Tabletops – Was gibt es da eigentlich?

Eine sehr grobe Übersicht über Miniaturenspiele

Wir haben im Moment mal wieder verstärkt Aktivität in unserem Tabletopbereich, was mich auf die Idee brachte das viele von euch vielleicht nicht wissen was es da an verschiedene Arten von Tabletops gibt. Ich werde nicht versuchen euch hier alle Tabletops aufzuführen die es in der Welt da draußen gibt, dafür sind es zu viele geworden über die Jahre, aber zumindest eine grobe Übersicht sollte möglich sein. Fangen wir an mit den beliebtesten Genres die derzeit bespielt werden.

Fantasy: Das Fantasy einer der beiden großen Genres im Tabletopbereich ist dürfte niemanden überraschen, oder? Spätestens nach dem Kinoerfolg von Der Herr der Ringe ist die Vorstellung, eine ungezähmte Orkhorde oder ein elegantes Elfenheer auf den Tisch stellen zu können für viele verlockend geworden. Beispiele für dieses Genre sind Warhammer Fantasy (Games Workshop), Hordes (Privateer Press) oder Freebooter’s Fate (Freebooter Miniatures).

Historisch: Vielleicht etwas erstaunlicher ist das Spiele mit historischem Kontext sehr beliebt sind. Englischer Bürgerkrieg, antike Schlachten, Mittelalter, erster und zweiter Weltkrieg, Napoleonische Kriege, es gibt kaum eine Epoche für die es kein Regelsystem gibt. Hier ist die Liste an möglichen Systemen wirklich unerschöpflich, aber in letzter Zeit recht beliebt sind Flames of War (Zweiter Weltkrieg, Battlefront Miniatures), Fields of Glory (Antike bis zu den Napoleonischen Kriegen, Slitherine und Osprey) oder Pike & Shotte (Zeit der Weligionskriege, Warlord Games)

Science Fiction: Hier gibt es nicht so viele Spiele wie man meinen mag, aber es gibt in diesem Genre spiele die von Schlachten zwischen Banden reichen bis hin zu Gefechten zwischen gewaltigen Raumflotten. Das bekannteste Spiel dieses Genres dürfte Warhammer 40,000 (Games Workshop) sein, aber Inifinity (Corvus Belli) und Firestorm Armada (Spartan Games) werden zunehmend populärer.

Steampunk: Nicht nur im Rollenspiel und der Literatur nimmt die Beliebtheit dieses Genres auch im Tabletop zu. Meist eine Kombination aus Weird Science und Fantasyelementen, oft auch mit historischen Elementen. Neben Warmachine (Privateer Press) sind auch Dystopian Wars (Spartan Games, wenn auch eher Dieselpunk) und im weitesten Sinne auch Malifaux (Wyrd Games) beliebte Vertreter.

Aber Genre ist nicht alles – man unterscheidet bei Tabletops auch nach der Art der „Schlacht“ die man mit dem System spielen kann. Sehen wir uns an was da geboten wird.

Scharmützel: Die kleinste übliche Größe. Bei solchen Spielen stehen pro Seite in der Regel zwischen fünf und fünfzehn Figuren zur Verfügung, wobei im Extremfall ein Spieler tatsächlich nur eine einzige Figur steuert, oder wie bei Warmachine oder Hordes auch mal über zwanzig Figuren pro Seite stehen können. Beispiele: Freebooter’s Fate, Normandy Firefight (North Star), Infinity, Warmachine

Gefecht: Auf diesem Maßstab bewegen sich die meisten bekannten Systeme – dem Spieler steht eine größere Streitmacht zur Verfügung, die aber nur einen Ausschnitt der gesamten Schlacht darstellt. Man hat in der Regel mehr taktische Möglichkeiten und Optionen, muss sich aber auch gleich mit wesentlich mehr Figuren beschäftigen. Beispiele: Warhammer Fantasy, Flames of War, Warhammer 40K – Im Steampunk-bereich fällt mir gerade kein solches Spiel ein.

Schlacht: Die ganz große Nummer – hier hat man gleich ganze Armeen die sich hier gegenseitig abschlachten. Wer eine ganze Schlacht entscheiden mag und nicht nur einen kleinen Ausschnitt bespielen mag ist hier richtig. Auf diesem Niveau finden sich hauptsächlich historische Spiele. Hier sind auch vor allem die kleinen Maßstäbe und winzigen Figuren zuhause. Beispiele: Battle of Five Armies (Games Workshop), Field of Glory, Epic (Games Workshop), Dystopian Wars.

Hybriden: Hierbei handelt es sich um Spiele die Brettspiel- und Tabletopelemente verbinden, manchmal auch mit Rollenspielaspekte. Beispiele hierfür wären Battletech (Catalyst), Dust: Tactics (Fantasy Flight Games), Cadwallon (Damals von Rackham), das altehrwürdige Demonworld oder – wer sich daran noch erinnert – die Claymore Saga (Damals ein Gemeinschaftsprojekt von Games Workshop und MB)

So, das war ein erster kleiner Einblick in das Thema – ich habe bewusst das Thema Maßstäbe außen vor gelassen, da ich selbst da nicht so firm bin, außerdem wird bestimmt gleich jemand vorbei und teilt uns mit welche Fehler ich hier gemacht habe. Ich hoffe, ich konnte interessierten zumindest einen kleinen Einblick in die Materie gewähren.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*