Ich will in diesen Welten spielen, damnit! – Reloaded

Ein Friday Five von Caninus

Nachdem euch Teddy ja letzte Woche schon von seinen Welten erzählt hat in denen er gerne spielen würde, kommen heute nun meine 5 Welten in denen ich gerne spielen würde – denn ich hab auch jede Menge Bücher^^. Vermutlich wird das niemals was werden, aber träumen darf man ja davon – und euch erzählen natürlich. Hier also sind sie, die 5 Welten:

1. Multiversum von Ralf Isau

Obwohl Ralf Isau schon seit langem Romane im Bereich der Jugendliteratur schreibt, ist er in manchen Kreisen immer noch relativ unbekannt (wenn euch der Name nichts sagt – unbedingt ändern!). Ähnlich wie einige andere Autoren auch (Isau nennt das selbst “Hitchcock-Effekt”), handeln viele von seine Geschichten im selben Multiversum, ohne jedoch zwangsläufig in Kontakt zu kommen. In diesem Multiversum existieren neben der Erde noch andere, sehr interessante Welten, die auch über bestimmte Mittel und Wege zu erreichen sind. So kann man bei nächtlichem Durchschreiten des Ishtar Tores im Museum für Vorderasiatische Kunst in Berlin in die Welt Quassinja wechseln, die Welt in die alles gelangt was vergessen wurde (und somit alleine schon richtig cool ist um da zu spielen). Aber auch Neschan, eine Welt eher biblischen Ursprungs, welche aber als Abbild der Erde erschaffen wurde von einem Wesen, welches Gott Nachahmen wollte, kann über bestimmte Wege erreicht werden. Und dann sind da noch die Welten Mirad (typsiche Fantasywelt), und Berith (die zerbrochen ist und wo die Menschen auf Schollen leben – kommt uns Rollenspielern natürlich bekannt vor). Und natürlich die beiden Parallelwelten Anx (in der eine hochmoderne Form der ägyptischen Kultur über die Welt herrscht) und Trimundus (eine mittelalterliche Welt). Ihr seht also, es ist praktisch unendlich viel Platz für jede Menge spannende Geschichten!

2. Trefélin

Trefélin ist das Reich der Katzen von der Autorin Andrea Schacht, die schon dutzende Katzenromane geschrieben hat. Inzwischen gibt es 4 Romane die in einem etwas engeren Rahmen diese Welt beleuchten (Rezensionen dazu findet ihr hier, hier und hier – den vierten besitze ich leider noch nicht). Vor langer Zeit, als die weisen Katzen den Menschen viel Wissen gelehrt hatten, haben einige von ihnen beschlossen ihr Reich von der Menschenwelt zu trennen und es nur noch über Pforten, welche bewacht werden, zugänglich zu machen. Die Katzen – allesamt Hauskatzen von der Statur her, aber groß wie Tiger – leben relativ zufrieden in kleinen Clans mit Aufnahmeritualen für bestimmte Berufe unter einer Königin in diesem Land. Doch es gibt nicht nur Katzen dort, sondern auch ein paar andere Tiere, die aber keine große Rolle spielen. Für die normale Hauskatze in unserer Welt sind die großen Verwandten Gestalten von Legenden und Sagen, und jede Katze, die stirbt wird von ihnen auf der anderen Seite willkommen geheißen und darf nachdem sie allen Schmerz abgelegt hat auf den goldenen Steppen (zu der nur wichtige Bewohner von Trefélin Zugang haben) auf ihre Reinkarnation warten. Die Bewohner Trefélins reinkarnieren indes nicht. Über diese wachen Göttinnen von einem nur schwer zu erreichenden Platz aus, der von Sphingen bewacht wird. Eine solche Welt ist natürlich prädestiniert um sie mit Katzulhu zu bespielen, aber auch Menschen können, wie in den Romanen, eine wichtige Rolle spielen.

3. Die Zukunftsvision von Ursula Poznanski

Ich hatte ja vor einigen Wochen hier den ersten Teil der Trilogie rezensiert – und inzwischen auch die beiden anderen gelesen, nur noch keinen Platz gehabt, die Rezensionen online zu stellen. ACHTUNG: Ich spoilere hier für die Trilogie, wer das noch lesen will überspringt also bitte diesen Absatz! Die Welt, die dort beschrieben wird, ist geprägt von einer zweigeteilten Gesellschaft, die sich nach einer Vulkankatastrophe entwickelt hat. Die Ursache für diese Katastrophe war allerdings menschengemacht, da einige Führungspersonen beschlossen hatten nach den ewigen Streitereien von Menschen nur noch mit den leicht zu leitenden (aka dummen Schafen) weiter zu machen. Also erklärte man ein potentielles Vulkanrisiko und all jene, die dieser Aussage glaubten (aka Bild Leser), und sich in die Kuppeln begaben um dort zu überleben, sollten auch überleben, während alle anderen unter den Folgen des Vulkanausbruchs zu sterben hatten. Hat allerdings nicht ganz geklappt und jene außerhalb überlebten ebenfalls. Nicht viele anfangs, aber zur Handlungszeit des Romans sind es schon wieder sehr viele, die unter widrigen Umständen versuchen auf einer Erde zu leben, die lange unter einer Aschewolke die Sonne nicht gesehen hat. Innerhalb der Kuppeln hat sich inzwischen ein Kastensystem entwickelt, welches aber die Menschen nach Fähigkeiten einsortiert und nicht nach Herkunft (auch Menschen von außerhalb werden gerne für das Leben innerhalb genutzt, da es neuer genetischer Input ist und man nur mit Schafen wohl nicht weit kommt). Am Ende der Bücher wird das Wissen um die Hintergründe, die ich gerade geschildert habe, allen zugänglich gemacht und ab da ist es natürlich spannend selbst einmal in die Rolle eines Prims oder eines Lieblings zu schlüpfen um zu sehen was es noch zu entdecken gibt, gerade von der Welt davor (dieser Aspekt ist meiner Meinung nach auch bei Engel einer der interessantesten).

4. Harry Potter Universum

Okay, okay… ich gebs ja zu. Ich mag Harry Potter. Nachdem ich in den ersten Band auf Deutsch als Leseexemplar lesen konnte (also vermutlich bevor ihn irgendwer von euch gelesen hat), war ich sehr gefesselt von der Welt, die dort dargestellt wird. Auch wenn vermutlich jeder irgendwo inzwischen mitbekommen hat, wie diese Welt ausschaut, fasse ich es noch einmal kurz zusammen: In der Welt von Harry Potter gibt es neben der normalen Menschenwelt eine darin versteckte magische Welt, mit Zauberern, Hexen und allerhand anderem magischem Krams. Im Grunde halten sich alle Magier für etwas besseres als die normalen Menschen (Muggel), aber je nach Einstellung wird daraus ein Wille über diese zu herrschen oder einfach friedlich zu koexsistieren (und die Muggel zu bemitleiden) – immerhin können neue Magier auch aus Muggeln entstehen. Alle magischen Kinder gehen auf entsprechende Internate (dieser Teil ist natürlich ausführlich beschrieben), und machen später irgendwelche Zusatzausbildungen, je nach Eignung und Neigung. Natürlich bietet sich ein Spiel innerhalb einer Schule irgendwo an, aber gerade die wenig beschriebene Welt außerhalb ist eigentlich reizvoller und mit vielen Ansätzen versehen in denen man aufregende Abenteuer erleben könnte. Weiterer Vorteil: Es kennen einfach viele und man muss vor Spielbeginn wenig erläutern.

5. Die Wächter-Reihe

Vermutlich auch vielen bekannt, immerhin gab es da ja auch mal diesen Kinofilm plus Nachfolger… Die Welt in der diese Romane spielen ist ein bisschen wod-artig, düsterer als unsere Realität. In ihr kämpfen seit langer Zeit die Lichten (Wächter der Nacht) gegen die Dunklen (Wächter des Tages) [eine russische Mitrollenspielerin hat uns verraten, dass die beiden Begriffe nicht so richtig gut zu übersetzen sind, aber ich find sie dennoch recht passend] und sorgen dennoch zusammen für ihr höchstes Gut, das Gleichgewicht zwischen beiden Seiten, den sogenannten großen Vertrag. Um dieses Gleichgewicht auch ordentlich zu halten (‘wenn du den da umbringst, darf ich aber dieser Familie zu einem besseren Leben verhelfen’) gibt es noch eine dritte Fraktion, die sich aus Mitgliedern beider Seiten rekrutiert: Die Inquisition. Allen Lichten und Dunklen gemeinsam ist, dass sie als Andere bezeichnet werden und in den meisten Fällen als diese auf die Welt kommen und das irgendwann entdecken (und sich dann in der Regel für eine Seite entscheiden). Alle Anderen können in eine Art Parallelwelt eintauchen, welche das Zwielicht genannt wird – eine recht klassische Variante für uns Rollenspieler, hat dieses Zwielicht doch viele Übereinstimmungen mit der Umbra. Die Fähigkeiten beider Seiten sind im Grunde ähnlich, aber einige Figuren sind schon klassisch bestimmten Seiten zugeordnet. So sind Vampire und Hexen etwa Dunkle, während Zauberinnen und Heiler Lichte sind – lustigerweise sind Magier auf beiden Seiten zu finden, da gibt es dann keine begrifflichen Unterschiede (vielleicht eine sprachliche Sache?). Es gibt auch Gestaltwandler (auf der Lichten Seite) und Werwölfe (auf der Dunklen). Also jede Menge Material für dunkle, geheimnissvolle Ereignisse und epische Plots.

3 Kommentare zu Ich will in diesen Welten spielen, damnit! – Reloaded

  1. “Multiversum von Ralf Isau”
    Da würde ich momentan zu The Strange greifen. Wenn man es klassischer will (oder noch zusätzliche Inspirationen braucht) wäre auch GURPS – Infinite Worlds eine Option.

    Warum es zu Harry Potter immer noch kein offizielles RP gibt ist wohl die große Frage. Das währe wohl ein Verkaufsschlager.

    • Gurps ist nicht so meines, aber The Strange schau ich mir mal an. Bedankt für den Tipp!
      Und ja.. das es da noch kein Rollenspiel gibt (und ja sogar Fan Versuche gerüchteweise sehr hart angegangen wurden) ist echt wirr.

  2. Das Harry Potter Universum hat wirklich was. Ich finde nur das Spielen Halbwüchsiger in Hogwards bedingt interessant für ein Rollenspiel. Ich würde ein Rollenspiel in der Zeit des 1. Orden des Phönix ansiedeln (also die Zeit von James in Lili Potter). Junge Absolventen der Zauberschule schließen sich dort dem Orden an um den noch immer mächtigen Voldemort zu bekämpfen.

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  1. Q steht für Quassinja | Neue Abenteuer

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