Fünf Fragen Für… Megan Leigh

Ein Kurzinterview zur Seite Pop Culture

Wir hatten im Sommer 2017 besuch. Mein Cousin machte eine Rollerderby-Tour durch Deutschland (Er ist Schiedsrichter, und war mit der englischen Mannschaft in… 2016? in Calgary für die MRDWC), zusammen mit einer guten Freundin, und schlug dann auch bei uns auf. Besagte Freundin war Megan Leigh, welche unter anderem der Kopf hinter Pop-Verse ist, einem Blog der sich mit Phantastik in der Popkultur beschäftigt, und auch eine der drei Damen hinter dem Podcast Breaking the glass slipper. Da ich beide Projekte ziemlich großartig finde und Megan nicht direkt schreiend davon gelaufen ist als ich sie gefragt habe ob sie mitmachen würde habe ich mal wieder ein Kurzinterview für euch.

1.) Wer… ist Megan Leigh?
Als Tochter eines der Ritter des Tals und der Göttin des Grases wußte Megan Leigh schon immer das ihr vorherbestimmt war, die beste Basketballspielerin des Universums zu werden. Nachdem sie die Terraner im siebten galaktischen Krieg zum Sieg geführt hat ist Megan durch Raum und Zeit gereist um sich auf einem Planeten niederzulassen, welcher nur von Katzen bevölkert wird.
(Okay, um ehrlich zu sein ist Megan Leigh wahrscheinlich nichts dergleichen. Sie ist wahrscheinlich eher eine Lieferantin der Lügen, auch bekannt als „Autorin“.)

2.) Was ist… Pop Verse?
Pop Verse, auch bekannt als Pop Culture Universe, begann ursprünglich als Prokrastinationsprojekt bzw. als Übungsaufgabe. Es gibt ein altes Sprichwort wonach es mindestens zehntausend Stunden Übung braucht, bevor man ein Handwerk gemeistert hat. Gibt es einen besseren Weg zu üben als sich selbst sehr öffentliche Deadlines zu setzen?
Die Webseite beschäftigt sich mit Büchern, Filmen, Fernsehen, Comics, Spielen, und Musik. Ein bisschen von allem was mich interessiert. Glücklicherweise muss ich die Seite nicht alleine mit Inhalt füllen. Meine Coautoren und ich schreiben bissige Kritiken; Einsichten und Erkenntnisse, welche weder sonderlich einsichtig sind, noch so witzig wie wir gerne wären; und bisweilen wenn wir faul sind Artikel mit Listen. Im Großen und Ganzen lieben wir die Popkultur, und wir lieben unsere Meinungen dazu um so mehr – die Seite ist also unser Geschenk an euch. Gern geschehen.

3.) Was ist… Breaking the Glass Slipper?
Was sagst du da, eine weitere Liste mit den „Besten Werken“ aus Science Fiction, Fantasy, und Horror, und die Bücher darauf sind alle nur von MÄNNERN geschrieben worden? Und das obwohl einer der Begründer der spekulativen Fiktion Mary Shelley war? Keine Sorge, liebe Männer, das habt ihr uns ja schnell wieder rausgeprügelt. Oder… doch nicht. Frauen schreiben hervorragende spekulative Geschichten praktisch seid der Erfindung des Genres – warum werden sie dann so oft übersehen?
Ich habe mir diese Fragen häufiger gestellt, und wie es sich herausstellte war ich nicht die Einzige der es so ging. Die Autorinnen und Genrefans Lucy Hounsom und Charlotte Bond stellten sich die selben Fragen. Wie bekommt man mehr Leute dazu, über Frauen in SF und Fantasy zu reden? In dem man die Konversation anstößt! Aus dieser Überlegung heraus wurde Breaking the Glass Slipper geboren, ein Podcast der alle zwei Wochen erscheint und uns dabei helfen wird, durch die gläserne Decke in SF, Fantasy und Horror zu brechen.

4.) Was ist… dein bevorzugtes literearisches Genre?
Das ist auf so vielen Ebenen eine schwierige Frage. Alleine schon weil „Literarisch“ schon ein Wort mit vielen Bedeutungsebenen ist. Selbst wenn wir die Debatte darüber vermeiden, was denn jetzt „literarisch“ bedeutet, und uns einfach darauf konzentrieren welche Genres ich gerne lese, bleibt es eine schwierige Frage. Da ich schon seid meiner Kindheit ein SF Fan gewesen bin fühlte ich mich natürlich auch beim Lesen zu diesem Genre hingezogen. Aber es fiel mir schwer. Tatsächlich war es realistische (*Hüstel* „literarische“) Fiktion die mich dazu gebracht hat, mich ins Lesen zu verlieben. Graham Greenes „window-pane prose“ (Wie es Brandon Sanderson bezeichnet hat) war nie ein Hindernis beim Erzählen einer spannenden Geschichte.
Nachdem meine Liebe zu Büchern also gefestigt wurde habe ich irgendwann meinen Weg zurück zur Science Fiction gefunden, mit einem Umweg über die Fantasy. Es war Ursula K. LeGuin die mich zurückgebracht hat, und die mich auch weiterhin inspiriert. Ich springe ständig zwischen Fantasy und Science Fiction hin und her. Spekulative Fiktion umfasst die selbe Spannweite an Drama, wie es auch in „realistische“ Alltagsgeschichten enthalten, und baut gleichzeitig Welten von ungeahnter Vorstellungskraft auf. Wie könnte ein anderes Genre hoffen dagegen anzukommen?

5.) Welcher Roman oder Romanreihe würdest du gerne als Fernsehserie oder als Spiel umgesetzt sehen?
Da wir mittlerweile in einer Zeit angekommen sind, in der fast alles bereits vermarktet worden ist fällt es mir schwer, auf ein Buch zu kommen welches nicht schon in irgend einer Form umgesetzt worden ist. Ich glaube, China Mievilles The City and The City (Deutsch: Die Stadt & Die Stadt) würde ein großartiges Tischrollenspiel hergeben. Man könnte Regeln für das „Nicht sehen“ der anderen Stadt, und mit massiven Abzügen falls man verbotenerweise auf Dinge reagiert, welche in der anderen Stadt stattfinden.
Es gibt eine Kartenspielumsetzung von Locke & Key, dem Comic von Joe Hill und Gabriel Rodriguez. Ich habe es leider nicht gespielt, aber die Welt ist sehr detailliert, und bietet sich geradezu an. Ich würde unheimlich gerne in einem Spiel mitspielen, welches in dieser Welt angesiedelt ist. Ich drücke die Daumen das es da bald zu einer Umsetzung fürs Fernsehn kommt!

So, und im Anschluss gibt es noch die Originalversion des Interviews:

1.) Who… is Megan Leigh?
Born to a Knight of the Valley and the goddess of grass, Megan Leigh always knew she was destined to be the universe’s best basketball player. After the seventh galactic war where she led the Terrans to victory, Megan travelled through time and space to retire on a planet populated entirely by cats.
(N.B. Megan Leigh might not actually be any of these things. She may, in fact, be nothing more than a purveyor of lies, otherwise known as a fiction writer.)

2.) What… is Pop Verse?
Pop Verse, also known as Pop Culture Universe, began as both a procrastination project and practice. The old saying goes that to truly master a skill, you have to spend at least 10,000 hours practicing. What better way to practice than by setting yourself very public deadlines?
The website covers books, film, tv, comics, games, and music. A little bit of everything that interests me. Thankfully, I don’t have to keep the ball rolling entirely on my own. My contributors and I write scathing reviews, commentary insights that are neither particularly insightful nor as clever as we’d like to think, and the odd listicle when we’re feeling lazy. For the most part, we love pop culture and love our opinions even more – the site is our gift to you. You’re welcome.

3.) What… is Breaking the Glass Slipper?
What’s that you say, another ‚best of‘ science fiction, fantasy, and horror list of books ALL written by MEN? And to think, speculative fiction is often attributed to beginning with Mary Shelley! Don’t worry men, you quickly stamped that out of us. Or did you… Women have been writing amazing speculative fiction since the genre started. So why are they so often overlooked?
These were the questions that I found myself asking, and as it turned out, I wasn’t the only one. Fellow authors and long-time genre fiction fans Lucy Hounsom and Charlotte Bond were asking the same questions too. What better way to get more people talking about women in SFF? Be the first to start talking about it! And so Breaking the Glass Slipper was born. A bi-weekly podcast that will help us smash through the glass ceiling in the world of science fiction, fantasy, and horror.

4.) What… is your favorite colour literary genre?
This is a tricky question on multiple fronts. The term ‚literary‘ is so laden with baggage, I hardly know where to begin. If we avoid the debates of ‚what does literary mean‘ and just talk about the genres I like to read, literary or not, it is still a difficult choice. Having been a science fiction fan since I was a kid, I was naturally drawn to the genre in my reading. But I struggled with it. It was actually realist (ahem, ‚literary‘) fiction that made me fall in love with reading. Graham Greene’s ‚window-pane prose‘ (as Brandon Sanderson dubs it) never gets in the way of telling a rollicking story.
After firmly establishing my love of books, I eventually found my way back to science fiction, by way of fantasy. It was Ursula le Guin who steered me back and she’s continued to inspire me. You will find me swapping between science fiction and fantasy almost constantly. Speculative fiction genres contain all the drama of ‚realistic‘ human stories while building worlds of unlimited imagination. How could any other genre compare?

5.) Which novel or book series would you love to see as a series or game?
In the age of merchandising practically everything it is difficult to think of a great book that hasn’t been adapted in some for or other already. I think China Mieville’s The City and The City would make a great tabletop rpg. You could incorporate ‚unseeing‘ the other city into the mechanics of the game, with severe penalties for breaking character or referring to anything that happened in the other city!
There is a card game version of Locke & Key, the comic by Joe Hill and Gabriel Rodriguez, though I’ve never played it. That world is very rich and seems ripe for the picking. I’d love to play a game set in that world. Fingers cross the TV adaptation eventually comes about!

1 Kommentar zu Fünf Fragen Für… Megan Leigh

  1. Ich finde den Punkt mit dem „sie ist nicht schreiend davongerannt“ überaus amüsant. XD

    Naja, ich habe in nächster Zeit wieder einige Bahnfarten vor mir. Warum also nicht auch mal wieder einen englischsprachigen Podcast?

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