Teddys bevorzugte Chroniken der Dunkelheit, die nicht Mage sind

Ein Friday Five von Infernal Teddy

Letzte Woche haben wir uns über meine Lieblingsspiele aus der Welt der Dunkelheit unterhalten, welche nicht Mage: the Ascension oder Wraith: the Oblivion bzw. ihre Ableger sind. Diese Woche machen wir mit den Chroniken der Dunkelheit weiter. Damit wir uns hier richtig verstehen, mit den Chroniken meine ich nicht nur die Neuauflagen der Spiele, sondern auch alles was bisher als „neue Welt der Dunkelheit“ bezeichnet wurde, damit wir entsprechend Auswahl haben. Schauen wir also mal, ob ich euch überraschen kann. Warum nehme ich Mage raus? Weil ihr eh alle wisst das es mein Lieblingsspiel ist, oder?

V.) Hunter: the Vigil
Ich gebe zu, Vigil gefällt mir deutlich besser als es Reckoning tat. Warum steht Vigil dann nicht weiter oben auf der Liste? Letzten Endes weil es trotz dessen mehr gute Spiele in den Chroniken der Dunkelheit gibt. Zumindest meiner Meinung nach. An Vigil haben mir vor allem zwei Dinge sehr gut gefallen. Zunächst das sterbliche Element: Charaktere in Hunter: the Vigil sind im Großen und Ganzen alle Sterbliche, und müssen mit den Mitteln und Möglichkeiten auskommen, welche Sterblichen zur Verfügung stehen. Die zweite Sache die es mir besonders angetan hat, sind die „Tiers“ oder Handlungsebenen, mit denen das Spiel beschreibt, welche Art von Spiel gespielt wird. Geht es darum, im eigenen Viertel dafür zu sorgen das die Monster nicht überhand nehmen, in der eigenen Stadt, oder ist man gar Teil einer weltweit agierenden Verschwörung, welche dafür sorgt das die Monster nicht überhand nehmen?

IV.) Changeling: the Lost
Während Changeling: the Dreaming ein chaotisches Durcheinander ist, welches versucht drei verschiedene Spiele unter einem Hut zu bekommen, liegt die Stärke von The Lost in seinem eng gesetztem Thema. Es liegt vermutlich nicht jedem, einen Charakter zu spielen der effektiv ein Missbrauchsopfer ist, aber das Thema des Spiels legt das Gewicht auch weniger auf das Wort „Opfer“, sondern darauf, das der Charakter stark genug war zu fliehen und sich eine neue Existenz aufzubauen, und dabei nicht von den Folgen erdrückt zu werden. Woran Lost allerdings krankt ist in meinen Augen ein klares Modell, was denn die Changelings MACHEN – wie auch beim Vorgänger hat man das Gefühl, die Wechselbälger sitzen rum, und spielen die selben Spiele wie die Blutsauger, und das ist eine Verschwendung von Potenzial.

III.) Requiem for Rome
Ich habe ja schon mal über meine Zuneigung für dieses historische Setting für Vampire: the Requiem gesprochen. Wie auch Vampire: the Masquerade profitiert Vampire: the Requiem in meinen Augen stark davon, das man das Spiel von der Gegenwart wegnimmt, und bei mir kommt ja auch noch meine wohl dokumentierte Vorliebe für das Imperium Romanum dazu, da ist es wohl keine Überraschung das ich Requiem for Rome den Vorzug gebe, oder?

II.) Demon: the Descent
Demon könnte das ungewöhnlichste der Spiele der Chroniken der Dunkelheit sein. Mir gefällt diese Mischung aus Agententhriller und posttechnologischem Wahnsinn, den dieses Spiel ausstrahlt. Die Präsentation der Dämonen als Dienerkonstrukte und Subroutinen einer außer Kontrolle geratenen Gott-Maschine, deren einziges Verbrechen es ist, ein Bewusststein und einen eigenen Willen entwickelt zu haben, ist etwas, das dieses Spiel wirklich einzigartig macht. Man könnte Descent problemlos beschreiben als „Matrix trifft auf The Prophecy“. Die Dämonen bei diesem Spiel sind fremdartig, die Engel noch fremdartiger, und es gibt niemanden, dem man bei diesem Spiel vertrauen sollte – nicht mal sich selbst.

I.) Promethean: the Created
Was mir an Promethean gefällt dürfte die persönliche Dimension sein. Die alchemistische Reise der Charaktere ist immer auch eine persönliche Entdeckungsreise für den Charakter, und nicht umsonst spricht das Spiel von einer Pilgrimage, einer Pilgerfahrt. Jeder Charakter ist zu Beginn der Kampagne etwas, dass zugleich mehr und weniger ist als ein Mensch, und sich in gewisser Weise auf einer transhumanistischen Reise befindet, um zu etwas besserem zu werden. Mit der richtigen Konstellation ist Promethean – wie auch Awakening und Ascension – eine persönliche Entdeckungsreise für den Spieler, nicht nur für den Charakter. Dazu kommt, das sich Promethean deutlich von allen anderen Spielen sowohl der Chroniken als auch der Welten der Dunkelheit unterscheidet, und seinesgleichen sucht.

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