Heldenhafter Januar!

Rückblick auf den Januar-Karneval der Rollenspielblogs

So, der Januar ist vorbei, und damit auch der erste Karneval der Rollenspielblogs an dem wir uns beteiligt haben – und das nicht nur mit einem Betrag, sondern direkt als Organisatoren. „Helden und Heldentum im Rollenspiel“ war, wie man dem Eingangbeitrag entnehmen kann das Thema diesen Monat. Wie sahen also die Beiträge aus?

Den ersten Beitrag lieferte Tarin ab, der sich lange und breit zum Heldenbegriff ausgelassen hat, und welchen Wert dieser im Rollenspiel hat. Man merkt hier deutlich das sich der Autor lange und ausführlich schon mal mit dem Thema auseinander gesetzt hatte, was einen interessanten und lesenswerten Artikel zur Folge hatte.

Auch Engor hat seinen Blick auf den Heldenbegriff gerichtet, und fragt, was denn Weltenretter, Söldnerseelen und Zuckerbäcker mit dem Thema zu tun haben. Hier ist die Betrachtung natürlich von der aventurischen Sicht bzw. die des DSA-Spielers geprägt, was dem Ganzen aber keinen Abbruch tut.

Daniel von System Matters hat dann noch eine nette Zufallstabelle gebastelt, 1w20 Schätze in einem Heldengrab. Auch die größten Helden sterben irgendwann, und traditionell bekommen solche Helden auch Grabbeigaben. Ob es eine gute Idee ist, ein solches Grab zu plündern, steht dabei allerdings auf einem ganz anderen Blatt…

Nachdem ich mir noch kurz Gedanken zum Thema Antiheld gemacht habe, wurde im Podcast der Greifenklaue ein Held für D&D 5 zusammengebaut, quasi als Teil einer Systemvorstellung. Außerdem gab es dann noch eine ganze Folge des Podcasts zum Thema Helden und Heldentum, und zur Entstehung von Superhelden.

Der Ackerknecht fragt sich, „wird man zum Helden geboren?„, und schaut sich die diversen Heldenpunkt-mechanismen an, die es in der Rollenspiellandschaft da draußen gibt, und zieht dabei den Vergleich mit dem, was bisher zu DSA5 bekannt geworden ist.

Belchion schreibt mit Held: Tat oder Ansehen eine lose Fortsetzung zu Engors Artikel, wenn auch eher aus der Sicht des Spielleiters der OSR, und stellt die Frage ob es die Taten oder das Ansehen sind, welches aus dem Charakter einen Helden machen.

Auch Ritter können Antihelden sein erklärt uns Wendigogo in seinem Artikel Antihelden, bei dem das Thema aus der arthurianischen Sicht von Pendragon beleuchtet wird. Direkt im Anschluss bietet er uns dann auch Ansätze, um mit Unknown Armies Echte Helden, also Superhelden spielen zu können, ohne aus dem Rahmen von UA auszubrechen.

Einen ganz besonderen Beitrag hat dann Merimac geleistet, denn mit Gigizza, Verschlinger der Legenden bietet er uns ein Schrecken für Earthdawn, welcher für so manchen Charakter das Ende jeglicher Möglichkeit darstellt, jemals ein Held zu sein.

Den letzten Beitrag lieferte dann Blut und Glas von d6Ideas, mit Nur Kriegshelden, einer Karriereoption für Helden im Warhammer 40K-Universum, genauer, für das RPG Only War.

EDIT: Verspätet kam noch ein Beitrag von Clawdeen herein, in dem es um Heldentum und seine Grenzen geht. Die Autorin bezieht sich bei ihren Betrachtungen auf Scion, und das es bei diesem Spiel durchaus etwas schwerer sein kann, sich wie ein richtiger Held zu fühlen.

Fazit:
Ich gebe zu, ich bin überrascht und begeistert von der Zahl an Beiträgen zu meinem ersten Karneval. Es zeigt sich das ich nicht der Einzige bin, welcher der Meinung ist, Helden und Heldentum lägen – den düsteren 90s zum Trotz – immer noch im Herzen unseres Hobbys. Aber nicht nur die Menge sondern auch die Qualität und Vielfalt der Beiträge sprechen in meinen Augen eine deutliche Sprache. Das Heldenhafte ist immer noch lebendig im Rollenspiel, und das finde ich großartig.
Aber der Januar ist jetzt vorbei, und im Februar ist das Thema „Zehn Dinge“ – was es damit auf sich hat könnt ihr im Startbeitrag bei der Greifenklaue nachlesen. Viel Spaß bei der Lektüre!

Verwandte Links:
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