Veranwortung – Was mich aufhält

Das ist im Grunde irgendwie der zweite Teil meines kleines Herzausschüttens. Vor langer Zeit als ich anfing mit Rollenspiel, war ich wie fast alle nur ein Spieler. Durch Verwerfungen, den Wunsch es „besser“ zu machen und das übliche hin und her, war ich dann erst vor allem Spieler, später dann vor allem und mittlerweile fast nur noch Spielleiter. Der Ablauf war bei vielen von euch bestimmt ähnlich. Ist ja auch okay! Ich leite ja sehr gerne.

Während ich mir früher immer ganze Schienennetze überlegt habe, die ich ausgelegt habe, wurde mit (gelegentlichen Regressionen zurück) im großen und ganzen mein Spiel immer mehr improvisiert. Ich versuche zumindest auf die Ideen der Spieler einzugehen und sehe die gemeinsam erschaffene Geschichte und den Spaß an eben dieser als die Aufgabe aller Mitspieler nicht nur des Spielleiters.

Leider sehen das nicht alle Mitspieler so. Sei es nun weil sie von Anfang an andere Ziele haben oder weil sie schlicht die Verantwortung nicht bei sich sehen. So etwas resultiert dann manchmal in weniger befriedigenden Spielabenden. Das kann aber auch so mal passieren, stören tut es mich erst wenn man mit Fingern auf Leuten zeigt. Vor allem wenn es dann heißt, dass es die Aufgabe des SLs sei dies oder das zu tun und das der SL den Spielstil anpassen müsste. Klar manchmal mache ich einen Griff ins Klo und bin ganz alleine Schuld an einem schlechten Abend, aber genauso oft macht irgendein Spieler etwas, das ebenso den Abend ruiniert. Meistens ist aber die Schuld von allen, wenn es mal schlecht wird.

Diese implizierte Verantwortung der Unterhalter für alle Mitspieler zu sein, lehne ich also ab. Ich komme sogar immer mehr zu der Erkenntnis, dass erfahrene Rollenspieler schon zu gefestigt sind, um eine dazu bereits gefasst Haltung wieder abzulegen. Zumindest zukünftig werde ich also vermeiden Mitspieler in meinen Runden zu haben, die mich in diese vermeintlich Hohe Position erheben wollen.

Was ich brauche sind mündige Spieler, die nicht nur hoffentlich meine Interessen am Rollenspiel teilen, sondern auch diese Interesse in die eigene Hand nehmen und voran treiben.

 

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