Fünf Geschäfte für Fantasystädte

Ein Friday Five mit Infernal Teddy

Heute möchten wir euch fünf Geschäfte für Fantasystädte präsentieren. Diese Läden und ihre Inhaber sind zwar bewußt möglichst generisch gehalten so das man sie nach belieben in einer Fantasystadt seiner Wahl platzieren kann, aber wir hoffen, sie sind interessant genug um geneigte Gruppen auch entsprechend bei Laune zu halten. Enjoy!

 Inosus‘ Ausrüstungsemporium
Trotz des hochtrabenden Namens findet sich in Inosus‘ Laden nur sehr wenig „Ausrüstung“, und die Ausrüstung die man hier findet ist fast immer mit einem Schildchen belegt auf dem „Reserviert“ steht. Inosus hat sich nämlich auf eine ganz spezielle Nische spezialisiert nachdem ihm die große Menge an Abenteurer aufgefallen ist die immer wieder durch diese Stadt kommen: er verspricht seinen Kunden, alles zusammenzustellen was sie brauchen und schnellstmöglich zu ihrem Gasthaus oder sonstigen Wohnort innerhalb der Stadtmauern zu liefern. Der Vorteil für die Helden liegt auf der Hand, sie sparen Zeit indem sie nicht mehr selbst dutzende Geschäfte in einer möglicherweise fremden Stadt abklappen müssen. Inosus beschäftigt ein halbes Dutzend oder mehr Laufburschen welche dann die einzelnen Geschäfte anlaufen und dort dann die gewünschte Ware besorgen. Dadurch das Inosus mehrere Läufer beschäftigt kann er schneller alles zusammenstellen, und dafür schlägt er insgesamt 5% auf den Preis des Gesamtpakets. Und dadurch das er die wichtigsten Handwerker der Stadt kennt kann er auch mit handfesten Informationen dienen – für einen gewissen Preis versteht sich.
Gerüchte:
– Angeblich arbeitet Inosus nicht nur mit den Handwerkern der Stadt zusammen – in dringenden Fällen greift der Händler wohl auch auf die Dienste der hiesigen Diebesgilde zurück um Waren für seine Kunden aufzutreiben die er sonst nicht rechtzeitig besorgen kann.
– Manche Reisende behaupten es gäbe mehr als ein Inosus. Auch in anderen Städten gäbe es Inosus‘ Ausrüstungsemporien, und der Besitzer nenne sich auch immer Inosus, sehe genau so aus wie dieser, und sei auch eines Tages einfach von irgendwo hergereist. Das ist doch Suspekt…
– Die Diebesgilde arbeitet nicht mit Inosus zusammen, aber sie nutzen sein Geschäft aus: ein Teil seiner Läufer sind in Wirklichkeit Diebe, sie nutzen die Möglichkeit aus um herauszufinden bei welchen Händlern, Handwerkern und Abenteurern es sich lohnen würde einzubrechen.

Die zauberhafte Küche
Eigentlich ist dieses Gasthaus nichts besonderes – es gibt hier gutes Essen, gutes Bier, und meist halbwegs saubere Tische. Was dieses Gasthaus besonders macht ist der Besitzer – und das Personal. Felithodiel – oder Fell, wie ihn seine wenigen Freunde nennen – ist ein Elf der sich von einigen Jahren nach einer Abenteurerkarriere zur Ruhe gesetzt hat die fast ein Jahrhundert umfasst. Und da er nicht wusste was er mit seinem Reichtum anfangen sollte kaufte er sich ein Gasthaus, und bot Lehrlingen der Zauberschule der Stadt Stipendien an: er würde die Kosten ihrer Ausbildung übernehmen wenn sie dafür in seinem Gasthaus arbeiten würden so lange sie noch Lehrlinge sind. Das Angebot fand nicht nur bei den Lehrlingen, sondern auch bei den Meistern und bei den Einwohnern der Stadt anklang, und so ist „Die Zauberhafte Küche“ ein voller Erfolg geworden. Feuermagier kochen das Essen, Telekinetiker lassen die Gerichte bis zum Gast schweben, Wassermagier machen sauber, und Illusionisten sorgen für die Unterhaltung.
Gerüchte:
– Fell ist gar kein ehemaliger Abenteurer – egal wie lange oder wie erfolgreich, keiner dieser Rumtreiber kann so viel Geld haben. In Wirklichkeit ist er ein Agent! Wessen? Öhm… der Elfenkönigin? Des dunklen Lords?
– Dem Herrscher der Stadt ist „Die zauberhafte Küche“ ein Dorn im Auge – viel zu gefährlich! Aber weil die Zauberschule Fell unterstützt kann er nichts tun. Aber vielleicht heuert er ja Leute an die das für ihn erledigen?
– Die Zauberer die dort arbeiten? Alle keine Lehrlinge. In Wirklichkeit hat Fell ein gefährliches Artefakt gefunden in dem ein Dämon gefangen ist, und die vermeidlichen Lehrlinge sind tatsächlich da um dafür zu sorgen das der Dämon da drin bleibt.

Bruder Meinfelds Armenspeisung
Für viele der reicheren Bewohner der Stadt ist Bruder Meinfeld eine Gefahr für den Frieden, und ein gefährlicher Terrrorist noch dazu. Für die ärmsten Bewohner der Stadt ist er ein Engel, ein Lebensretter und ihr einziger Beschützer. Würde man ihn selbst fragen würde er sich als einen einfachen Diener der Göttin der Familie beschreiben. Meinfeld betreibt im schlimmsten Elendviertel der Stadt eine Armenküche und ein Nachthaus für jene, die nichts im Leben haben. Und um das zu betreiben sammelt er immer wieder Geld in den reichsten Teilen der Stadt – wenn auch auf unorthodoxe Art und Weise. Er läuft reichen Händlern nach und brüllt ihnen dabei heilige Texte dazu, oder verkündet laut Verfehlungen die sein Opfer begangen hat, bis man ihm Geld gibt damit er verschwindet. Er ist den übrigen Mitgliedern seines Glaubens Peinlich, aber sie stehen hinter dem merkwürdigen Priester , geschlossen wie zu sonst wenigen Themen in dieser Stadt
Gerüchte:
– Der Tempel der Göttin der Familie heuert immer wieder Abenteurer an um nachts das Armenhaus und Bruder Meinfeld zu bewachen und beschützen. Er besteht zwar darauf keinen Schutz zu benötigen, aber die Mächtigen der Stadt haben schon mehrfach Attentäter ausgeschickt um ihn zu erledigen. Der Tempel zahlt gut.
– Nicht nur der Tempel kümmert sich um Meinfeld: Die Geschichten die Meinfeld verkündet um an die Gelder für das Armenhaus zu kommen werden ihn von den Bettlern der Stadt selbst an ihm weitergegeben, ebenso von einigen Dieben.
– Einige der gefährlichsten Fakten bekommt er allerdings als Vision mitgeteilt. Allerdings nicht von seiner Göttin: ein Ring den man ihn gespendet hat ist in Wirklichkeit verflucht, und der Dämon der darin gebunden ist flüstert ihn zu um nach und nach Meinfeld zu übernehmen…

Der Pferdlose Stall
Bei diesen Stallungen handelt es sich um eine Unterkunft für Reittiere der eher ungewöhnlichen Sorte. Die Besitzerin, eine alte Druidin die alle nur als Madame Fera bezeichnen, hat ein Schild an der Tür anbringen lassen mit der Aufschrift „Keine Pferde“ – hier werden nur Reittiere die besonderer Pflege bedürfen. Sei es ein Pegasus, ein Reitung, eine Nachtmare oder noch exotischere Tiere, Madame Fera findet eine Möglichkeit das Tier unterzubringen und zu versorgen. Gut, manchmal gerät auch Der Pferdlose Stall an seine Grenzen, einen Drachen zum Beispiel oder einen Wal wird man hier vergeblich unterbringen wollen, aber abgesehen davon wird das Personal – die meisten davon junge Druiden in Ausbildung – sich um jedes Reittier kümmern, und dabei auch dafür sorgen das es nicht zu Zwischenfällen kommt weil jemand versehentlich ein Einhorn neben einem Höllenhund abgestellt hat.
Gerüchte:
– Der Stall ist zwar praktisch, aber nur ein Deckmantel: In Wirklichkeit wollen die Druiden nach und nach ihren Glauben in der Stadt verbreiten und so neue Anhänger gewinnen. Viele ältere Bewohner sind skeptisch, aber bei Jüngeren scheint es langsam zu wirken.
– In Wirklichkeit ist Madame Fera nicht eine alternde Druidin, sonder das Oberhaupt aller Druiden. Sie hat hier ihren Stall eröffnet um ein Auge auf die Welt und der Politik zu haben und so bessere Entscheidungen für ihren Glauben treffen zu können.
– Von wegen Druiden, das sind doch insgeheim alle Dämonenanbeter, die wollen die ganzen merkwürdigen Tiere in einem abartigen Ritual abschlachten und so einen gigantischen Pflanzendämon beschwören der die ganze Stadt, nein, das ganze Land hinwegfegen soll!

Zantosas Zauberhafte Düfte
Dieser kleine Laden ist nur schwer zu finden, in einer dunklen und verwinkelten Seitengasse der Stadt, aber für jene die ihn kennen lohnt sich der Aufwand. Der Inhaber, ein geheimnisvoller Mann der sich selbst nur „Zantosa“ nennt, stellt die besten Seifen, Düfte, Badezusätze und Parfüms her die es in der Stadt – und vielleicht dem Reich – zu erwerben gibt. Das Geheimnis: jedes Produkt das hier verkauft wird hat eine magische Auswirkung. Sei es das dem Nutzer vorgegaukelt wird das er mitten in einem Wald badet, oder das sich alle jungen Männer nach der Dame umsehen die sein Parfüm trägt. Und jede Mixtur ist anders, einzigartig und möglicherweise nie wieder erhältlich. Zantosa behauptet steif und fest kein Magier zu sein und die Seifen selbst herzustellen.

Gerüchte:
– Zantosa ist tatsächlich kein Zauberer: er ist ein Priester des Trickstergottes, geschickt um die Reichen, Schönen und Mächtigen der Stadt zu verwirren und ins Chaos zu stürzen. Jede Tinktur ist eine Reaktion darauf das Zantosa davor betet auf dem Altar seines Gottes.
– Nein nein, Zantos ist ein Alchemist. Eigentlich versucht er Blei in Gold zu verwandeln, er verkauft hier nur die gescheiterten Versuche welche nicht zu gefährlich sind, schließlich braucht er ja Gold um seine Gottlosen Experimente fortzusetzen.
– Keine Ahnung wer Zantosa ist, aber mein Fetter Ned meinte, er zahle gut für die Leichen von Monstern, vermutlich braut er aus denen irgendwas merkwürdiges zusammen. Vielleicht entstehen ja so die ganzen Düfte die er da verkauft…

3 Kommentare zu Fünf Geschäfte für Fantasystädte

  1. Gefällt mir. Auf die Idee muß man erst mal kommen.

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