Z-Day Survival Simulator

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Bei Z-Day handelt es sich um eine App die gewissermaßen für mich geschrieben ist. Nicht nur das es sich – wie der Titel verrät – um eine Zombieapp handelt, es ist überdies auch noch eine Spielbuchumsetzung. Letztere gibt es für Smartphones bzw. Tablets durchaus häufig, sind aber oft kaum mehr als Texte mit Auswahloptionen und dafür verhältnismäßig teuer. ZDay kommt dagegen in einem schicken Comicdesign daher. Atmosphärische Hintergrundbilder sind mit recht kurzen Überschriftstexten und ebenfalls knappen Textkästchen versehen, die dynamisch auftauchen. Darunter folgen dann direkt die möglichen Optionen die ebenfalls ohne großes drumherum auskommen. Aufgewertet wird das ganze durch atmosphärische Musik. Natürlich gibt es nicht nur Bilder mit kurzen Textbausteinen und Auswahloptionen, sondern auch spielerische Elemente. So kann der Charakter Waffen und Ausrüstungen sammeln, wobei er sich bei jeder Waffe aussuchen muss ob er seine bisherige(n) dafür aufgeben möchte. Die sind in den immer wieder aufkommenden Kämpfen nützlich, die automatisiert ablaufen.Zusätzlich kann man auf Charaktere treffen die erledigt werden können oder sich der Gruppe anschließen und dann als Kampfunterstützung gelten die mit einer passenden Silhouette angezeigt werden. Leider spielt sich die ganze Spielmechanik ausschließlich im Hintergrund ab, so das man weder die genauen Effekte von Waffen und Charakteren erfährt, noch wie so ein Kampf wirklich umgesetzt wird. Indirekt erfährt man, das man verwundet oder getötet werden kann (Lebenspunkte gibt es nicht), ob aber Taschenlampen, Drahtschneider, Kampfhelme und andere Gerätschaften spielerischen Einfluss haben bleibt ein Rätsel. Z-Day bezeichnet sich selbst als Zombie Apocalype Simulator. Es geht also nicht um das Erleben einer großen Handlung, sondern um das reagieren kurz nachdem die Zombacolypse ausbricht und das erreichen eines sicheren Rückzugsortes. Inhaltlich macht sich das im wesentlich durch eine kurze Spieldauer und gelegentlichen Anmerkungen zu guten Taktiken bemerkbar. Hinzu kommt eine Endauswertung die für gerettete Survivors, getötete Zombies und gefundene Items Punkte gibt und eine kleine Summary erstellt die uns dann über das Abschneiden informiert. Von dieser Liste kann ein Screenshot oder eine Facebookmeldung erstellt werden, wobei bei ersterem leider auch das Interface mit „ausgedruckt“ wird. Dieses Format führt nur bedingt zu einem erhöhten Wiederspielwert. Verführerischer ist eher, das man von verschiedenen Startpunkten aus starten kann und so andere Facetten erleben kann. Leider nutzen alle 4 Startpunkte die gleichen Orte und brechen nicht mit der doch sehr linearen Story.Hier wäre deutlich mehr möglich gewesen, zumal das Format einen nicht-linearen Ablauf eigentlich nahelegt. Auch wenn man durchaus einige versteckte Ecken und Optionen entdecken kann – so das man einige Male neu spielen kann – läuft man im wesentlichen die gleichen Prozeduren ab, was etwas stört.

Fazit

Z-Day ist ein solides Soloabenteuer, das optisch und musikalisch gut umgesetzt wurde. Die Endauswertung ist ein nettes Gimmick, vermag aber kaum über die sehr kurze Spielzeit (etwas 15min für einen Durchgang) hinwegzutäuschen.Auch die Programmierung ist nicht immer optimal, so das beispielsweise gefundene Ausrüstungen angezeigt werden bevor der passende Text erscheint oder das Speichern sehr undurchsichtig ist. Alles in allem kann man dem Spiel durchaus eine Chance geben, auch wenn es mit etwa 1,80€ nicht ganz günstig ist, das Spiel hat außerdem deutlich Luft nach oben und kleinere Macken die das sonst sehr professionell aufgemachte Spiel etwas abwerten…

ZDay gbt es für iOs und Androidversion. Das Spiel kostet vollständig 1,79€ und ist sowohl für Tablets als auch Smartphones geeignet.

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