Das Beste aus den Welten von Dungeons & Dragons, Band 2

Eine Comic-Anthologie

Nachdem ich vor kurzem hier schon den ersten Band der Reihe besprochen habe, haben wir es hier mit dem zweiten band von Das Beste aus den Welten von Dungeons & Dragons zu tun. Wie ich schon letztes mal geschrieben habe:

Hierbei handelt es sich um einen Sammelband, in dem einige Ausgaben des US-Comics The Worlds of Dungeons & Dragons in einem schicken Softcover zusammengefasst werden. Der Band ist komplett in Farbe und auf Hochglanzpapier gedruckt, der Umschlag ist leicht mattiert und hat diesen „Seidentouch“ dem man heute nicht mehr entkommen kann.
Dieses mal „ziert“ der Dämonenprinz Demogorgon das Cover, und wir haben es dieses mal mit vier Comics in einem Band zu tun, von denen zwei aus alten Kurzgeschichtensammlungen stammen, ansonsten hat sich nicht viel geändert. Fangen wir also mal an.

Eine der beiden „Kurzgeschichtenumsetzungen“ ist Elminster auf dem magischen Jahrmarkt von Ed Greenwood, der hier sein Alter Ego zusammen mit der Bardin Sturm Silberhand auf den berühmtesten Jahrmarkt Faerûns schickt, wo es nichts als ärger gibt. Elminster wird von verschiedenen Magiern angegriffen, flieht durch einen monsterverseuchten Sumpf, und wird zu guter letzt zuhause von einem ehemaligen Schüler angegriffen, der versucht sein Unleben zu sichern. Die Geschichte ist kurzweilig, endet mit einer humoristischen Note, ist aber nichts Besonderes. Ähnliches lässt sich auch über den Zeichenstil sagen, der Künstler hat deutlich Probleme mit Gesichtern, und bis auf Elminster haben die bekannten Chraktere nur wenig mit ihren Beschreibungen gemein.

Hausregeln entstammt der Feder von James Lowder, und ist in der Welt des Gothic Horrors angesiedelt, die wir Ravenloft nennen, genauer gesagt in der Domäne Sithicus, dem Sitz des Dragonlance-Schurken Lord Soth. Ein Spieler reist in eine abgelegene gegend, um an einem Turnier mit unheimlichen Einsätzen teilzunehmen. Er trifft dort auf eine alte Flamme, gewinnt das Turnier, und gewinnt dann mehr als er erwartete in einem Spiel gegen dem Herren der Domäne selbst. Die Geschichte ist spannend, mit einigen überraschenden Wendungen, und auch der Zeichenstil – welcher dem des Eberron-Comics im ersten Band ähnelt – gefällt sehr gut.

Die zweite „Kurzgeschichtenumsetzung“ ist Einen Steinwurf entfernt, nach einer Dragonlance-Geschichte von Roger Moore. Der berühmt-berüchtigte Kender Tolpan Barfuß erzählt seinen Freunden einige Haarsträubende Geschichten in einer Kneipe, von denen eine von seinen Erlebnissen mit einem magischen Ring berichtet. Dieser Ring teleportiert ihn quer über Krynn, von einer Gefahr in die nächste, bis er in das versteck eines finsteren Magiers versetzt wird. Dieser hat den Dämonenprinzen Demogorgon beschworen, um ihn seinen Willen aufzuzwingen, doch der Ring, den der Kender trägt ist ein Teil eines Plans des Dämonenprinzen um sich zu retten…Auch diese Geschichte ist ganz nett, mit humorvollen Einlagen, aber auch hier nichts besonderes, was auch für den Zeichenstil gilt.

Die letzte Geschichte ist wieder in Eberron angesiedelt, stammt von Ed Bolme, und trägt den Titel Das Gewicht von Wasser. Ein Mönch wird losgeschickt, um Truppen Aundairs dabei zu helfen Karavanen vor Überfällen zu schützen. Gleichzeitig kämpft ein Haupotmann Karrnaths mit Zweifeln über die Rechtmäßigkeit und Gerechtigkeit seines Auftrags, die karavanen zu überfallen. Mit List und Tücke geht der Mönch gegen einen Gegner vor, der langsam den Willen zu kämpfen verliert. Eine nette Geschichte über kriegsmüde Soldaten, mit einem ganz brauchbaren Zeichenstil, aber auch hier nichts allzu besonderes.

Fazit:
Ich glaube, hier kann ich mich selbst zitieren:

Ein allgemeines Fazit abzugeben fällt schwer, zu unterschiedlich sind dafür die Geschichten und ihr Zeichenstil. Auch kann man nur schwer sagen „Wenn du ein Fan von Welt X bist solltest du diesen Comic kaufen“, denn nur wegen einer Story dürfte sich das Ganze nicht rechnen, zumal in mindestens einem Fall die Story nicht neu sein dürfte. Also, wer kurzweilige Actioncomics mit D&D-Flair braucht sollte sich den Band mal ansehen, ebenso Leser die unbedingte Fans der vorgestellten Welten. Alle anderen können sich den Band gerne ansehen, aber eine Empfehlung kann ich guten Gewissens leider nicht aussprechen.

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