Rund um den Dungeon und so

Infernal Teddy und ein Dungeon

Nachdem wir letztes Mal über meine Inspirationsquellen gesprochen haben, darüber, welche Lektüren mich zu dem Ganzen hier angeregt haben, geht es heute um die groben Rahmenbedingungen für den Dungeon den ich hier beschreiben möchte, und auch um die umgebende Wildnis. Dieser Artikel beschreibt also den allgemeinen Hintergrund, die örtliche Zivilisation, die Wildnis, und den Dungeon, und das jeweils in sehr groben Zusammenfassungen – ich kann ja jederzeit zurückkommen, und Elemente, welche hier angerissen werden weiter ausarbeiten.

1.) Allgemeine Welt
Auf dieser Welt gibt es ein großes Imperium, welches sich fast vollständig über drei Kontinente ausbreitet. Dieses Reich wird vom elfischen Adel beherrscht, aber sowohl in der Bürokratie als auch in den Legionen kann jeder zu Macht und Erfolg kommen, egal welchem Volk er entstammt. Die Herrscher des Imperiums suchen nach neuen Grenzen um eine Stagnation zu verhindern – denn Prophezeiungen besagen das dieses Imperium untergehen wird, sollte das passieren. Eine Gruppe von Adligen haben, nachdem ein neuer Kontinent entdeckt wurde, ihre Mittel zusammengetan, und haben begonnen, dieses neue Land kolonisieren zu lassen.

2.) Zivilisation
Bisher gibt es in dieser „Neuen Welt“ nur eine Handvoll Siedlungen, von denen nur eine, Oliathem, mehr als eine kleine Sammlung von Höfen und Hütten darstellt. Die Charaktere werden nicht zur ersten Welle an Kolonisten bzw. Abenteurer gehören, welche nach Oliathem geschickt werden, aber sie werden sehr bald feststellen das alle anderen Abenteurer bereits schon tot sind, oder sich niedergelassen haben, so das die Erkundung der Umgebung im Prinzip ihre Geschichte ist. Hier sind wir auch an dem Punkt, weswegen ich immer wieder auf Regeln zur Spielerherrschaft zu sprechen komme: die Spieler sollen die Möglichkeit bekommen, ab einer bestimmten Stufe die Gebiete, welche sie selbst erkundet und „gesäubert“ haben, auch als Domäne zu beanspruchen, und ihre eigene Festung und ihr eigenes Land zu begründen. Im Gegensatz zum West Marches-Vorbild habe ich allerdings vor, Abenteuer innerhalb Oliathems zu ermöglichen, aber diese werden entweder eher politischer Natur sein, oder zumindest in der Regel weniger körperliche Gefahr enthalten. Gleichzeitig sollte die Siedlung sich immer wieder ändern, und zum Teil auch auf Ereignisse in der Umgebung auch reagieren – wenn ein neues Volk entdeckt wird, dann sollten auch nach und nach Besucher und Händler dieses Volkes in der Siedlung in Erscheinung treten. Oliathem wird auch – auf lange Sicht – nicht die einzige Siedlung, nicht das einzige Licht der Zivilisation bleiben. Andere Dörfer, vielleicht sogar die Gründungen der Spieler, werden nach und nach zu sicheren Bastionen in der Welt werden.

3.) Wildnis
Hier möchte ich eine richtige Hexmap erstellen, auf der es aber auch bestimmte Regionen, welche eigene „Themen“ mitbringen, mit eigenen Tabellen für Zufallsbegegnungen. Jede Region sollte auch ein entsprechendes durchschnittliches Challenge Rating haben – Charaktere, welche sich in Gebiete vorwagen, welche weit über ihre Stufe liegen, tun dies auf eigene Gefahr, aber es wird entsprechende Gerüchte und Geschichten in den verschieden Orten geben, bzw. auch Hinweise innerhalb der sie umgebenden Regionen. Die Spieler sollen natürlich auch die Möglichkeit bekommen, sich auszusuchen wohin sie losziehen möchten. Wie weiter oben schon erwähnt sollen die Charaktere auch irgendwann eine Charta erhalten, um eigene Domänen gründen zu dürfen. Ich möchte die Landschaft auch mit Ruinen spiken, welche vielleicht, vielleicht aber auch nicht über eigene Zugänge ins Unterreich oder gar den Dungeon verfügen. Irgendwie schwebt mir da eine Stadt der Riesen vor, welche in Trümmern liegt und aus rotem Glas bestand…

4.) Dungeon
Und da sind wir auch endlich bei den Überlegungen zum Dungeon selbst. Wie für solche Projekte üblich wird es natürlich auch hier eine Reihe von Eingängen in der Umgebung geben. Die ersten ein oder zwei Dungeonebenen, welche die Spieler zu Gesicht bekommen werden habe ich vor als seminatürliche Höhlensysteme zu gestalten, bevor es dann an den eigentlichen Dungeon geht. Wie üblich wird es natürlich verschiedene Ebenen mit eigenen Themen geben, und ich denke auch, das ich dem Ganzen einige Subebenen spendieren – zusätzlich zu Ausgängen in Richtung des Unterreichs natürlich. Einige Ideen für Ebenen die ich schon habe sind das klassische unterirdische Meer, eine Region mit Magmaflüssen und -strömen, und eine Subebene in der eine Art Chronomantie wirkt, und es entscheidend sein kann, aus welchem Tor man das Gebiet verlässt. Außerdem sollte es ganz tief unten auch ein Portal gibt, welches nur darauf wartet das die Charaktere daran rumspielen – ob es zur Hölle führt, in die Far Realms, oder auf den Mond muss ich schauen wenn wir so weit sind.

So, das wäre es für heute. Nächstes Mal schauen wir uns mal die Heimatbasis einer potentiellen Gruppe an, das Dorf Oliathem, und überlegen uns fünf einfache Abenteueraufhänger um den Ball ins Rollen zu bringen.

2 Kommentare zu Rund um den Dungeon und so

  1. Schöne Reihe gefällt mir. Soll ich die Beiträge mit in den aktuellen Karneval mit aufnehmen?

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  1. Blogwatch No. 19 – Gelbe Zeichen

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