Geschichten aus den Eisernen Königreichen 1-4

Eine Rezension von Infernal Teddy

Der Ruf nach Romanen oder zumindest Geschichten aus den Eisernen Königreichen ist fast so alt wie die Tabletopregeln zu Warmachine selbst. Privateer Press hatten mit seinem Spiel um dampfbetriebene Kampfmaschinen und der Witchfire-Abenteuertrilogie für d20 eine Welt geschaffen, welche Spieler auf der ganzen Welt faszinierte, und über die besagte Spieler unbedingt mehr erfahren wollten. Weswegen es mich wundert das es bis jetzt gedauert hat bis wir tatsächlich Geschichten aus dieser Welt bekommen, welche nicht Teil eines Regelbuches sind, aber nun ist es endlich so weit.

Bei den Geschichten aus den Eisernen Königreichen handelt es sich um eine Reihe von Anthologien, welche von Ulisses Spiele über ihren PDF-Shop als Epubs verkauft werden. Jedes der fünf bisher erschienenen Epubs der „ersten Staffel“ ist 32 Seiten lang, und enthält drei Kurzgeschichten, welche aus der Welt von Warmachine bzw. Hordes entnommen wurde.

Wie man sich vorstellen kann sind 32 Seiten nicht viel. Neben der Coverillustration (Eine Seite), einer Einführung in die Eisernen Königreiche (Fünf Seiten), dem Impressum und der Werbung für die Spiele in diesem Universum (Vier Seiten) bleiben einem 22 Seiten für die eigentlichen Geschichten. Mit dem Ergebnis, das die angebotenen Geschichten in Wirklichkeit eher als „Momentaufnahmen“ oder Vignetten bezeichnen lassen. So haben wir im ersten Teil der Reihe einen Überfall auf eine Karavane, welche von zwergischen Söldnern bewacht wird. Was passiert? Ein Überfall, und ein Zwerg betrinkt sich dabei. Keine echte Handlung, keine Tiefe, keine Entwicklung – für mehr als eine Momentaufnahme reicht es einfach nicht. Und das ist nicht die Ausnahme, sondern beschreibt alle fünfzehn Geschichten, welche bisher in dieser Reihe erschienen sind.

Fazit:
Mir fällt es schwer, diese Anthologien angemessen zu bewerten. Die enthaltenen Geschichten verdienen diesen Begriff kaum, denn es passiert nicht wirklich etwas. Die Geschichten bieten bestenfalls winzige Ausschnitte aus der Welt der Eisernen Königreiche. Man würde vermuten, das diese Momentaufnahmen dem geneigten Spielleiter eine Hilfe sein könnten, um die Welt glaubwürdiger darstellen zu können, aber da es sich fast ausschließlich um Kampfszenen handelt, bietet sich die Lektüre eher denen an, die vom Tabletop herkommen, weniger für die Leser, welche ihr Rollenspiel verbessern wollen. Auf der anderen Seite will Ulisses für jedes Teil der Geschichten aus den Eisernen Königreiche gerade mal 99 Cent, auf jeden Fall also ein Preis der nicht wehtut. Wer sich also die Geschichten mal auf Verdacht anschauen will muss es sich nicht zwei mal überlegen.

Mit freundlicher Unterstützung in Form eines Rezensionsexemplars von der Ulisses-Spiele GmbH und dem F-Shop.

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