Höllenärger – Simon R. Green

Geschichten aus der Nightside 7

Man sollte meinen, dass nach dem explosiven Ende von Schärfer als der Schlange Zahn bei dem John Taylor seine Mutter besiegte und die Welt rettete Schluss wäre, aber scheinbar hat Simon R Green noch ein paar Geschichten auf Lager, weshalb ich euch willkommen heißen möchte zu Band 7 der Geschichten aus der Nightside, welcher den Titel Höllenärger trägt.

Nachdem John Taylors Mutter Lilith im letzten Band nicht nur den größten Teil der Nightside in Schutt und Asche gelegt hat, sondern auch die geheimnisvollen Autoritäten vernichtete, die die Nightside kontrollierten, ist ein Machtvakuum entstanden und verschiedene Fraktionen machen sich bereit um diese Lücke zu füllen. Auch von Taylor erwarten das viele, doch er macht lieber weiter, was er am besten kann – Ärger verbreiten, während er seine Klienten vertritt. In diesem Fall ist sein Klient ein Mann, ein Unsterblicher namens Jeremiah Griffin, den man den Greifen nennt. Der Greif ist seit Jahrhunderten ein Teil der Nightside, ein Geschäftsmann und Immobilienhai, der sich die Nightside unter den Nagel reißen möchte, um sich selbst zum König zu machen. Seine Macht und Langlebigkeit verdankt der Greif einem Pakt mit dem Teufel, doch da scheint etwas ganz gehörig nicht zu stimmen, denn die Enkelin des Greifen ist verschwunden, keinen Tag nachdem der Greif sein Testament verfasst und sie als seine Erbin eingesetzt hat. Der Greif hegt natürlich den Verdacht, das seine Feinde ihre Finger im Spiel haben. Allen voran seine eigenen Kinder, die dank ihm auch unsterblich sind, aber denen jegliche Richtung im Leben fehlt. Beweisen kann er allerdings nichts, und da kommt Taylor ins Spiel – er soll die verschwundene Erbin finden, doch seine Suche führt ihn tiefer in die Familie hinein und macht ihn zum Zeugen einer Menge Höllenärgers…

Fazit:
Höllenärger ist – das sage ich schon mal im Voraus – einer der besten Nightside-Romane bisher. Green präsentiert dem Leser hier eine in sich geschlossene Geschichte, die wunderbar die Nightside und ihre schrillen Bewohner präsentiert, ohne vom Leser all zu große Kenntnisse der vorherigen Geschichten zu erwarten. Außerdem wirkt die Handlung – auch wenn sie weiterhin rasant und abwechslungsreich bleibt – nicht ganz so gehetzt wie in den letzten paar Büchern, so das man das Gefühl hat zu Atem kommen zu können. Zussätzlich baut Green auf den letzten zwei Seiten noch die ersten Andeutungen ein, in welche Richtung es mit den nächsten paar Bändern gehen wird. Höllenärger ist in einer Reihe von Romanen mit vielen Highlights ein Glanzstück, das beste Buch seit den ersten beiden, und eine Empfehlung nicht nur an Fans der Reihe, sondern auch an alle, die irgendwann die Nightside aufgegeben haben oder mal reinschnuppern wollten.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*