Shadow Lords & Get of Fenris

Tribe novel I

Die Tribe novel Reihe der WoD soll ja wie auch die restlichen Bände dem Spieler den Hintergrund der Spielwelt näher bringen. Im Gegensatz zu etwa Vampire hat allerdings nicht jeder Stamm sein eigenes Buch erhalten, sondern es wurden immer zwei der 14 Stämme zusammengefasst in einem Buch. Die Handlung ist wie auch bei den anderen Reihen der WoD übergreifend, wobei in der Regel der jeweilige Singnaturcharakter, der dann auch bildlich und in Beispielen auftaucht, Hauptcharakter ist.

Shadow Lords
In der Sept of the Dawn sind zur Zeit mehrere und auch permanente Gäste. So wohnt dort schon seit längerem eine junge Schattenlord, welche dort für ihren Stamm ein wenig die Übersicht wahren soll, ein junger Fenrir, der als eine Art Friedensgeisel mit einer Septe aus dem hohen Norden ausgetauscht wurde und zur Zeit noch zwei Silberfänge: Lord Arkady und sein Cousin.
Doch es befindet sich zur Zeit auch ein weiterer Schattenlord auf dem Gebiet der Septe. Und dieser hat alles andere als gute Absichten. Absichten die ihn sogar so weit bringen, dass er mit Dienern des Wyrm paktiert nur um die verhassten Silberfänge los zu werden, welche ja gerade in der Septe weilen.
Doch sein Plan verläuft alles andere als glatt…

Get of Fenris
Nachdem der junge Nachfahre des Fenris im Kampf gegen eine Wyrmkreatur, während seines Aufenthalts bei der Sept of the Dawn gestorben ist, fordert sein Vater Blutrecht ein. Blutrecht, welches bedeutet, dass das junge Kind Gaias gleichfalls hingerichtet werden muss. Doch auch wenn dies die Wege ihres Stammes sind, kann Karin Jarlsdottir dies nicht einfach so durch winken. So ruft sie alle Garou von überall auf der Welt zu einem großen Treffen. Doch schon im Vorfeld wird klar, dass einige der Garou der Meinung sind, die Sache selbst in die Hand nehmen zu müssen. Und was genau hat es dann mit der Prophezeiung des Sternenträumers Teardrop auf sich?

Nimmt man beide Teile separat für sich, erzählen sie zunächst ihre eigene Geschichte. Zeitlich gesehen ist die Handlung allerdings recht fließend vom Ende des ersten Teils zum Anfang des zweiten. Man merkt jedoch schon, dass sie nicht von einer Person geschrieben wurden, sondern von zwei verschiedenen, auch wenn es bei diesen beiden nicht so stark ist, da sowohl Handlungsschauplatz als auch handelnde Figuren zum Großteil völlig andere sind.
Werewolf Spieler und Spielleiter bekommen gerade mit dem ersten Teil eine vielleicht eher ungewöhnliche Plotvariante an die Hand, da hier immerhin ein Garou mit den Dienern des Wyrm paktiert um seinen Auftrag zu erfüllen, was wohl für viele undenkbar ist, aber – immerhin ist es der Roman der Schattenlords – offensichtlich irgendwo nicht ganz so selten zumindest bei diesem Stamm.
Ob die beiden Romane nun die jeweiligen Stämme gut in Szene setzen? Ja und Nein, kann man darauf nur antworten. Ja, weil beide Teile es schaffen die Identität des Stammes in seiner Handlung ein zu fangen (plakativ gesagt: Schattenlords sind heimlich und arbeiten im Verborgenen an ihren politischen Zielen, und Nachfahren des Fenris sind sture, auf alten Traditionen bestehende Garou die ausgiebig Feiern können), aber eben auch nur das offensichtliche Klischee. Das ist natürlich das was jeder Spieler immer zu einem gewissen Teil verwenden sollte um als das erkennbar zu sein was er ist, aber jeder ist eben auch mehr als das. Um auch dem Rechnung zu tragen sind auch solche Charaktere in der Handlung, die nicht dem gängigen Bild des Stammes entsprechen.

Fazit:
Der Auftakt der Tribe Novel Reihe ist vor allem für jene Leser interessant, die mehr über den Metaplot erfahren wollen. Für Spieler oder Spielleiter, welche den Stamm näher kennenlernen wollen, sind sie nur bedingt zu empfehlen.

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