Terra Incognita – Der Schwur des Sommerkönigs 2

Eine Rezension aus den Chroniken der Engel von Infernal Teddy

Rollenspiel
Engel 2.0
Traumsaat
Mater Ecclesia
Himmel über Aachen (Caninus)

Romane:
Hiobs Botschaft
Terra Nova – Der Schwur des Sommerkönigs 1
Homini Lupus (Caninus)
Deus Vult (Caninus)
Apocalyptica (Caninus)
Apocalyptica

Sonstiges:
Pandoramicum
In The Nursery – Engel

Nachdem wir vor kurzem an dieser Stelle über den ersten Roman über die Invasion der Britannischen Inseln durch die Angelitische Kirche gesprochen hatten sprechen wir heute über den zweiten und letzten Teil des Schwurs des Sommerkönigs. Wir haben also beim letzten Mal mit den ersten Gefechten der Invasion miterlebt, während George und Joel, die beiden Spione der Kirche in den Inseln ein schreckliches Geheimnis des Sommerkönigs entdeckt haben.

Zur Gestaltung des Romans gibt es nicht viel zu sagen, da hat sich gegenüber dem Vorgänger nicht viel geändert. Einziger Unterschied neben der Seitenzahl (271 Seiten) ist die Kate der Britannischen Inseln, auf der wir jetzt Städte, Zugstrecken und Straßen zu sehen bekommen.

Die Handlung des Romans eröffnet, nur kurz nachdem der Vorgänger endete. Joel, flügelloser Engel der Sarieliten, hatte kurz zuvor entdeckt das der Sommerkönig, bei dessen Entstehung er zugegen war, auf irgend einer Art und Weise so ist, wie er selbst, etwas, das er sich nicht erklären kann. Mit anderen Worten: der Sommerkönig ist wie die Engel der Angelitischen Kirche das Produkt der Nanotechnologie der Menschen vor dem Veitstanz. Diese Erkenntnis ist natürlich etwas, das Joel schnellstmöglich der Angelitischen Kirche erzählen muss. Beide brechen von Georges Haus auf, um sich der Invasionsstreitmacht anzuschließen – nachdem George das Sakrileg begeht, die oberste Dru aus dem Heiligen Hain zu ermorden, um Joels Geheimnis zu bewahren. Joel und George reisen heimlich nach Süden, in Richtung der Invasoren. Unterwegs werden sie noch von einer Bande Freischärlern aufgegriffen, welche hinter den feindlichen Linien gegen die Angeliten kämpfen und sie in Hinterhalten aufreiben – und natürlich werden sie von einem Mann namens Locksley angeführt.

Gleichzeitig erleben Lumael und seine Schar die Grausamkeiten des Krieges aus erster Hand. Sie sind nicht nur an einigen der wichtigsten Kämpfe in den Inseln beteiligt, sondern erleben in der eroberten Stadt London wie die Kirche mit den Bewohnern der eroberten Inseln umgehen. Einiges von was wir hier sehen zeigt Ähnlichkeiten mit dem Vorgehen der Conquestadoren in Süd- und Mittelamerika, mit Lagern in denen die unterworfenen Einwohnern dazu gezwungen werden, die Lehren der Kirche anzunehmen – oder sonst. Die Kirche schleppt auch immer wieder Verwundete oder sonst ungefährlich gemachte Traumsaat in eine Art Arena, um sie dort von Engeln abschlachten zu lassen. Dies soll dazu betragen, die Unterworfenen dazu zu bringen, sich der Kirche zu unterwerfen. Zu den Engeln, die dieser Aufgabe nachkommen, gehört auch Doriel, der neue Gabrielt der Schar, welcher den Eindruck macht, ein kriegsgezeichneter Psychopath zu sein.

Am Ende erreichen Joel und George die Terra Nova, und treffen dort auch auf Lumiels Schar. Sie kommen auch gerade rechtzeitig zur großen Siegesfeier – und hoffentlich auch rechtzeitig, um einen Anschlag auf die Führer der Invasion zu verhindern. Schließlich ist auch der Sommerkönig auf geheimen Wegen nach London gekommen, und wo er ist, folgen Blutvergießen und Gewalt auf Schritt und Tritt…

Fazit:
Ich sagte ja bereits bei der letzten Rezension, dass ich der Meinung bin das es sich bei Der Schwur des Sommerkönigs nicht um zwei Romane handelt, sondern um einen Roman, der fälschlicherweise in zwei Bänden aufgeteilt wurde. Die Geschichte bleibt weiterhin spannend, und zeigt immer wieder auf, wie sich die Britannischen Inseln vom Rest Europas im Jahr 2656 unterscheiden. Sehr gut gefallen hat mir, das die Autoren sich Mühe gegeben haben, keiner der beiden Seiten ganz klar und sauber abgetrennt zu „den Guten“ zu erklären, sondern aufzeigen, dass beide Parteien ihre schmutzigen Seiten haben. Die Grausamkeit des Krieges ist halt auch im 27. Jahrhundert die selbe wie heute. Final lässt sich sagen, dass es sich um eine spannende Geschichte aus dem Engel-Universum handelt, welche gut einen Spielleiter unterstütz, der vorhat, den Krieg um die Inseln nachzuspielen. Unser nächster Halt in dieser Reihe ist jedenfalls der letzte Band um die Invasion, das Quellenbuch De Bello Britannico.

1 Trackbacks & Pingbacks

  1. De Bello Britannico | Neue Abenteuer

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*