Von Toten und Untoten

Alles zu .. na Toten und Untoten.

Gleich dem Band über Dämonen – dem  Tractatus contra Daemones – und dem myranischen Codex Monstrorum ist dieser Band außen gräulich gehalten und zeigt auf dem Cover ein Zombiewesen. Die Seiten selbst sind in Sepia ähnlicher Tönung gehalten und ein bisschen dicker als normales Papier. Die Zeichungen und der Text sind dementsprechend nicht schwarz auf weiß, sondern dunkelbräunlich auf hellbräunlich. Der Band selbst ist zu gut zwei Dritteln für die Verwendung direkt im Spiel gedacht und nur das letzte Drittel enthält Werte der aufgeführten Wesen.

Der Band hat wie fast jeder im Bereich DSA zunächst eine kleine Erklärung um was es überhaupt geht. Hierin wird erklärt, dass es sich bei dem ersten Teil, dem ohne Werte, um die Sammlung eines Nekromanten handelt, der allerhand Zeugs zu Untoten zusammen getragen und teilweise mit eigenen Anmerkungen versehen hat. Somit können all die Texte, die dort zu finden sind als IT existent angesehen werden.
Die Sammlung beginnt mit Texten über die Nekromantie im allgemeinen. Also zum Beispiel die korrekte Zeit um Tote zu erwecken, aber auch welche Arten der Erweckung es gibt, wie man sich am besten unterwegs verhält, dem Wesen eines Nekromanten und noch einigen anderen Themen, die eher allgemein in die Nekromantie einführen.
Der Hauptteil des Bandes ist dann das zweite Kapitel in dem bekannte Arten von Untoten beschreiben werden. Hier handelt es sich alleine um Textsammlungen aus der aventurischen Geschichte, die von eben besagtem Nekromanten nun zusammengesammelt wurden und dem Leser die entsprechende Art der Untoten näher bringt. Bilder gibt es dann auch immer zu den Wesen und oft sind es Kategorien, die noch weiter unterteilt werden. Um mal ein paar Beispiele zu nennen:
– Untote Echsenwesen werden gesondert aufgeführt.
– Ghoule werden ebenso beschrieben, auch wenn der Nekromant sich mit den Texten, die er gesammelt hat nicht einig ist und bissige Kommentare an den Rand geschrieben hat
– Golems werden ebenso beschrieben, jedoch nur in der Knochengolemvariante
– Untote von großen Kreaturen werden gesondert beschrieben
– Skelette und Zombies fehlen natürlich auch nicht
Weiter geht der Band mit der „neuen“ Untotenart: Den Verlorenen. Das sind Varianten der normalen Untoten, die aber deutlich anders sind. Die Texte lassen den Schluss zu (wohlgemerkt auch hier handelt es sich um reine Spielwelttexte) dass es sich um Untote mit Seele handelt – sozusagen klassische Geister nur in einem Körper. Diese speziellen Untoten werden ebenso in Kategorien eingeteilt, jedoch nicht nach Art des Untoten, sondern nach „Wirkung“. So gibt es Gefallene Priester und Seelenfresser unter den Verlorenen, aber auch den klassischen untoten Kapitän.
Weiter geht der Band mit Textsammlungen zu vier für Nekromanten interessanten Orten, die mitsamt einer kleinen Karte aufgeführt sind und einer kurzen Abhandlung über bekannte Bücher der Nekromantie, sowie besondere nekromantische Persönlichkeiten.
Die nun folgenden knapp 60 Seiten sind der Regelteil und natürlich nicht mehr Textquellen aus Aventurien. Erklärungen zu den bekannten Zaubern und Liturgien, sowie Paktgeschenken und Sonderfertigkeiten, die mit der Nekromantie in Zusammenhang stehen, die extra hierfür neu dazu kommen. Dann gibt es kurze Erklärungen über die Varianten der Untoten, natürlich mit besonderem Augenmerk auf den Verlorenen und bekannte Eigenschaften von Untoten – aufgeführt in einer Tabelle zur besseren Übersicht. Hierbei gibt es jede Menge neue Eigenschaften.
Die restlichen Seiten sind dann reine Spielwerte von den in den vorherigen Kapiteln aufgeführten Wesenheiten. Also den normalen Untoten, den Verlorenen und auch den wichtigen Persönlichkeiten. Im Abschluss daran gibt es noch kleine regeltechnische Besonderheiten zu den benannten Orten.

Was auf jeden Fall gesagt werden muss ist, dass der Band wirklich nur Untote enthält. Und eben keine Geister. Wenngleich Geister in ihrer komischen neuen Form als Verlorene auftauchen, sind diese aus der Kategorie der „Untoten“ wohl heraus gefallen. Warum wird allerdings so richtig deutlich nicht gesagt. Immerhin kann man die ja auch rufen, aber gut. Chance für einen weiteren Band oder so.
Die Ergänzungen zu den bisherigen Eigenschaften der Untoten mögen für einen Nekromantenspieler ja noch ganz nett sein, ebenso wie die IT Texte, aber für alle anderen ist das wieder einmal Regelwerte in einem Buch, dass kein Regelwerk ist. Sollte man also irgendwas mit Untoten in seiner Kampagne planen, so ist das Buch eigentlich ein Muss, alleine wegen besagter Regelerweiterung und den zusätzlichen Eigenschaften, die nicht gerade wenige sind.
Stimmungsvoll ist das Buch allerdings alle mal. Die IT Texte sind eine nette Zusammenstellung und die Kommentare des Nekromanten geben dem ganzen die richtige Würze.

Fazit:
Der Band ist für Spieler und Spielleiter, die auch wirklich etwas mit dem Thema zu tun haben, geeignet. Wenn man weder einen magischen Charakter oder vielleicht Borongeweihten spielt, oder eben in seinen Abenteuern solche Untoten nicht verwenden möchte, dann braucht man diesen Band nicht wirklich. Die IT Texte sind aber trotz alledem recht nett zu lesen und wer so etwas mag, der sollte auch einmal einen Blick rein werfen.

Mit freundlicher Unterstützung in Form eines Rezensionsexemplars von der Ulisses-Spiele GmbH und dem F-Shop.

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