Torment: Tides of Numenera – Teil 2

Ein Spielbericht

Ich bin ein großer Fan von Planescape: Torment (und halte es nebenbei für das beste Rollenspiel auf dem Markt – bisher natürlich) und da war es natürlich nur logisch sehr aufmerksam den Crowd-Funding Prozess zu verfolgen, bei dem die Macher besagten Spieles einen zweiten Teil machen wollten. Wobei „zweiter Teil“ eine leicht irreführende Bezeichnung ist, denn es sollte zwar den Geist und das Feeling von Planescape: Torment fortsetzen, mit der Geschichte, oder dem System aber wenig zu tun haben. Da eine Menge anderer Leute ebenfalls der Meinung mit dem besten Rollenspiel sind, war das mit der Finanzierung schnell erledigt. Was dann etwas länger gedauert hat, ist die eigentliche Programmierarbeit. Im letzten Sommer gab es die Möglichkeit die Beta zu testen und seit kurzem ist nun das Spiel offiziell in fertig auf dem Markt. Und hat dank Valentinstag auch den Weg auf meinen Computer gefunden. Da ich aber leider ein arbeitender Mensch bin (die Katzen wollen schließlich ordentliches Futter im Napf), komme ich nicht mehr so sehr zum Spielen, wie ich das gerne würde und kann eigentlich nur am Wochenende ein bisschen daran herum machen. Aber so kommt ihr in den Genuss in kleinen Häppchen mitzuerleben wie das Spiel so ist und welche Fortschritte gemacht werden. Ich weise aber direkt darauf hin, dass es hier natürlich von Spoilern nur so wimmeln wird! 

Auf zum zweiten Teil… wir waren ja gerade dabei die beiden Fraktionen aufzusuchen um Hilfe für unser kleines Problem mit der kaputten Maschine zu bekommen. Und erreichen nun den Circus Minor, eine relativ belebten Platz in der Stadt. Und wie auch schon in Planescape: Torment heißt es natürlich, erstmal mit jedem reden und Questen einsammeln.

Und die erste Queste kommt direkt nach dem Eingang. Da ist nämlich gerade eine Hinrichtung auf eine eher merkwürdige Art und Weise. Der Verurteilte redet irgendwelches Zeugs, was sich dann als Seil um ihn legt und ihn in drei Tage getötet haben wird. Ein paar der Zuschauer finden das nicht so lustig und mit ein paar ausgegeben Punkten kann  man sie davon überzeugen doch einen Aufstand zu starten. Leider gelingt mir das nur bei drei von vieren. Aber immerhin kann ich den Aufseher davon überzeugen mit dem Kerl zu reden, auch wenn das nicht wirklich was bringt. Und bekomme ein neues Partymitglied – Tybir. Der Partner des Verurteilten, der mich darüber informiert, dass er zu unrecht da oben ist, weil er irgendwas geschmuggelt haben soll – wovon er nichts wusste, ganz im Gegensatz zu Tybir selbst. Und da ist sie auch schon, die erste Sidequest, nämlich den armen Kerl retten. Tybir hat da auch den Plan sich einen anderen Begnadigungsbeleg aus dem Regierungsbezirk zu holen und einfach den Namen zu fälschen. Ich nehme erstmal an.

Ein Stück weiter gibt es dann auch schon weiter Questen. Da ist ein Händler Pärchen, welches meint, dass ich ein Buch gestohlen habe und es gefälligst zurückbringen soll, ein Sklavenhändler, welcher eine Sklavin vermisst, ein seltsames Wesen in einem Käfig, das am Tag relativ brutal ist und das ich für einen in der Nähe stehenden Kerl töten soll um ihm dann sein Gehirn zu bringen. Und dann endlich das Lager der Kultisten. Die sich wirklich freuen mich zu sehen. Ein paar Sachen erklären und dann auf die Uhr hinter ihnen weisen, die kaputt ist und die ich gerne versuchen kann zu reparieren. Mach ich dann auch. Dabei wird es dann leider erstmal Nacht auf dem Gelände, aber he.. danach kann ich tatsächlich die drei Leute in der Uhr befreien, die darauf hin in meinem Kopf sind. Inklusive mir selbst und ich darf mir sogar von einem der drei einen Skill aussuchen. Muss dann aber feststellen, dass nach Rückkehr in meinen Hauptraum im Kopf, das Portal von einem Sorrowteil kaputt gemacht wird. Blöd das.

Wieder draußen fällt mir ein, dass die beiden Besitzer des Wesens gesagt haben, dass es nachts viel zahmer sei und so fang‘ ich ein Gespräch an. Es wäre gerne frei. Okay, kann es haben. Solche Entscheidungen geben immer in den Dialogen so nette „XX Tide has changed“, was auch immer mir das da sagen soll. Ich nehme also den Teleporter vom Typ, der das Wesen getötet haben möchte und befreie es.. irgendwo hin. Will es ja nicht töten. Die beiden Besitzer finden das nicht lustig, aber ich kann sie davon überzeugen, dass ich nur den Fehler in ihrem Behälter gefunden habe. Dem anderen Kerl sage ich, dass ich das Wesen befreit habe und er zieht von dannen. Leider wird die Quest nicht als gelöst angezeigt. Eventuell ein Bug.

Und nun auf in den nächsten Bereich. Das Regierungsviertel. In dem sich auch der Order of the Truth befindet, bei dem man weitere Aufträge bekommt (einen Ort aufsuchen und von dem Befreien was da rum hängt sowie einem Schüler zu etwas mehr Ansehen verhelfen). Außerdem trifft man hier auf die Chefin der Levys. Das sind Wächter in der Stadt, welche im Order durch eine Maschine erschaffen werden und jeweils ein Jahr halten (und ein Bürger dafür ein Jahr weniger lebt – also Lebenszeit für die Sicherung der Stadt ausgibt). Und hier treffen wir auch den Kerl, der das Begenadigungsschreiben aushändigen kann. Aber ich sag ihm die Wahrheit mit dem unschuldig verurteilten und er meint ich bräuchte einen Fürsprecher im Rat. Der ist jedoch nicht zu finden…

Und so langsam wird es auch ein wenig eng mit meinem Attributspunkten. Diverse Untersuchungen von Objekten und Unterhaltungen haben doch einen spürbaren Einfluss auf den Pool gehabt und bislang ist nichts aufgetaucht wo man das wieder füllen kann. Und einen Levelaufstieg hatte ich auch noch nicht.

Aber gut, es gibt ja noch weitere Orte in der Stadt. Vielleicht findet sich dort etwas.

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