The Citadel of Chaos

Eine nostalgische Rezension von Infernal Teddy

Es ist ein paar Monate jetzt her, da sprach ich mit euch über einer der Einsteigsdrogen die mich ins Rollenspielhobby eingeführt haben, das Abenteuerspielbuch The Warlock of Firetop Mountain von Steve Jackson und Ian Livingston. Dieses Spielbuch war nicht nur für mich der Beginn einer langen Obsession (Ich versuche ja immer noch meine Sammlung zu vervollständigen) und die Einführung in unser Hobby, sondern für eine ganze Generation von britischen Rollenspielern. Heute wollen wir uns den zweiten Teil dieser Reihe anschauen, The Citadel of Chaos, von Steve Jackson.

Optisch entspricht dieser Band der Aufmachung des Warlock, alles dort geschriebene gilt also auch für das vorliegende Buch. Das Artwork stammt wie schon beim Vorgänger, Russ Nicholson, allerdings ist das Cover dieses mal von Ian Miller, der später zusammen mit John Blanche zu den definierenden Künstlern der Warhammer-Settings werden sollte.

Das Buch eröffnet wieder mit den Spielregeln, auch wieder wie beim Vorgänger. Die Regeln sind auch fast identisch, werden allerdings hier auch zum ersten mal erweitert, und zwar um Zauberei. Magieregeln werden innerhalb der Fighting Fantasy-Reihe immer mal wieder eingesetzt, allerdings wurden fast jedes mal neue Regeln geschrieben. In diesem Fall würfelt man 2w6, und addiert dazu sechs Punkte, um die Anzahl an Zauber zu bestimmen die man im Laufe dieses Abenteuers beherrscht. Diese Zauber wählt man aus einer nachfolgenden Liste aus, Zauber wie „Fire“, „ESP“ oder „Levitate“. Man kann diese Zauber auch mehrfach auswählen, da man den Zauber – ähnlich wie bei D&D und dessen Ableger – vergisst wenn man ihn ausgesprochen hat. Die Auswahl wird also im Laufe des Abenteuers immer kleiner.
Die Handlung des Abenteuers ist schnell erzählt. Der Held ist ein Schüler des großen Meisterzauberers von Yore, und wird von diesem und dem König von Salamonis ausgeschickt, um Balthus Dire, einem mächtigen Zauberer und gefährlichen Kriegsherren, aufzuhalten bevor er von seiner Zitadelle, Craggen Rock, aus das Land unterwerfen kann. Das Abenteuer selbst beginnt kurz vor den Toren der Festung und führt den Leser – ähnlich wie schon den Vorgänger – tief in ein Labyrinth hinein, bis man Dire selbst gegenüber treten kann.

Fazit:
Wie schon beim Warlock muss man hier ganz fairerweise sagen das es Spielbücher dank der Konkurrenz durch Computerspiele sehr schwer haben – es gibt zwar reprints der Fighting Fantasy-Reihe, aber ähnlich wie schon beim Einsamen Wolf werden diese hauptsächlich von Nostalgikern wie mir gekauft. Wenn man aber Spielbücher mag kann man auch bei Citadel of Chaos nicht wirklich etwas falsch machen wenn man hier zugreift. Das Magiesystem zeigt deutlich auf, wie sehr D&D zum Zeitpunkt des Erscheinens noch den Markt für Fantasyspiele dominierte, als schlecht würde ich es aber dennoch nicht bezeichnen. Interessant ist vor allem die Möglichkeit, Dire sowohl mit Waffengewalt als auch mittels Zauberei in die Knie zu zwingen. Für Langzeitfans der Reihe ist natürlich auch interessant wie viel von Allansia, dem Hauptkontinent der Fighting Fantasy-Welt Titan hier schon mitdefiniert wird.

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