Ember of Atlantis

Der erste Fireborn Roman

Vielleicht ist euch das Rollenspiel Fireborn ein Begriff, falls nicht gibt es hier Informationen über das bei Fantasy Flight Games erschienene System. Dieses Buch hier ist ein Roman zum Spiel, geschrieben von Tracy Hickman, der in der Szene wohl bekannt ist. Es stellt das erste von mehreren (zur Zeit 3) dar, die jedoch alle nur auf Englisch zu erhalten sind.

Ethan Gallows ist bekannter Kameramann, der schon für viele Leute und Studios in besonderen Situationen Aufnahmen gemacht hat und nun ein Interview in der Londoner National Gallery filmen soll. Dort findet gerade eine Ausstellung der privaten Kunstgegenstände von einem gewissen Dr.Benoit statt, welche schon im Voraus für Aufsehen gesorgt hat. Zusammen mit der Frontfrau Corlette fliegt Ethan von Atlanta nach London, doch schon im Flughafengebäude werden sie beinahe von einem Werwolf zerfleischt. Denn seit einiger Zeit geschehen in der Welt merkwürdige Dinge, die ausgehend vom Tower in London Übernatürliches über die Lande schwappen lassen. Dies ist zwar allgemein bekannt, wird aber in der Regel als Tricks und Spielereien abgetan.
Kaum mit dem Interview im Museum begonnen, wird dieses rüde von einer blonden Frau unterbrochen, welche sich als Soujourner vorstellt, die wohl noch eine Rechnung mit Dr. Benoit offen hat. Ethan entscheide sich spontan dazu Benoit zu helfen, was Soujourner dazu bringt die Ausstellungsträger (plastinierte Leichen) zu beleben um den Rest auf zu halten oder zu töten – so sicher ist sich Ethan da nicht…
Doch auch nach gelungener Flucht und der Ankunft in einem sicheren Hafen, zumindest laut Benoit, ist noch lange nichts geklärt und Ethan beginnt zu zweifeln ob er sich für die richtige Seite entschieden hat. Er muss erkennen, dass der Besitzer jenes Ladens ein Vampir ist, der ihnen vermutlich nichts gutes will. Und wer ist dieser Mr. Demissie, der Mann im grauen Anzug?
Und dann sind da auch noch diese Träume, welche Ethan ab und an zu haben scheint, von einem alten Drachen und dem Untergang der bekannten Welt vor vielen Jahrhunderten, zu einer Zeit, als noch Magie die Welt durchströmte und Atlantis, Avalon, Midgard und andere Plätze existierten.
Doch wie passt das alles zusammen? Und wer ist Benoit, wer Soujourner? Wem kann Ethan vertrauen?

Der Roman wirft den Leser direkt in einen der Träume Ethans in dem der Drache Abraxas auf dem Weg nach Atlantis ist um einem Ruf zu folgen, während um ihn herum die Welt in Chaos versinkt. Doch auch die restliche Handlung lässt den Leser ähnlich „uniformiert“, da zwar die handelnden Personen wissen was in der Welt passiert ist – nämlich ein spontaner Ausbruch von Magie – der Leser dies jedoch nur sehr am Rande und eher durch die Geschehnisse mit erlebt. Wie etwa der Werwolfangriff oder die Tatsache, dass es wohl Vampire gibt in der Welt. Auch ist zu kaum einem Zeitpunkt klar, wie viel eigentlich die Hauptpersonen selbst über die Veränderung wissen. So überraschen die übernatürlichen Sachen die Helden nicht, dennoch gewinnt man den Eindruck, dass es nicht normal ist in der Welt.
Die Handlung selbst ist recht gradlinig (und erinnert an einer Stelle sehr an die Bourne Filme, was lange Verfolgungsjagden angeht), aber sehr spannend geschrieben und immer wieder von Träumen aus vergangenen Zeiten unterbrochen in denen die Drachen noch über die Himmel herrschten. Im zweiten Teil des Romans wird der Plot allerdings etwas abgedreht, wenn riesige Bestien und untote Armeen den Weg der Helden kreuzen und diese sich selbst finden müssen.

Fazit
Kein Meilenstein der Fantasygeschichte, aber auf jeden Fall ein gutes Buch für zwischendurch, mit dem man mal ein paar Abende lang abschalten kann. Und für zukünftige Spieler von Fireborn alleine wegen des Feelings für die Welt zu empfehlen.

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