war dabei nicht sonderlich vorsichtig, aber mehr Schmerz, als ich ohnehin verspürt, verursachte er kaum.
Nach einer Weile kam Greifwin wieder. „Kein Bravaldi da – und auch keine Gehilfin.“
„Dann wird er noch in der Stadt sein“, mutmaßte Taruk, während er letzte Hand an meine Wunden legte. „Umso besser. Wir könnten Wache halten und ihm auflauern. Dann erwischen wir ihn ohne seine 40 Mann.“
„Was?… Jetzt?“ warf ich leise dazwischen. „Du kannst doch… unmöglich jetzt… einen Überfall… planen.“
„Gerade jetzt“, erwiderte Taruk. „Wenn sie ihre 40 Mann um sich herumhaben, kriegen wir sie nur unter großen Verlusten. Wenn sie nur zu zweit sind, ist es leicht, da sind wir sogar in Überzahl.“
„Ich für meinen Teil“ und Greifwin rieb sich die Schulter „will nun erstmal Erholung. Kein Kampf!“
„Dann müssen wir sie schnell und hart treffen“, stellte Taruk fest.
„Frag Leowulf… ob er Lust.. hat. Ich jedenfalls… bin nicht scharf darauf… zu sterben.“ Nein, wirklich nicht.
Ich richtete mich mühsam auf und wankt in Richtung Pferde.
„Einen hinterhältigen Überfall?! Rondra bewahre!“ schnaubte Leowulf.
„Wenn es die Zwölfe so wollen dass wir Bravaldi gegenüberstehen so wird es geschehen. Und es wird geschehen ohne unsere Ehre zu beschmutzen.“
„Du traust dich nicht, was? Hast du Angst vor Bravaldi und seiner Zauberfrau?“ Taruk lachte verächtlich auf. „Daß 40 Mann zuviel für einen Angriff sind, verstehe ich, aber wieso du keine zwei angreifen willst, verstehe ich nicht. Wieviele Gegner müssen es denn sein?“
„Darum… geht es doch… gar nicht. Er will… keinen Überfall… und Hinterhalt. Ehrlich… entgegen treten… aber so wird er.. höchstens… lächelnd vorbei.. gehen. Und diese… Frau… dich vielleicht… töten“, antwortet ich an Leowulfs Statt von etwas weiter hinten.
„Dann treten wir ihnen eben entgegen. Ob wir sie von vorne schnell und hart treffen oder von der Seite, tut nichts zur Sache.“ Taruk stampfte auf. „Wollt ihr es nicht verstehen? Wir kommen nicht gegen das ganze Lager an, also müssen wir zuschlagen, wenn sie alleine sind. Und jetzt haben wir die Gelegenheit!“

Greifwin kehrte von seiner Erkundung des anderen Lagers mit der Nachricht zurück, dass er noch immer nicht eingetroffen sei und wir machten uns auf ein wenig Abstand zum Lager gewinnen zu können und morgen nach Rashdul zu reisen.

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