Fünf Fragen Für… Skar

Ein Kurzinterview zur RPC

1.) Wer ist Skar?
Skar ist der Held aus einer recht alten Buchreihe von Wolfgang Hohlbein. Vermutlich ist sie aus heutiger Sicht ziemlich mittelmäßig, aber diese Erinnerung lasse ich mir nicht zerstören und behalte ihn als Heldenfigur in Ehren.
Einer meiner größten Krieger in DSA trug diesen Namen und ich nutze ihn als Nickname in vielen Communites, um hinter dem Schutz dieses Avatars mein Nerd-Dasein hemmungslos ausleben zu können.
Ich trete dort meist als multidisziplinärer Besserwisser auf und rege viele Personen um mich herum durch Überheblichkeit und betriebswirtschaftliche Vogelperspektive auf das Hobby auf.

2.) Was ist die RPC?
Unter dem Banner der RPC finden sich alle Spiele und Medien, die phantastische Inhalte aufweisen. Also pen&paper, digitale Games, Tabletop, Larp, Cosplay, Romane, Comics, Gesellschaftsspiele, etc. in Genres wie Fantasy, SciFi, Steampunk, Horror und mehr.
Ein Mittelaltermarkt und mittelalterliche Musik runden das ganze ab.
Von den Hobbyisten der einzelnen Bereiche wird die RPC eher als conähnlich empfunden, von anderen Besuchern aber eher als Event.
Insofern ist die RPC eigentlich als Reise zu sehen. Eine Reise in fremde Länder, wo es viel zu sehen und mitzumachen gibt. Also Erlebnis- und Erinnerungswert geboten wird.

Die Role Play Convention hat im Prinzip den falschen Namen. Zwar lädt die Messe zum Eintauchen ein, aber nicht alles ist „Rollenspiel“. In Ermangelung eines übergreifenden Begriffs – Vorschläge sonst gerne an mich – finde ich das Event aber ganz gut ausgeflaggt.

3.) Was sind die Stärken und besonderen Schwerpunkte der RPC?
Die Stärken der RPC ist die große Plattform auf der sie ausgetragen wird. Zum einen hat die Koelnmesse Deutschlands stärkstes Einzugsgebiet und für ganz Europa/die Welt eine herausragend gute Verkehrsanbindung.
Zum anderen hat Köln als Metropole und touristisch interessante Stadt große Unterbringungs- und Übernachtungsmöglichkeiten zu bieten.

Das professionelle Äußere der Koelnmesse und der daraus folgende Messecharakter begünstigt, dass themenfremde Besucher die RPC aufsuchen und sie entweder wie gesagt als Event wahrnehmen oder sich bis in die einzelnen Hobbybereiche vorwagen. Der Grundstein auf der RPC Hobbynachwuchs zu generieren, ist also hier gesetzt.
Benachbarte Hobbynischen bieten sich dafür natürlich ebenfalls an. Dem wird man auch immer wieder gewahr, wenn in einer Lesung ein Zwei-Meter-Larp-Ork die Sicht auf den Autor versperrt, oder in Spielrunden plötzlich Begriffe wie buffen, droppen und looten fallen.

Die RPC kommt ja nun nicht als reine Produktpräsentation daher, wie man es von Messen kennt. Dieser Charakter wird dadurch gestützt, dass Vereine oder Hobbygruppen für nichtkommerzielle Auftritte kostenlos Standfläche gestellt bekommen können. Man findet daher auf der RPC auch viele kleine Anlaufstationen des Hobbykerns.

Insgesamt also ein Aufbau, der die Basis nicht vergisst, außerdem Nährboden für Neuzugänge ist und durch seine Größe und Platzierung eine große Strahlkraft hat.

4.) Wie kam es zur RPC?
Die RPC ist von Andre Kuschel 2006 initiiert worden und fand 2007 das erste Mal statt. Andre stammt hobbytechnisch aus dem Briefspiel und den digitalen Games. Er wollte allen phantastisch geprägten Hobbys eine große Plattform bieten, die sich bereichernd auf die einzelnen Bereiche auswirkt.

Beruflich ist Andre mit einer Event- und Marketingagentur selbständig. Er trat daher sehr professionell auf und fand mit seinem Anliegen Beachtung. Sowohl das Hobby als auch Verlage und Publisher (und ich -höhö) zogen mit und die RPC übersprang aus dem Stand die 12.000-Besucher-Marke. (Die Nordcon war damals mit bis zu 8000 Besuchern die größte deutsche Con – wobei die Vergleichbarkeit ja auch nicht unbedingt gegeben ist.)

5.) Was ist deine Lieblingsfarbe dein Lieblingsrollenspiel derzeit?
Wir haben in unserer Spielrunde mehrere Systeme offen. Am heißesten bin ich da zur Zeit auf Das Lied von Eis und Feuer. Diese Liebe stammt voll aus dem Setting und ausdrücklich wenig aus den Regeln. Wir werden sehen, wie lange die Flammen hier lodern können.

Zwei weitere Systeme binden mich noch sehr intensiv an sich. Und zwar Serenity und Scion.

Wir sind 8 Mann in unserer Spielrunde und fast alle durch Beruf, Haus und Familie eingespannt. Daher spielen wir nur noch ein Mal im Monat. Zwar kriegen wir mit bis zu 12 Stunden noch relative Mammutsitzungen hin, aber zu den Vielspielern gehöre ich damit sicher nicht mehr.
Ich bin aber seit 84 dabei, daher kenn ich so einiges und weiß es in der Regel eben auch besser als der dreckige Rest. Vermutlich deshalb durfte ich mich hier auch zu den Fragen äußern. 😉
Vielen Dank und lasst die Würfel nicht kalt werden.

1 Kommentar zu Fünf Fragen Für… Skar

  1. Ich war bisher auf jeder RPC, auch wenn nicht immer alles toll und großartig ist, überwiegen die positiven Eindrücke doch deutlich! Skar & Co – weiter so!

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