Phileassonsaga 4: Silberflamme

Ein Roman von Robert Corvus und Bernhard Hennen

Die Phileasson-Saga - Silberflamme von Bernhard Hennen

Nachdem Phileassons Mannschaft die Karen in Festum am Ende der dritten Aufgabe gewinnbringend verkaufen konnte und mit Beorns Mannschaft aufeinander getroffen war, geht es nun an die vierte Aufgabe: Die Silberflamme soll gefunden werden – was auch immer die Silberflamme denn nun ist. Die erste Spur führt beide Gruppen nach Vallusa, der Stadt in der Ingerimm Efferd trotzt. Beorns Gruppe ist früher vor Ort und findet die Spur des Steppenwolfs, eines Kämpfers vergangener Tage, der in Vallusa eine Fechtschule betrieben hat und laut Legenden nicht nur mit einem Wolf umhergezogen sein soll, sondern auch immer wieder von seltsamen Gestalten zu Duellen herausgefordert worden sein. Doch da in Vallusa Duelle innerhalb der Stadtmauern verboten sind, wurde er nach einem schicksalshaften Duell aus der Stadt gejagd. Auf dem Platz des Duells stehen nun große Wolfsstatuen und der Geist des Erschlagenen soll dort noch immer in der Nacht erscheinen. Und tatsächlich schafft es Beorn dem Geist zu begegnen und eine Person aufzutreiben, die ihn auf die richtige Spur bringt und um Phileasson den Weg zu erschweren wird der Geist kurzerhand in die Niederhöllen geschickt. Phileasson muss darauf hin mit seiner Mannschaft einen anderen Weg finden um an die Silberflamme zu gelangen und gerät dabei nicht nur in die Fänge eines Kopfgeldjägers, sondern reist sogar bis nach Ysilia, der von den Ogern zerstörten Stadt am Yslisee.

Der vierte Band ist wohl vor allem dahingehend ungewöhnlich, als das dieses Mal Beorn die Nase weit vorne hat und seine Geschichte zuerst erzählt wird. In Valusa wird übrigens die einigen Lesern sicherlich bekannte Eilif (vor allem bekannt aus Phileassons Geheimnis und Eilifs Schatz) getroffen – eine Szene, welche Spieler des eigentlichen Abenteuers so wohl nicht erleben werden. Die Aufgabe selbst ist letztlich eher ein Detektivplot, welcher auch in der Kampagne explizit von beiden Gruppen gewonnen werden kann, so dass der Leser, welcher die Kampagne schon kennt und um diesen Umstand weiß, trotzdem nicht sicher sein kann, wer denn nun am Ende das Schwert in den Händen halten wird.
Die Autoren schaffen es hier wieder einmal eine sehr lebendige Geschichte zu erzählen, die man am liebsten nicht mehr aus der Hand legen würde (auch wenn die Bücher zunehmend dicker werden). Die Charaktere entwickeln sich auf interessante Art und Weise weiter, es werden neue Gefährten gefunden und alte zurückgelassen – wer und was genau passiert, wird hier natürlich nicht verraten. Nur so viel: Das Einleitungskapitel hat dieses Mal eine ganz besondere Rolle.
Für Spielleiter ist dieser Roman ebenfalls ein recht wertvoller, da das Abenteuer selbst ohne nette Einfälle relativ öde werden kann. Mit der Bande um Sven, die als Kopfgeldjäger vom Stadtvogt in Norburg angeheuert wurde einen Teil der Mannschaft, welche im dritten Abenteuer für Unruhe gesorgt haben, zu fangen, wurde ein sehr interessanter Nebenplot in das Abenteuer integriert, welcher dem Ganzen das gewisse Extra gibt.

Fazit
Wer die anderen drei Bande gelesen hat, der sollte sich auch auf jeden Fall diesen hier zulegen – alleine schon um zu wissen wie es weiter geht. Leser, welche die Reihe noch nicht kennen, sollten jedoch mit dem ersten Band beginnen, da hier au Charakterentwicklungen eingegangen wird, die sonst nicht verständlich sind. Spielleiter der Kampagne sollten sich zu Anregung für alternative Ereignisse und ein lebendiges Aventurien ebenfalls diesen Roman zulegen.

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  1. Rezensionsspiegel Oktober 2017 | Nandurion

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