Mikro-Modul #1 Der Banküberfall

Ein Kurzabenteuer für acht Spieler

Das erste kleine Mini-RPG vom Manticore Verlag. Gerade einmal so groß wie ein Pixieheft mit etwas über 30 Seiten ausgestattet bietet es ein vollständiges Regelsystem mit Charaktererschaffung und einem Abenteuer für acht Spieler plus Spielleiter für wenig Geld (auf der Spiel ein Fünfer). Aber was kann das kleine Büchlein denn eigentlich?

Das Regelsystem ist natürlich nicht für Rollenspiel Unkundige ausgelegt, sondern schon für jene die grob wissen was Sache ist. Allen anderen wird geraten doch einfach mal auf der Homepage des Verlags zu schauen, da gibt es eine Erklärung was Rollenspiel ist. Das System selbst ist dann aber denkbar einfach, wenn auch an manchen Stellen merkwürdig redundant. So gibt es zwar nur vier Werte die erwürfelt werden bei der Erschaffung, aber davon dann jede menge abgeleitete Werte, die zum Teil einfach genau dem Ursprungswert entsprechen und nicht mal durch Summenbildung oder „wenn x, dann y“ Bedingungen verändert werden. Warum die dann da sind? Vermutlich weil es cooler klingt. Neben den Startattributen gibt es noch Fertigkeiten, die mit Punkten versehen werden, so dass letztlich mit seinen Würfeln unter Attribut + Fertigkeit (so vorhanden) gewürfelt werden muss um einen Erfolg zu erzielen.
Das Abenteuer ist eine recht simple Geschichte über zwei Banden in einem kleinen Westernkaff, die sich um die potentielle Beute eines Banküberfalls streiten und aus je vier Mitgliedern (weswegen es acht Mitspieler sein müssen) besteht. Das Abenteuer zielt praktisch darauf ab möglichst viele Klischees des Western Genre zu bedienen und am Ende lauter Leichen vor und in der Bank zu haben, die mit heißen Colts und fiesen Schrotflinten erschossen wurden. Zum Abenteuer gibt es Pläne der Bank und wichtiger anderer Örtlichkeiten, so wie ein kleiner Teil mit zufälligen Aufgaben, die man als SL noch zusätzlich einfügen kann. Zudem gibt es noch einen weiteren Kniff, der wird hier aber nicht verraten, denn es ist ein Abenteuer, dass man mit Sicherheit gut auf einer Con spielen kann.
Einen netten Lacher gibt es dann noch am Ende des Abenteuers, wenn dem Leser erklärt wird, dass in der Regel 80-90% der Spieler beim Abenteuer sterben werden.

Fazit
Für den Preis ist das was geboten wird, sollte das wirklich jeder mitnehmen, sofern er es gerne simpel, einfach und schnell mag. Natürlich darf er dann auch kein irre ausgefeiltes System erwarten. Aber das will das Büchlein ja auch gar nicht leisten.

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