Isenborn III – Eisen

Roman 122

Der dritte Band der Geschichte rund um die Familie von Isenborn startet einige Zeit nach der dritten Dämonenschlacht. Fiana ist auf der tobrischen Seite der Sichel zurück geblieben um einige Getreue nach Beilunk zu führen, musste aber dann wohl in der Zeit zwischen Band 2 und Band 3 feststellen, dass es dort kein Durchkommen gibt. So hat sie sich wieder Richtung Norden gewandt um dort mit einigen Kämpfern den Besatzern rund um ihre Heimat das Leben schwer zu machen.

Falk von Isenborn wurde auf der westlichen Seite der Berge von einem Ritter als Knappe angenommen und zieht mit diesem zunächst in den Kampf um den Sichelstieg, bei dem es ihm gelingt einen Drachen zu erlegen und seine Ausbildung weiter voran zu bringen.
Die Eltern der beiden Kinder haben in Neu Isenborn eine zweite Heimat errichtet. Dieses liegt nördlich der Reichstraße von Wehrheim zur Trollpforte und auch hier gibt es Goblins und Leibeigene, die es zu beschützen gilt. Doch Olorande Freifrau vom Isenborn leidet immer mehr unter der künstlichen Hand, welche ihr vom ehemaligen Magier Cyron, der die Goblins gegen Isenborn führte (erzählt in Teil I und II), geschaffen wurde und findet Trost beim Elfen Siamar Graufeder, einem Ritter Kriagundes von Bregelsaum, sehr zum Leidwesen ihrer Beziehung zu Härmhard von Isenborn.

Neben der eigentlichen Geschichte enthält auch dieser Teile eine Karte von Neu Isenborn und ein Namensverzeichnis, sowie ein Glossar.
Der Roman umfasst einen Zeitraum von etwa sieben Jahren von kurz nach der dritten Dämonenschlacht bis nach dem Jahr des Feuers. Es werden allerdings nur Spotlights tatsächlich erzählerisch behandelt, während der Rest dem Leser verborgen bleibt und er sich eigentlich sogar fragen muss, was in der Zwischenzeit wohl geschehen ist. So fragt man sich etwa bei Fiana, was sie in einigen Zeitabschnitten getan hat, da das Überleben in Schwarztobrien alles andere als einfach sein dürfte. Die Geschichten an sich sind allerdings sehr spannend und interessant, enthalten viel weniger Kampfbeschreibungen als der zweite Band und bringen auch das Erlebte sehr gut rüber. So etwa Fianas Besuch in Yol’Ghurmak um ihren Mann zu retten, oder die Belagerung Burg Boronias durch Lucardus von Kémet.
Am Ende des Buches fragt man sich dann allerdings was noch mit den Familienmitgliedern passieren soll, wo doch die schlimmsten Heptarchen von der Bildfläche verschwunden sind und Tobrien etwas freier geworden ist. So bleibt man in gespannte Erwartungshaltung auf das vierte Buch zurück.

Fazit:
Der dritte Teil der Isenbornreihe ist besonders für jene Leser geeignet, die vielleicht selbst schon einmal als Spieler das Jahr des Feuer erlebt haben und sich diese Geschichte von einer etwas anderen Perspektive betrachten möchten. Leser ohne Hintergrundkenntnisse der Welt werden allerdings trotz Glossar und Personenverzeichnis mit den Zusammenhängen etwas überfordert sein.
4/5.

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