Robots and Empire

Ein Roman von Isaac Asimov

Der vierte und abschließende Band der Robots Reihe von Asimov spielt etwa 200 Jahre nach den Ereignissen der ersten drei Bände und somit nicht mehr mit der vorherigen Hauptperson Elijah Baley Erdenbürger und Polizist, sondern mit seinem ehemaligen Partner Daneel Olivaw und dem Roboter Griskard sowie der Solarianerin Gladia, welche auch schon in Band zwei und Band drei eine Rolle spielte.

Besagte Gladia wird eines Tages von einem Mitarbeiter aus dem Institut der Robotik aufgesucht, jener Einrichtung dessen Chefetage schon immer gegen die Besiedlung der Galaxis durch die Erdenmenschen gewesen ist und damit auch gegen die Ideen und Ideale von Gladias Freund Dr. Han Falstofe stand. Jener Mitarbeiter möchte zum einen wissen ob er der Nachfahre einer Liason mit Baley ist und zum anderen Gladia darüber informieren dass sie ein Siedler, also ein Nachfahre der Erdenmenschen die nun weitere Planeten besiedelt haben in den letzten 200 Jahren, besuchen und sprechen möchte.
Jener Siedler, der tatsächlich ein Nachfahre von Baley ist, hat eine Bitte an Gladia. Er möchte Solaria besuchen. Solaria, Gladias Heimatwelt, bewohnt von vielen, vielen Robotern aber angeblich von den Spacern verlassen. Und als Händler kann man Roboter gut gebrauchen. Nicht für den Eigenbedarf – Siedler haben keinen Zweck für Roboter – aber um sie Spacern zu verkaufen. Doch die beiden Schiffe welche Roboter einsammeln sollten wurden zerstört und niemand weiß warum. D.G. – so der ehrenvolle Name und Abkürzung von Daneel Giskard – möchte mit Gladia nachsehen gehen da er hofft das sie helfen kann falls es die Roboter selbst waren. Und auch Gladia ist trotz ihrer zunächst ablehnenden Haltung sehr neugierig warum ihr Heimatplanet angeblich entvölkert worden ist.
Doch was die beiden und die restliche Schiffsmannschaft sowie natürlich Daneel und Giskard, welche nun Gladia gehören, dort entdecken ist weit schlimmer als alle geglaubt haben.

Der vierte und abschließende Band. Und nicht mehr mit Baley und auch keine Mordgeschichte mehr. Es hat sich also im Vergleich zu den restlichen drei Bänden eine Menge geändert. Aber das ist positiv zu sehen, denn dadurch wird dieser vierte Band zu etwas neuem, spannenden. Hier sind die Roboter wieder mehr im Fokus, allerdings von einer etwas unerwarteten Perspektive. Die beiden Roboter Daneel und Giskard unterhalten sich im Verlaufe des Romans über ihr Dasein als Roboter im Allgemeinen und natürlich über die Ereignisse der Handlung im Besonderen und versuchen aus ihrem Roboterschema heraus zu wachsen. Das macht sie einerseits interessant, andererseits aber auch weniger roboterartig, denn wo früher ein Roboter immer nur dann geredet hat, wenn ein Mensch Bezug genommen hat, sind sie jetzt fast eigene Menschen mit einer eingeschränkten Handlungsweise. Die Entwicklung einer im Grund von Menschen programmierten und bislang an drei eherne Gesetze gebundenen Maschine wird sehr plastisch mit allen Einzelheiten dargestellt so das man fast den Eindruck haben könnte das die restlichen drei Bände bloß der Auftakt zu diesem viertem darstellten.
Interessanterweise wird übrigens im Verlaufe dieser Entwicklung auf bekannte Spieltheorien eingegangen, wenn gleich nicht von den Robotern selbst sondern vom Nachfahren von Baley.
Die Geschichte welche allerdings den Hintergrund zu dieser ganzen Entwicklung bietet und nun vielleicht beim einen oder anderen Leser dieser Rezension in den Hintergrund gerutscht sein mag wäre wohl auch ohne die Hintergründe immer noch spannend, da nun die eigentlichen Erdenmenschen die Aliens sind auf deren Planeten die Hauptfiguren kommen und eben nicht umgekehrt.

Fazit
Wer die restlichen drei Bände gelesen hat sollte sich diesen auf jeden Fall besorgen. Jetzt! Wer das nicht getan hat, kann aber dennoch zugreifen bei diesem Band, da bedingt durch den zeitlichen und auch inhaltlichen Abstand zu den restlichen Bänden diese nicht für ein Verständnis der Geschichte von Nöten sind.

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