Ein Indie/Storygamer lernt Pathfinder I

Die Vorgeschichte

In meiner Beschreibung hier im Blog steht großkotzig, dass ich ja schon ach so viele Systeme gespielt und geleitet habe.

Stimmt auch! Aber obwohl sich sowohl bei meinen Spiel- als auch meinen Leiterfahrungen das ein oder andere klassische Rollenspiele Spiel findet, haben ich vielleicht nur 3-4 mal ein klassisches vorbereitetes Abenteuer gespielt (schon über 10 Jahre her) und by the book noch nie eins geleitet.

Ab einer gewissen Zeit war immer ich der SL und ich habe soweit ich mich überhaupt an offizielle Bücher gehalten habe, habe ich Szenario Bände immer Abenteuern vorgezogen. Auch in der Zeit in der ich noch richtig aktiv Abenteuer vorbereitet habe, lief das immer wie ein Sandkasten ab. Ich hab mir NSCs ausgedacht und Überlegungen gemacht was die so tun könnten und wie das meine Gruppe beeinflussen könnte. Feste Szenen oder gar Schienen gabs nie bei mir. Selbst fertige Schienennetze (Kaufabenteuer und Kampagnen) waren für mich eher Inspirationen die einzelne Haltestellen mal auszuschlachten anstatt dem Verlauf des Abenteuers zu folgen.

Ist das schlimm? Nö. Gar nicht. Im Gegenteil denke ich, dass das soweit zu einem gut funktionierenden wenn auch bestimmt nicht gerade makellosem Leitstil geführt hat. (Ja soviel Eigenlob muss sein.)

Nun wurde ich aber vor kurzem auf genau diesen „Mangel“ an Erfahrungen angesprochen und wie ich so bin hat sich das direkt in meinem Kopf festgesetzt. Eine epische vorbereitete Kampagne in einem Fantasy Setting und dazu noch mit einem Mainstream System… so schlecht klingt das (zur Abwechslung mal) doch gar nicht!

Aus der fixen Idee wurde ein ernsthafter Plan und seit 2 Tagen kümmere ich mich wirklich darum. Als System wollte ich so Mainstream werden wie es nur geht ohne den Spaß zu verlieren, also habe ich mir mal das Pathfinder GRW auf deutsch angelacht.

Bis wir das erste mal spielen vergeht noch etwas Zeit, aber da ich nun mal nicht aus meiner Haut kann, mache ich gleich ein eigenes Setting draus. Außerdem… das System muss ich ja auch noch lernen!

In den nächsten Wochen wird hier immer mal wieder der ein oder andere Artikel kommen. Manche werden Reaktionen auf das System Pathfinder und meine Eindrücke dazu sein, manche werden die Erschaffung des Settings und dessen Regelumsetzung angehen, andere werden sich eher mit dem Aufbau der Kampagne beschäftigen (letztere sollen natürlich möglichst nicht von meinen Spielern gelesen werden).

 

7 Kommentare zu Ein Indie/Storygamer lernt Pathfinder I

  1. Na, ich bin gespannt, was Du zu berichten hast 😉

    • Vielen Dank 😀 Die nächsten Artikel sind bereits in der Pipeline
      (auch wenn wir hier einen etwas langsameren Rhytmus an den Tag legen werden).
      Das ein oder andere Problemlechen hat sich schon aufgetan.

  2. Mich interessiert vor allem, wie Du als Indie- und Nieschenspieler mit so einem Mainstreamsystem zurecht kommst 😉
    Ich persönlich tue mich ja mit DnD, seinen Nachfolgern und Klonen (DSA) sehr schwer…

    • Ein Großteil davon wird sich ja erst beim spielen ergeben und bis dahin ist es noch etwas hin, aber das kommt natürlich auch vorher schon immer wieder mal zur Sprache.
      Bisher: Es wirkt auf mich alles etwas einengend und unnötig komplex. Ich kann die Faszination des Barbie Spiels (zwischen den eigentlichen Rollenspielsitzungen am Charakter oder in meinem Fall an der Regelumsetzung des Settings herumspielen) aber schon ein klein wenig nachvollziehen jetzt. Man hat halt einen Grund sich immer wieder damit zu beschäftigen.

  3. Interessanterweise ist aber gerade diese Eingeengtheit die Du hier ansprichst in vielen Fällen typisch für ein Mainstream-System. Gerade DnD und DSA engen ja den Meister und die Spieler extrem ein. Sei es mit einer relativ schwerfälligen Mechanik oder bezüglich der extremen Flut an Hintergrundmaterial (und dessen Bekanntheit unter den Mitspielern).

    Inwiefern fühlst Du Dich denn bei PF eingeengt? Oder ist das Bestandteil eines Folgeartikels, dann warte ich artig 😉

    • Da ich ein eigenes Setting benutze werde, engt mich der Fluff nur da ein wo in die Regeln eindringt (was ich bei einem mehr oder minder Settinglosen Grundbruch schon ungewöhnlich finde). Dazu kommt in meiner Aufarbeitung meiner Völker noch was.
      Und der nächste Artikel beschäftigt sich eben mit meinem ersten Eindruck vom GRW. Da kommt viel mit dem Einengen.

      Um es hier aber auch nochmal auf den Punkt zu bringen:
      Es gibt Regeln für sehr viel was ich böse formuliert mit sehr abstrakten Regeln und etwas Handwedelei (oder direkt durch die Spieler) regeln würde. Brauche ich wirklich so viele Kampfmanöver wenn es im Endeffekt auf ein Verteidigen, Angreifen, Situation ändern usw. hinauslauft? Dementsprechend ist das einiges dabei was mich etwas stört. Aber ich denke ich werde das einfach schlucken und durchziehen wo es geht,

  4. Ich bleibe gespannt 🙂

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