Streitmächte des Ruhms

Eine Warmahordes-Rezension von Infernal Teddy

Eine der Neuerungen, welche mit der Mk. II von Warmachine bzw. Hordes eingeführt wurden, waren die Themenarmeen – Streitmächte, welche nur auf eine eingeschränkte Auswahl an Truppen zurückgriffen, um dafür dann aber spezielle Regelvorteile zu bekommen. Diese Themenlisten ermöglichen es dem geneigten Spieler darüber hinaus auch noch, eine vom Hintergrund her stimmige Armee aufzustellen, ohne das er für seine Treue zum Hintergrund bestraft wird (wie es in anderen Spielen häufig der Fall ist). Und für Spieler, die noch wenig Erfahrung mit der entsprechenden Fraktion haben sind Themenarmeen auch noch eine großartige Hilfestellung um eine neue Armee aufzubauen. Die meisten dieser Listen sind allerdings bisher nicht im Rahmen der „Forces„-Bücher oder den sonstigen Erweiterungen zu „Warmahordes“ erschienen, sondern im Rahmen der Hauszeitschrift No Quarter – mit dem Nachteil das diese Listen unter Umständen nach kurzer Zeit nicht mehr erhältlich sind. Um diesem Umstand abzuhelfen haben jetzt Privateer Press bzw. Ulisses Spiele einen Sammelband veröffentlicht, in dem dreißig dieser Themenarmeen zusammengefasst wurden, inklusive zwei neue Listen – dem vorliegenden Band Streitmächte des Ruhms.

Der Band wurde uns freundlicherweise von Ulisses Spiele als PDF zur Verfügung gestellt, und umfasst 98 Seiten, bei 46,9 MB. Die Aufmachung, das Layout, und auch das Artwork entspricht dem Standard, welches man mittlerweile von Produkten zu den Iron Kingdoms erwartet, so das es an dieser Front nichts wirklich nennenswertes gibt. Also geht es an den eigentlich Text.

Für diejenigen, die sich bisher nur die Grundregelwerke zu Warmachine bzw. Hordes angeschaut haben, sollte man an dieser Stelle vielleicht ein paar Worte zu den Themenlisten sagen, bzw. wie diese funktionieren. Jede Liste dreht sich um einen bestimmten Warcaster bzw. Warlock, und präsentieren eine Auswahl an Warjacks, Einheiten und Solos die dieser Caster als Teil dieser Streitmacht mitnehmen würde, wobei hier auch definiert wird ob es sich um die „reguläre“ Version des Casters handelt, oder um dessen epische Variante. Der letzte Teil der Themenliste sind die vier Ränge – sprich, die Voraussetzungen die erfüllt werden müssen, um bestimmte Regeleffekte freizuschalten. Der erste Rang ist noch der einfachste zu erreichen: man darf nur Modelle nutzen, die auch tatsächlich Teil der Themenarmee sind, aber dafür wechselt eine bestimmte Auswahl aus der Liste von „Eingeschränkt“ zu „Unlimitiert“ freigeschaltet. Die späteren Ränge erwarten das man bestimmte Anzahlen an Einheiten mitbringt, oder andere Einschränkungen erfüllt, und dafür bekommt der Spieler entsprechende Vorzüge, wie zusätzlicher Fokus, Änderungen am Gelände, oder andere Dinge.
Der Band sammelt die Listen verständlicherweise nach Fraktionen, wobei bis auf die Konvergenz und die Cephalyx alle Fraktionen, inklusive Söldner und Lakaien, behandelt werden. Den Anfang machen natürlich die Fraktionen aus Warmachine, von Cygnar durch zu den Söldnern, gefolgt von den Hordes Fraktionen von den Trollblütigen zu den Lakaien. Jeder der Listen besteht aus einer Kurzgeschichte, und der eigentlichen Liste mit den Rängen und erlaubten Auswahlen. Neue Einheiten gibt es in diesem Buch so gut wie keine, in der Regel handelt es sich dabei um minimale Varianten die auch nur innerhalb der entsprechenden Themenliste eingesetzt werden dürfen.

Fazit:
Nicht jeder, der Warmachine bzw. Hordes spielt, nutzt auch Themenlisten. Für die meisten Spieler reichen in der Regel die eigentlichen Armeenlisten mit ihrer Vielfalt vollkommen aus. Aber wer sich gerne auf die Herausforderung einlässt, eine Armee mit taktischen Einschränkungen zu spielen, wer seine Armee mal unter anderen Gesichtspunkten spielen will, oder wer eine neue Armee anspielen will, und dazu einen einfachen Zugang sucht, der ist mit den Themenlisten in diesem Buch gut aufgehoben. Streitmächte des Ruhms bietet zwar keine neuen Einheiten oder Regeln, und ist auch sonst nicht ein unverzichtbares Buch, wer aber gerne die verschiedenen Themenarmeen an einer Stelle gebündelt hätte, welche seid Erscheinen der Mk. II Regeln im No Quarter erschienen sind, oder wer nicht alle Ausgaben bekommen hat, der findet in Form dieses Quellenbuches eine praktische Hilfe.

Mit freundlicher Unterstützung in Form eines Rezensionsexemplars von der Ulisses-Spiele GmbH und dem F-Shop.

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