Imperium von Westrin III –

Ein Roman von Felix A. Münter

Der Plan ist gefasst, die Verbündeten gefunden oder zumindest wurden erste Bande geknüpft. Jetzt heißt es Taten statt Worte, denn ein Kontinent will zurückerobert werden. Nachdem die beiden kaiserlichen Zwillinge Arcadius und Passara ihre Kindheit auf den eher abgeschiedenen Inseln im Osten verbracht haben, wurden sie durch einen Verräter früher enttarnt als es der Plan war. Deshalb mussten sich die Verbündeten des letzten rechtmäßigen Kaisers von Westrin und Vater der beiden aufmachen um auf dem Kontinent und sogar darüber hinaus Verbündete gegen den Usurpator zu suchen. Auf dem Festland hat das Halbblut Fearghas die Clans erneut geeint um mit Hilfe des Geistes des letzten Hochkönigs gegen den König von Norden zu streiten. Und auch der lepröse letzte umherstreifende der Athanathoi hat den Rest seines Ordens gefunden und schickt sich an, diesen gegen den König zu führen. Der Legionär Dalmatius ist zusammen mit Nysa in der Hauptstadt der Al-Asmari um auch diese davon zu überzeugen, in den Krieg einzugreifen und die Haupstadt des Königs anzugreifen während der Schwertmeister Titus und der junge Kaiser Arcadius die Kaiserstadt mit ihren Legionen angehen wollen. Und auch wenn vereinzelte Menschen wissen, dass die ganzen Jahre über eine Figur namens „der König in Rot“ die Fäden gezogen haben muss, ist noch nicht bekannt, wer dieser jemand ist. Und auch nicht wie man diesen davon abhalten kann mit dem von ihm letztlich erzeugten riesigen Kriegsblutbad die Sphären zu zerreißen und den Dämonen eintritt in die Welt zu geben. Denn wenn er damit Erfolg hat, ist es egal wer Westrin regiert…

Der dritte und finale Teil der Imperium von Westrin Trilogie knüpft direkt an den zweiten Band an und ist somit streng genommen keine Trilogie, sondern lediglich eine Geschichte in zwei Teilen, die auf drei Bände aufgeteilt wurde. Leider führt das auch dazu, dass man als Leser etwas Schwierigkeiten hat in die Geschichte hinein zu kommen. Zwar ist auch dieser Band von Anfang an fesselnd geschrieben, aber leider ohne Rückblick auf den Band davor, so dass man erst wieder mühsam überlegen muss, wer denn wer war und was genau denn als letztes passiert ist. Wo der erste Roman die Flucht über den Kontinent erzählt hat und der zweite sehr viel politischer handelte, ist dieser Band nun voll von Kampf und Kriegsszenen, die aber immer wieder auch von abenteuerlichen Ereignissen unterbrochen werden.
Wie auch in den anderen beiden Bänden wechselt die Erzählperspektive zwischen den Handlungsorten und -personen relativ häufig um die zeitgleich passierenden Handlungen zu erzählen. Der eigentliche Usurpator, welcher bislang wichtig erschien, hat jedoch nur noch kurze Auftritte und ist zu einer Nebenfigur verkommen – da ja durch die Taten aller anderen sein Reich zunehmend zerfällt und derjenige, welcher ihn an die Macht gebracht hat auch keine weitere Verwendung für ihn hat.
Das Finale selbst ist dann leider etwas unspektakulär – nicht in seiner Handlung, diese ist durchaus beeindruckend, aber während im Land an anderen Stellen Schlachten geschlagen werden wirkt der Kampf gegen den König in Rot und besonders dessen Ende leider unpassend platt. Im Abschluss des Bandes gibt es noch einige kurze Texte in denen dann darauf eingegangen wird wie es mit bestimmten Personen oder Regionen nach der eigentlichen Geschichte weiter geht, was aber ebenfalls in ihrer Kürze etwas lieblos wirkt und mehr ein ‚muss halt sein‘.
Leider fehlt auch immer noch ein Verzeichnis der handelnden Figuren (und auch hier wäre das wirklich eine gute Hilfe gewesen um sich bei der Fülle an Charaktere zurecht zu finden).

Fazit:
Wer den ersten Kaisersturz und den zweiten Roman Exil gelesen hat, sollte sich diesen dritten Teil auf jeden Fall zulegen – alleine schon um zu wissen wie es endet. Wer den zweiten Band nicht gelesen hat, sollte auf jeden Fall diesen zuerst lesen, sonst sind manche Zusammenhänge gar nicht verständlich. Interessierte können sich vorab auf dem Wiki der Trilogie etwas mehr Informationen holen, sowie auch eine Liste aller Charaktere (die nicht gerade kurz ist).

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