Eyes between the Stars

Ein Friday Five mit Infernal Teddy

Ich möchte in den nächsten Wochen mal alphabetisch unsere gemeinsame Rollenspielsammlung durchgehen und zu jedem Spiel bzw. zu jedem Setting kurz über eine Idee oder eine Kampagne sprechen, die ich gerne mit dem entsprechenden Spiel erleben würde, entweder als Spieler oder als Spielleiter. Ich habe hier eine Liste mit 6870 Titeln drauf, wir werden also eine Weile mit diesen Artikeln beschäftigt sein. Mal sehen, ob mir wirklich zu allem etwas interessantes einfällt.

Abenteuer in allen Äonen!
Beware what is beyond the Woods
Dark Days Dawning
Out of Darkness, Adventure!
Of Eagles and Angels
Old Worlds and distant Stars
Kults of Magic
Magical Secrets of the West
Observations of stranger Orbits
Paths to stranger Worlds

I.) Das schwarze Auge
Tja… DSA, das Schwergewicht der deutschen Szene. Das ich kein Freund des Settings oder des Systems bin, ist unseren Lesern wahrscheinlich nicht entgangen, oder? Das war schon in der dritten Edition so, das war auch in der Vierten so, und mit der Fünften hat sich das nicht geändert. Aber mir ist auch durchaus bewusst das ich hier die Minderheitenmeinung vertrete, und auch Caninus ist ja eine DSA-Spielerin. Ich versuche mich ja auch immer mal wieder damit anzufreunden, zumindest das Setting, aber… die Regel- und Quellenbücher schläfern mich ein, die Romane vermögen nicht bei mir zu zünden… Nee, mit mir und Aventurien, das wird nichts mehr.

II.) Scion
Eigentlich mag ich Scion. Ich bin ja bekanntlich ein großer Mythologiefan, und die Idee, die Kinder klassischer Götter in der gegenwart rumrennen zu lassen, ohne Aufsicht oder irgendeiner Art „Maskerade“ finde ich großartig. Nur schade dass das dahinterliegende Regelsystem so kaputt ist. Man nehme Exalted und streiche fast alles raus, was funktioniert, und ersetze es durch unausgegorenem, was nicht funktioniert. Dementsprechend bin ich schon sehr gespannt, was uns dann bei der hoffentlich bald kommenden zweiten Edition erwarten wird – ich hätte auf eine Spielebene mit mehr oder weniger normalen Sterblichen auch verzichten können, aber man darf ja gespannt sein.
The destruction will be televised: (Scion: Hero) Die Charaktere landen dank den Machenschaften ihrer Eltern auf dem Set einer „bestimmten Serie über Geschwister welche Monster jagen“, und finden dort in verschiedenen Rollen Arbeit. Sie sind dort auch genau richtig, denn während der Dreharbeiten kommt es immer wieder zu Angriffen durch Titanenbrut – zuletzt werden sogar die Hauptdarsteller durch eine monströse Riesenspinne attackiert, welche die Attrappe ersetzt hat, welche für diese Szene vorgesehen war. Aber was hat denn die Titanenbrut an diese Stelle des Waldes angelockt, und was wollen die Monster denn ausgerechnet von diesen beiden Schauspielern?

III.) Star Trek: Deep Space Nine
Ich gebe zu, ich habe damals nicht Deep Space Nine geschaut. Ich war als diese Serie aktuell war lieber Babylon 5 geschaut, und habe DS9 erst viel, viel später nachgeholt. Aber die Idee, mal nicht das klassische „To boldly go…“ zu machen, sondern einen Ort zu schaffen, zu dem das Unbekannte hinkommt, war innerhalb des Star Trek-Rahmens eine interessante. Klar, das wurde später wieder aufgeweicht durch den Dominion-Krieg und den (gescheiterten) Versuch, ein düstereres Star Trek zu schaffen, und man kann natürlich darüber streiten, welche Serie nun wirklich was bei wem geklaut hat. Und natürlich bestätigt die Serie „Teddys Gesetz der ersten Trek-Staffel“. Aber es bietet sich als gutes Setting fürs Rollenspiel.
Deep Space Ten: Ich habe schon länger eine Idee für eine kombinierte TNG/DS9-Kampagne, welche nur die Serie und Filme (Bis Nemesis) als Canon betrachtet, und nach den Ereignissen von Nemesis spielt. Die Föderation ist wieder am Aufbauen und expandieren, und dringt dabei in Gebieten vor, welche von den Tholianern beansprucht werden. Die Charaktere sind auf einer Schwesterstation von DS9 stationiert, welche die Föderation den Cardassianern abgekauft hat und in dieses Gebiet geschleppt hat, und versuchen den Vorstoß der Föderation zu unterstützen – und so diplomatisch wie möglich versuchen zu verhindern das die Tholianer die Erkundung des Gebietes als Invasion betrachten und entsprechend reagieren…

IV.) Star Trek: The Next Generation
Ich finde ja, Kirk hat völlig zu unrecht den Ruf eines Frauenhelden. Ich meine, hat sich jemand diesbezüglich nochmal TNG etwas genauer angeschaut? Mal eine liste gemacht, wie oft die Handlung einer Folge passiert, weil Commander Riker seine Hände bzw. gewisse andere Teile seiner Anatomie bei sich behalten konnte? Kirk ist daneben gerade zu ein überzeugter Feminist, mal im Ernst – ein Offizier und ein Gentleman. Aber wenn man es sich genauer betrachtet ist sind die einzigen Brückenoffiziere, welche keinen Erfolg beim „anderen Geschlecht“ haben… nein, der einzige, der keinen Erfolg hat, ist Geordie LaForge. Selbst der Androide und das Wesley haben mehr Erfolg mit den Damen. Ich frage mich, was Deanna Troi dazu zu sagen hatte..
The Tholian Gap: Diese Idee hängt mit der DS9-Idee zusammen. Die Charaktere sind Offiziere auf einem kleinen Forschungsschiff der Föderation, welche in bisher unbekannte Gebiete zwischen dem Föderationsraum und dem Gebiet der Tholianer vordingt, neue Welten entdeckt, und dabei versucht, möglichst keinen Krieg mit den Tholianern zu provozieren. Diese Kampagne würde als „Mission der Woche“-Runde beginnen, bei Interesse der Spieler würde sie aber sehr bald beginnen, sich mit den Spannungen mit den Tholianern zu beschäftigen, mit denen ja unter anderem auch die Klingonen noch ein Hühnchen zu rupfen haben. Und das gebiet der Breen ist ja auch nicht soooo weit weg vom Reich der Tholianer…

V.) Star Trek: The Original Series
Wenn man ehrlich ist, ist Classic Trek öfter mal eine Serie gewesen, die nicht weiß was sie sein will. Entdecker an der neuen Grenze? Diplomatie uns Spannungen im neuen Kalten Krieg? Swashbuckling Action Adventure? All of the above? Und bevor jemand fragt, das finde ich nicht schlimm, ganz im Gegenteil, aber ab und an, wenn man sich das Ganze so anschaut ist es schon überraschend das die Serie nicht nur mehr oder weniger erfolgreich war, sondern auch noch Filme und Fortsetzungen generiert hat. Manchmal wünschte ich, die Leute, welche neue Trek-Serien produzieren, würden statt zu sagen „Ich will mit Trek die Story erzählen, die mich interessiert“ (Was ja durchaus legitim ist, hat ja bei TNG und DS9 auch geklappt) sich hinstellen und sagen „Ich nehme, was die Serie toll gemacht hat, und mache das neu. Und Besser!“
To boldly go where Kirk has gone before: Diese Kampagnenidee ist zugegebenermaßen humoristischer gemeint als es die meisten meiner Ideen bisher war. Wir wissen alle, das die Enterprise scheinbar auf jeder zweiten Mission auf irgendwelche Weltraumgötter, unerklärliche Phänomene oder bizarre Aliens stößt, und das gilt wohl auch für andere Schiffe der Sternenflotte gilt. Aber es muss auch andere Schiffe geben, Schiffe, welche diesen großen Entdeckern nachreisen und die Funde ordentlich aufarbeiten, die Probleme lösen, welche Kirk und co. hinter sich lassen… also quasi die Drecksarbeit machen und hinter allen anderen aufräumen, die Spätfolgen eindämmen. Herzlich willkommen auf der U.S.S. James Dyson – es wird die spannendste und gefährlichste zeit ihres Lebens werden…

1 Kommentar zu Eyes between the Stars

  1. Hmmm…. Diese „Dreckweg“-Crew-Idee klingt so, als würde es gegen Ende um einen haufen zynischer Strafmissionen gehen, bei denen die Crew des entsprechenden Schiffes am Ende auf die Idee kommen müssen, dass man eher dei Wurzel allen Übels (also Kirk) beseitigen müsste. XD

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