Werewolf: The silver crown

Ein Roman von Bill Bridges

Einigen von euch ist ja sicherlich bekannt, dass es zum Rollenspielsystem Werwolf:Die Apokalypse von White Wolf auch eine Romanreihe über die einzelnen Stämme gab. Also für jeden der Stämme einen „Teil“ Roman einer zusammenhängenden Geschichte. Und die Vorgeschichte zu dieser Reihe ist in „The silver crown“ beschrieben.

Nachdem der amtierende König Morningkill bei einem Überfall durch die Tänzer der schwarzen Spirale getötet wurde, gibt es nicht einen sondern sogar zwei potentielle Nachfolger. Der eine ist Arkady, ein aus Rußland stammender Silberfang, welcher das Rudel des Königs anführte, aber beim Angriff zu spät kam. Der andere ist Lord Albrecht, der Urenkel des Königs, welcher jedoch als Ausgestoßener bei der Knochenbeißer Septe im Central Park lebt und nur durch die letzten Worte des sterbenden Königs wieder zurück kommen kann.
Beide haben auf Grund ihrer Ahnen das Recht die Silberfänge und damit auch zumindest nominell alle anderen Werwölfe Amerikas zu führen und Arkady ist bei den Silberfängen der Septe sehr viel beliebter als der Außenseiter, welcher in den Augen vieler einer nicht ganz so ehrbaren Verbindung entstammt. Hinzu kommt, dass Lord Albrecht auch noch gar keine Lust auf König sein hat, jedoch auf der Beerdigung seines Urgroßvaters so sehr verärgert wird, dass er sich zu einer entsprechenden Aussage hinreißen lässt.
Wie bei unter dem Vollmond geborenen Werwölfen üblich muss ein Zweikampf entscheiden wer König werden wird. Und obwohl Lord Albrecht sicher ist zu gewinnen besiegt ihn Arkady. Doch wie er später erfährt nicht durch können, sondern durch einen gemeinen Trick. Den aber keiner beweisen kann. Doch dennoch gilt es zu verhindern das der Verräter auf den Thron gelangt und Lord Albrechts einzige Hoffnung ist es, die silver crown zu finden. Das sagenhafte Artefakt der Silberfänge, welches schon lange verschollen ist. Zusammen mit seinen beiden Gefährten Evan Heals-the-Past und Mari Cabrah macht er sich auf den Weg durch das Umbra einer Legende hinterher…

Der Roman ist natürlich kein Glanzstück der Romanschreibkust, aber ein solides Werk für einen Rollenspielautor, der übrigens jeder ist, welcher haupt verantwortlich für die Entwicklung und Geschichte von Werwolf ist. Die Charaktere sind dem Rollenspiel entsprechend gut ausgebaut und der Leser bekommt einen Einblick wie sich der Autor denn so die Welt gedacht hat. Es ist ja immer ein gewisser Unterschied zwischen dem was der oder die Autoren für eine Welt meinen und der die dann in der Spielrunde zum Leben erschaffen wird.
So erfährt man hier natürlich primär über die Art und Weise wie die Silberfänge agieren, aber auch andere Stämme kommen nicht zu kurz. Was man ebenso erfährt ist ein Teil des Metaplots, welcher ja für die meisten Spielrunden wohl nur Handlung im Hintergrund sein dürfte, aber gerade solche Gruppen, welche einen Silberfang Charakter haben zumindest mit einbeziehen müssen.
Aber auch wenn man keine Werwolfrunde hat und sich einfach nur für die Geschichte dahinter interessiert, bietet der Roman einfach nette Unterhaltung und eben die Grundlage zu den Tribenovels.

Der Roman zählt zu den die extra für das Kartenspiel Rage erschienen sind.

Fazit:
Ein lesenswerter WoD Roman, besonders wenn man die ganze Geschichte hinter Werwolf kennen möchte.

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