Hilfestellung für Aspekte und Besonderheiten von FATE Core

Übersetzt aus Robert Hanz G+ Feed

Da sind wir schon bei Nummer zwei dieser Reihe. Wir schon letztes mal erklärt handelt es sich bei Robert Hanz um einen Rollenspieler der traditionellen Schule, der fast von Anfang an seine Probleme und vor allem seine Erkenntnisse gegenüber FATE und allgemeiner Erzählspielen dokumentiert hat. Seine „random thoughts“ haben dabei eine gewisse Bekanntheit und Beliebtheit in der G+ Community erlangt, weil sie es anderen Personen, die gerade denselben Prozess durchmachen extrem erleichtern in die fremde Denkweise einzufinden.

Momentan sind wir noch fast ganz am Anfang und dementsprechend widmen sich die Posts noch den eher offensichtlicheren Themen.

Diesmal: Aspekte

 

Robert Hanz schrieb am 12.02.2013:

Meistens werden Aspekte als eine Art von Defintion des Charakters erklärt. Das stimmt natürlich, aber ich selber fange langsam an sie ein klein wenig anders zu sehen. Meine Defintion sieht mittlerweile eher so aus:

„Wenn du eine Geschichte über diesen Charakter schreiben willst, welche Dinge müsstest du unbedingt nennen damit es sich überhaupt wie dieser Charakter anfühlt.“

Als Beispiel nehme ich immer gerne Han Solo. Was würde man also in eine Geschichte reinschreiben über Han Solo? Klar, das ändert sich über die Zeit, aber das ist ja auch ein wichtiger Teil von Aspekten und Charakterentwicklung! Um das ganze einfacher zu machen, setze ich mal an den Han Solo direkt vor Episode IV an:

Also erstmal das wichtigste: Er ist Weltraumschmuggler. Er wird gesucht von the Hutt. Er hat ein echt cooles Raumschiff und einen verdammt großen Copiloten mit Fell. Abgesehen davon hat er echt ein Händchen dafür in Schwierigkeiten zu geraten – bei ihm geht regelmäßig etwas schief.

Wenn ich auch nur eine dieser Sachen weglassen würde, dann würde sich das ganze nicht mehr nach Han Solo anfühlen. Und das sind auch schon genau die Aspekte, die wir brauchen:

Han Solo

High Concept: Verwegener Weltraumschmuggler

Trouble: Bei Jabba in der Schuld

Aspekte:

Wookie Copilot

The Milliennium Falcon

 „Ich hab da ein ganz mieses Gefühl.“ ( oder da das Zitat auf Englisch bekannter ist: „I’ve got a bad feeling about this.“)

Meinungen? Andere Beispiel Charaktere? Oder ist das alles Unsinn?

Und da es thematisch eng mit den Aspekten zuammenhängt und der Post ein wenig kurz war packe ich noch direkt den nächsten hinterher

Robert Hanz schrieb am 26.02.2013:

1) FATE ist für mich das erste RPG, das ich gesehen habe wo die Charaktererschaffung damit startet (und sich allgemein darauf fokussiert) wer der Charakter ist und nicht was der Charakter kann.

2) FATE Core im besonderen scheint eines der wenigen Spiele zu sein, dessen Regelwerk nach dem Prinzip „Es ist fertig, wenn ich nichts mehr weglassen kann“ anstatt „Es ist fertig, wenn ich nichts mehr hinzuzufügen habe“ gebaut wurde. Das ganze Design wirkt wie das was dabei rauskommt, wenn man absichtlich absolut jedes Regelelement, das möglich ist, entfernt ohne dabei die eigentliche Eigenart des Systems zu zerstören.

3) Auch wenn es narrativ sehr schwer liegt, ist es bemerkenswert wie hart die Mechanik hinter den narrativen Aspekten ist – wie man Fatepunkte bekommt ist extrem genau festgelegt ohne dabei in so ungenaue Bereiche zu kommen wie in anderen Systemen (Bennies in Savage Worlds oder sogar die Artha awards in Burning Wheel, usw.).

Soviel für heute. Nächstes mal kommt der bekannte Post: Fiktion statt Physik. Vielleicht schon die Tage. Mal sehen 😀

Disclaimer: Bei dieser Artikelreihe handelt es sich in den gekennzeichneten Bereichen nicht um meine eigenen Worte sondern um eine Übersetzung von ausgewählten Posts und Kommentaren von Robert Hanz. Lob geht bitte an ihn und Kritik ist vermutlich meiner schlechten Übersetzung (die weniger wörtlich sondern mehr sinngemäß gemeint ist) geschuldet.

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