Fünf Spiele deren Settings sich gut mit FATE umsetzen lassen

Ein Friday Five mit Infernal Teddy und Caninus

Das Regelsystem Fate wird in den letzten Jahren immer beliebter. Auch den deutschen Sprachraum hat es schon erobert mit Malmsturm vom Uhrwerkverlag, welches vor knapp drei Jahren erschienen ist und dem noch in diesem Jahr mehrere Produkte folgen sollen. Fate ist eines der Universalsystem auf dem Markt, mit dem sich praktisch jeder sein eigenes Setting mit Regeln versehen kann. Grund genug für Teddy und mich, sich doch mal System anzuschauen, welche zwar schon ein Regelsystem haben, aber bei denen Fate auch wunderbar funktionieren würde.

Engel (Caninus)
Engel ist ja eines meiner Lieblingssettings und das Arcanasystem auch ein gelungenes System um dies darzustellen. Allerdings sind die Karten zwar cool, wenn man eigentlich zusammen eine Geschichte erzählen möchte, setzt aber voraus, dass alle Spieler auch in diesem Punkt auf gleiche Art und Weise spielen – mehr als das jetzt bei anderen System der Fall ist, da das Arcanasystem theoretisch alles erlaubt. Eine fast ebensolche Freiheit hat man durch die Fatepunkte auch im Fatesystem, jedoch je nach Variante auch feste Werte auf die man sich beziehen kann, wenn es denn mal nötig ist, was gerade bei wichtigen Entscheidungen eine gute Hilfe ist (wie leicht doch erzählt man sich im Arcanasystem einfach einen Erfolg hinzu, oder um das bloß nicht zu tun eine Niederlage?). Die Engelkräfte wäre im Fate:Engel auch einfach Kräfte, die benutzt werden können, dazu stelle ich mir noch Fertigkeiten vor wie sie auch etwa in DF zu finden sind.

Mage: the Ascension (infernal Teddy)
Eigentlich bin ich der Letzte von dem man das erwarten sollte – schließlich bin ich ja der große Mage-Fan hier im Bunker. Aber nachdem ich diesen Thread auf RPG.net gelesen hatte habe ich angefangen ernsthaft darüber nachzudenken. Man könnte die Paradigmen der verschiedenen Traditionen und Conventions mit Hilfe verschiedener Fertigkeiten und Aspekte darstellen, die Fraktionen des Erleuchtungskriegs mit Hilfe der FATE-Fraktale und der Communityregeln aus Burn Shift, einem der Settings aus FATE Worlds 1: Worlds on Fire darstellen. Selbst Consensual Reality ließe sich so abbilden und durch die Aktionen der verschiedenen Fraktionen und Charaktere beeinflussen, womit Mage etwas bekommen würde, was ihm schon immer fehlt – ein System in dem Paradigmen Bedeutung hätten.

Opus Anima (Caninus)
Dazu hatten wir ja neulich erst unseren Building Character und da ist mir mal wieder aufgefallen, dass das Setting echt richtig interessant ist (und natürlich im gleichen Atemzug, dass es schade ist, dass nur zwei Bücher existieren). Jetzt ist das System welches Opus Anima benutzt nun wirklich nicht komplex oder schwierig, dennoch könnte meiner Meinung nach das Spiel um die Wesen mit Seelensplittern durch die Fate Mechanismen noch mal um eine Stufe erweitert werden. So wären auch hier die Kräfte weiterhin Kräfte, die Attribute müsste man zusammen mit den Fertigkeiten nutzen und entweder eines von beiden nur behalten oder eine Variante wie Fate:Accelerated verwenden, bei der es weder Attribute noch Fertigkeiten gibt, sondern im Grunde Vorgehensweisen.

Fireborn (Infernal Teddy)
Fireborn hatte mit seinen Charakteren als reinkarnierte Drachen in einem modernen London einige sehr coole Ideen – leider gepaart mit einem eher merkwürdigem System. Was FATE an dieser Stelle anbieten kann ist ein erzählerisches System das ähnlich cineastisch gespielt werden kann wie es auch das System von Fireborn gerne gekonnt hätte, und bietet zudem den Bonus das es wunderbar von Mensch zu Scion zu Drachen skalieren kann, ohne das es etwas von seiner Spielbarkeit verliert, und ohne das es zu Würfelpoolorgien kommen muss.

Scion (Infernal Teddy)
Okay, once again, I’m cheating, schließlich gibt es ja bereits eine sehr gelungene Umsetzung mit Scions of Fate von Lowell Francis. Warum das meiner Meinung nach gut funktioniert? Das Originalsystem von White Wolf macht ja meiner Meinung nach vieles richtig – aber auch sehr viel falsch (Potenzierende Autoerfolge, mehr sage ich nicht). Mir würden alternativ zu Scions of Fate noch zwei weitere Ansätze für eine Umsetzung einfallen: Zum einen könnte man sich dafür entscheiden auf der Ebene von Scion: Hero zu bleiben und das Ganze mit Dresden Files umsetzen (Womit wir wüssten warum es die Stufe „Legendary“ gibt…), oder man könnte das ganze mit FATE Core umsetzen, Kräfte über Aspekte laufen lassen („Ich rufe mit ‚Seventh Son of Zeus‘ den Blitz vom Himmel“), und wenn man zwischen den „Stufen“ einfach auf der FATE-Fraktale eine Ebene nach oben rutschen.

1 Kommentar zu Fünf Spiele deren Settings sich gut mit FATE umsetzen lassen

  1. Bei (Fate) Engel wäre ich sofort dabei…

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