Ettoria

Präludium FATE CORE Runde

Willkommen beim ersten von hoffentlich vielen meiner Spielberichte zu meiner FATE CORE Runde. Morgen treffen wir uns das erste mal und bis auf mich sind alle komplett unbeleckt in Sachen FATE. Außerdem haben wir ein kleines Zeitproblem, weswegen ich ein bißchen Vorarbeit leiste.

Normalerweise einigt man sich bei FATE entweder klassisch schon vorher auf ein Setting oder man erstellt es direkt gemeinsam. Um meine Pappenheimer aber nicht am ersten Abend gleich darin zu ertränken und damit wir auch direkt zum spielen kommen gehe ich einen etwas anderen Weg diesmal. Wir haben eh nicht vor unendlich viele Spielrunden in ein einziges Setting zu buttern, stattdessen werden wir von Zeit zu Zeit (wie oft genau ist noch in Diskussion) die Spielwelt wechseln und einfach mal was neues machen.

Also ging ich diesmal etwas anders vor. Statt alles gemeinsam zu machen, habe ich von jedem frei von der Leber weg einfach mal ein paar Sätze gefordert was im Setting eine Rolle spielen soll. Die Antworten kamen auch prompt und aus denen Versuche ich was kohärentes zusammen zu basteln.

Wir haben drei Spieler für den Moment (eine vierte fällt für morgen leider aus und war hier dementsprechend nicht beteiligt).

Folgende drei Inspirationen habe ich bekomme:

  1. Western
  2. Monster a lá Digimon*
  3. Super-Saiyajin a lá Dragonball Z**

Wie man sieht mögen meine Spieler scheinbar Animes ;D

Aber gut.. vor der Herausforderung schrecke ich nicht zurück. Im Grunde ist die Sache auch recht leicht zu regeln. Bei Digimon gab es wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt (immerhin… ich hab nur etwa ein Drittel der ersten Serie vor über 10 Jahren gesehen und mich seitdem nie wieder damit befasst) eine sogenannte DNA Digitation oder wie sich das schimpfte. Mit Hilfe dieser war es möglich mit seinem Digimon zu einem besonders starken Wesen zu verschmelzen. Meistens war das Vieh was dabei herauskam aber immer noch mehr Digimon als Mensch.

Das streichen wir mal. Stattdessen nimmt der Mensch das Digimon (das gleich einen anderen Namen kriegt, weil es ganz bestimmt im Western kein digitales Wesen sein soll) in sich auf und erhält nur einige Merkmal von ihm. Beispielsweise eben blonde, lange Haare usw. Super-Saiyajin an Bord.

Fehlt der Western. Den nehmen wir einfach als Kulisse. Bietet sich als einziges vollständiges Genre ja förmlich dafür an. Als Homage an Digimon sind wir aber nicht einfach per Schiff in unserem neuen „Kontinent“ angekommen, sondern über eine Reise in eine andere Dimension. Und um noch ein bißchen mehr Dragonball  rein zu nehmen: Der Goldrausch wird ersetzt, durch magische Kristalle. Wer eine ausreichende Menge davon hat (sagen wir mal das Äquivalent zu 7 etwa apfelgroßen Bällen…), der hat eine von zwei Möglichkeiten. Entweder er wird in eine andere Dimension gebracht, die im Rahmen gewisser Grenzen seiner Wunschvorstellung entspricht, oder er kann ein Tor in eine Welt öffnen die er bereits kennt. So eine Reise durch ein Tor ist nicht gerade angenehm und die meiste Ausrüstung wird dabei zerfetzt, aber man überlebt es in der Regel. Außerdem können die Tore nicht unendlich transportieren und sich immer wieder durch Ruhepause regenerieren.

 

Aber ich verliere mich in einzelnen Details!

Solange ich meinen ganzen Balast nicht über Bord schmeiße, wird das alles nach einer sinnlosen Mischung klingen. Also… vergesst was oben steht.

 

Willkommen auf Ettoria

(benannt nach dem Italiener Ettore Graziani, der die erste Expedition nach Ettoria anführte)

Im Jahr 1567 wurde in der Nähe des Gifels vom Berg Pizzo del Toro von einer kleinen Gruppe Bergsteiger eine ungewöhnliche Nebelwolke entdeckt. Die Wolke hatte exakt sphärische Ausmaße und war komplett undurchsichtig. Als die Gruppe vorsichtig die Wolke betrat, verließen sie die ihnen bekannte Welt und fanden sich am Rande eine großen Waldes wieder. Sie hatten Ettoria entdeckt.

Der Übergang in die fremde Welt war schmerzhaft verstörend und ließ die Bergsteiger fast ohne Ausrüstung zurück, die den Übergang größtenteils nicht überstanden hatte. Nichts desto trotz schafften es einige wenige Bergsteiger durch das Tor zurück in unsere Welt und schon bald war das Geheimnis allseits bekannt.

Während man auf der Erde um die Herrschaft über das Tor stritt, kamen Siedler verschiedener Nationen nach Ettoria. Das Land war fruchtbar und bot wie sich schnell herausstellte neben Bodenschätzen noch weitere Schätze. Die Emmuqo (Gesprochen ÄHMU KO) traten auf die Siedler hinzu. Äußerlich können die Emmuqo in fast jede vorstellbare Gestalt auftreten, zumeist jedoch ähneln sie bekannten Tierarten nur erscheinen sie weitaus menschlicher als ihre Verwandten.

Viel erstaunlicher jedoch war die Symbiose, die sie mit einigen wenigen Menschen eingingen. Die Emmuqo können nur unter Mühsal die Sprachen der Menschen erlernen, doch unter der Symbiose verstehen Mensch und Emmqo einander. In Zeiten großer Not sind die Emmuqo sogar in der Lage ihre Gestalt zu ändern, größer stärker und oft auch klüger zu werden. Die Verwandlung hält nicht lange an, jedoch geht sie oft mit beeindruckenden Fähigkeiten einher. Einige wenige haben es sogar geschafft kurzzeitig mit ihrem Emmuqo zu verschmelzen und so zu geradezu halbgöttlichen Wesen zu werden, den sogenannten Agenor.

Auch wenn bisher kein Emmuqo die Reise auf die Erde überlebte, so hat sich doch ihre Geschichte herumgesprochen. Vor langer Zeit lebten schon Menschen auf Ettoria. Angeblich schufen sie die Emmuqo durch unbekannte Verfahren, die in den Beschreibungen der Wesen wie Magie klingen mögen.  Diese Altvorderen, wie die Emmuqo sie nennen, führten jedoch Krieg gegeneinander und löschten sich fast vollständig gegenseitig aus. Die Überlebenden verloren ihre reiche Kultur und leben nun als einfache Eingeborene in Stämmen auf dem Land verteilt. Ursprünglich empfingen sie die Siedler mit offenen Armen aber immer öfter kommt es zu Unwillen und Auseinandersetzungen, ob der Feindseligkeit mit der die Siedler sie behandelt haben.

Wir schreiben das Jahr 1871. Vor drei Jahren fanden einige Goldsucher im Westen Ettorias ein knappes Dutzend Geoden, deren Kristalle im Inneren sich nachdem sie geöffnet wurden in Nebel auflösten. Eine kreisrunde Nebelsphäre entstand, die die Goldsucher direkt auf den nord atlantischen Ozean auf der Erde brachte. Die Nationen der Erde und Kolonien Ettorias haben horrende Summen für diese Geoden ausgesetzt. Eine regelrechte Flucht in den Westen, getrieben von dem Wunsch nach Reichtum begann.

Der Westen Ettorias ist ein rauhes Land, besiedelt wenn auch nicht befriedet von rauheren Leuten. Die Gesetze von Ehre und dem Recht des Stärkeren sind das einzige was zwischen dir und dem rauchenden Lauf des Gewehres oder den Klauen des Emmuqo stehen. Der Westen bietet dir einen neuen Anfang, oder ein schnelles Ende. Das Versprechen von Reichtum inmitten des Hungers. Nur die härtesten Revolverhelden und die abgebrühtesten Emmuqo Erwählten habe hier eine Chance.

Bist du einer davon?!

Soweit so gut. Ein bißchen abgedreht, auf die Schnelle ausgedacht, aber eigentlich doch durchaus interessant (vor allem da es noch so einige Geheimnisse über die Altvorderen, die Emmuqo und die Geoden gibt, die ich hier nicht erwähnen konnte… Spieler lesen mit).

 ___________________________________________________________

*Wers nicht kennt: Es geht hier um intelligente Wesen, die etwas verniedlicht und leicht anthropomorph sind. Sie gehen eine freundschaftliche Verbindung zu einem Menschen ein und erlangen durch diese Symbiose die Fähigkeit sich kurzfristig in stärkere Versionen ihrer selbst zu verwandeln. Oder noch einfacher: Pokemon nur das die Viecher alle reden können und sich nur kurzfristig verändern anstatt sich dauerhaft weiterzuentwickeln. Außerdem hat ein Mensch meistens nur eins davon.

** Bei ausreichender Machtstufe wachsen deine Haare werden länger und blond und du wirst allgemein stärker. Man stelle sich den Unterschied zwischen Bruce Lee und Superman vor. Den optischen Kontrast kann man hier sehen.

1 Trackbacks & Pingbacks

  1. Ettoria I | Neue Abenteuer

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*