Der Aschengeist

Roman 115

Der dritte Teil der Biografie rund um den ehemaligen Hofmagier und Reichsveräter erzählt von den Erlebnissen Galottas in und um Brabak in den Jahren 1003 – 1006 BF in das er nach dem Zug der 1000 Oger geflohen ist.

Das Buch enthält zu Beginn eine sehr kurze Auflistung der wichtigsten Personen und für jene Leser bei denen die ersten beiden Teile schon etwas länger her sind, bzw. für den Fall das sie gar nicht gelesen worden sind, befindet sich am Anfang des Buches jeweils ein kleiner Überblick über die Ereignisse in Der Hofmagier und Der Feuertänzer, damit die Leser alle auf einem ähnlichen Stand sind, wenn die eigentliche Geschichte beginnt. Eine ausführliche Erklärung einiger Begrifflichkeiten fehlt am Ende des Buches natürlich auch nicht.
Nach dem Fall von der Mauer seines Turmes erinnert sich Galotta zunächst an gar nichts aus seiner Vergangenheit und stolpert nach einer Begegnung mit einem Irrhalken hilfesuchend durch das von den Ogern zerstörte Ysilia aus dem er allerdings recht schnell vertrieben wird, nachdem ein Geweihter ihn erkannt hat. Etwas später in Brabak findet der Nekromant und ehemalige Geweihte Pôlberra den Körper Galottas im Sumpf, und hält ihn zunächst für tot. Nach einer Begegnung mit einigen Pfeilen des Lichts erkennt er um wen es sich handeln muss und setzt alles daran seinem Vorbild das Leben zu retten. Zurück in der Akademie muss er feststelen, dass Galotta einen Wächterdämon bei sich trägt, der nur widerstrebend von den anwesenden Magiern ausgetrieben werden kann. Noch immer leidet Galotta jedoch unter Gedächnisverlust, verwirrenden Träumen und inneren Schmerzen und einzig der Hexenkater Fran der ebenfalls zur Zeit anwesenden Hexe Axzimona vermag sein Leiden etwas zu lindern.
Nach und nach beginnt er sein Leben wieder zu rekonstruieren, muss jedoch entsetzt feststellen, dass er seine Fähigkeit zu zaubern verloren hat. Auch traut er den anwesenden Magiern kein Stück und hält sich eher an Axzimona um sich die Zeit zu vertreiben. Doch diese hat ihre eigenen Plänen in denen ebenfalls Rache ein große Rolle spielt und Geheimnisse im Sumpf gelüftet werden wollen um diese zu bekommen.
Parallel zu der Handlung über Galotta wird die Geschichte der beiden Söldner Brander Berre und Gertrude Prutz erzählt, die nach der Schlacht der 1000 Oger die Verfolgung von Galotta aufnehmen und ihn schließlich in der Brabaker Magierakademie auftreiben können um dann den Befehl des Kaiser auszuführen und den Staatsfeind Nr. 1 zu töten.

Obwohl der Roman im Vergleich zu den ersten beiden nur wenige Jahre umfasst, stellt er dennoch gerade die Jahre dar, welche die spätere Entwicklung in Gang bringen und den Übergang vom einstig angesehen Magier und dann in Ungnade gefallenen Menschen zu einem der gefürchtetsten Männern ganz Aventuriens bildet. Gerade die Beschreibung des noch nicht sich selbst bewussten Galottas zeigen auf eine interessante Art und Weise, wie perfide einige Dämonen zu Werke gehen können (wenn man es denn auf einen Dämon schieben möchte, eindeutig geklärt wird es natürlich nicht) Auch die Beschreibungen der Auswirkungen eines Paktes, die dem kundigen Leser vielleicht durch die reinen Regeltexte bekannt sind, wirken in der beschriebenen Form besonders lebendig.
Die Hexe scheint zunächst etwas merkwürdig hinzugefügt, zeigt sich aber dann als durchaus ‚wichtig‘ für die weitere Entwicklung, wenn gleich Galotta sich wenig an die anderen Personen, wie eben etwa Axzimona oder auch Pôlberra, bindet und nur Oberflächlich mit ihnen zusammenarbeitet.
Beim Lesen fällt auf, dass es die Lektoren offensichtlich etwas eilig hatten, dass Buch noch vor Weihnachten fertig zu bekommen, da sich der eine oder andere Fehler im Buch findet. Dies stört jedoch kaum.

Fazit: Der Roman ist vor allem für sehr kundige DSAler zu empfehlen da dieser mit den vorkommenden Charakteren jedes Mal eine Art ‚Aha‘ Erlebnis haben werden, wie etwa dem jungen Sulman al’Venish, der ebenfalls zu dieser Zeit an der Akademie ist, oder eben den Söldnern, die im Abenteuer ‚Die Attentäter‘ eine kleine Rolle spielen. Für unkundige Leser wird es etwas schwerer den Zusamenhang vollkommen zu überblicken, für das Verständnis der Geschichte ist dies jedoch gar nicht notwendig. Daher für den kundigen Leser zwar 5/5, aber insgesamt dann:
4/5 Punkten.

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